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Leidgeprüfte Andrea Ellenberger möchte in die Erfolgsspur finden

Leidgeprüfte Andrea Ellenberger möchte in die Erfolgsspur finden.  (Foto: Andrea Ellenberger / privat)

Leidgeprüfte Andrea Ellenberger möchte in die Erfolgsspur finden. (Foto: Andrea Ellenberger / privat)

Hergiswil/Val d’Isère – Die Schweizer Skirennläuferin Andrea Ellenberger hat in ihrer Karriere noch nicht viel Preisgeld einheimsen können. Wenn es ihr nur ums Geld gehen würde, hätte sie ihre Skier schon längst in die Ecke gestellt. Bisher wanderten erst knapp 4.100 Euro auf ihr Preisgeldkonto. Die Einnahmen werden auch nicht auf die hohe Kante gelegt, sondern gleich wieder ins Skifahren investiert.

Im Jahr 1993 geboren, überzeugte die Eidgenossin in den jungen Jahren als skifahrerisches Talent á la Wendy Holdener und Michelle Gisin. Doch Rückenprobleme bremsten die Dame aus Hergiswil im Kanton Nidwalden. Vor zwei Jahren begab sie sich unters Messer. Nach einer dreieinhalbstündigen Operation wurde ihr ein Wirbel versteift und eine Bandscheibe entfernt.

An ein Ende ihrer Skikarriere dachte sie nicht. Sie wollte nur endlich schmerzfrei leben. Ohne Swiss Ski-Kaderstatus finanzierte sie selbst ihre sportliche Laufbahn. Risikobereit wurde sie bei der Ski-WM 2019 in Schweden Zehnte und krönte ihre guten Leistungen mit der Goldmedaille im Mannschaftsbewerb.

Jetzt gehört sie dem A-Kader an. Für die Riesentorlaufspezialistin ist das geldmäßig wie organisatorisch gesehen eine riesengroße Entlastung. Besonders erfreulich ist auch der Werbevertrag mit ihrem neuen Sponsor, dem Rückenzentrum Thun. Damit deckt sie die Kosten, welche nicht von Swiss-Ski übernommen werden. Wie zum Beispiel für Konditonstrainer Silvan Epp, der nebenbei auch noch der Freund der 26-Jährigen ist.

Jetzt will sie mit Ergebnissen punkten. In Sölden schwang sie als 16. ab. In Killington wurde sie 25. Beim heutigen Riesenslalom in Courchevel konnte sich Ellenberger leider nicht für den Finallauf qualifizieren.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quelle: www.blick.ch

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