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Lena Dürr im Skiweltcup.TV Interview: „Topfit zum Slalomauftakt nach Levi.“

© Ch. Einecke (CEPIX)  /  Lena Dürr

© Ch. Einecke (CEPIX) / Lena Dürr

Eching – Auch Lena Dürr war bei der DSV-Einkleidung mit von der Partie. Der 22-jährige Skirennläuferin aus Bayern wurde der Skisport praktisch in die Wiege gelegt. So war ihr Vater Peter auch im Weltcup aktiv, und ihre Schwester Katharina ist im B-Kader des DSV-Kaders zu finden. Nachdem sie im Europacup in der Saison 2009/10 die Gesamtwertung für sich entschieden hatte, belegte sie im Weltcup dreimal den sechsten Platz. Bei der Junioren-WM 2010 erreichte sie im Riesenslalom den zweiten Platz, den sie allerdings mit der Italienerin Fede Brignone teilen musste. Weitere Top-10-Ränge erreichte sie im Super-G (4.) und Slalom (9.).

Seit 2011 ist Dürr als Zollwachtmeisterin tätig. Ende Januar 2013 nahm die bayerische Skirennläuferin am City Event in der russischen Hauptstadt Moskau teil und machte als Ersatz für Viktoria Rebensburg eine mehr als gute Figur. Am Ende stand sie sogar auf dem obersten Treppchen. Dieser Sieg war ihr bis dato einziger voller Triumph bei einem Weltcuprennen. Die Saison endete für die 22-Jährige mit einer Bronzemedaille im Teambewerb bei der WM in Schladming.

Wir unterhielten uns mit Lena Dürr über die Nichtnominierung in Sölden, die Lieblingsdisziplin, das neue Material, die überstandene Krankheiten und vieles mehr.

skiweltcup.tv: Lena, wir waren alle überrascht, dass du in Sölden nicht nominiert wurdest? Was war der Grund dafür?

Lena Dürr: Meine Trainer und ich haben beschlossen, dass ich nicht fahre, da die Vorbereitung nicht wirklich gut gelaufen ist. Ich fokussiere mich erstmals auf Levi, auf den Slalom, und werde schauen, dass ich da fit an den Start gehen kann. In Finnland bin ich bereit dafür und versuche über den Slalom auch wieder das gute Gefühl für den Riesenslalom zu bekommen. Die Vorbereitung auf Sölden verlief schwierig, da ich noch nicht das richtige Gefühl für den Schwung hatte, zumal mir die Sicherheit etwas gefehlt hat.

skiweltcup.tv: Hat auch der Ausfall im Vorjahr eine Rolle gespielt, und hattest du damit keine guten Erinnerungen an Sölden?

L. D.: Es waren eigentlich gute Erinnerungen. Es ist schade, dass ich im Vorjahr ausgeschieden bin. In der Woche vor dem Rennen, beim Training auf dem Rennhang, bin ich wirklich schnell gefahren. Ich hatte ein wirklich gutes Gefühl. Man hat es in diesem Jahr bei Maria (Höfl-Riesch, Anm. d. Red.) gesehen, man fällt extrem schnell aus. Praktisch war es im letzten Jahr bei mir genau dasselbe. Sie ist am Innenski oder beim Schuh ausgerutscht. Ich habe überhaupt keine schlechten Erinnerungen an Sölden. Vor drei Jahren bin ich das erste Mal gefahren, da habe ich im ersten Durchgang im Steilhang einen Stock verloren und im zweiten Durchgang Laufbestzeit erzielt. Die Nichtteilnahme in diesem Jahr in Sölden war im Nachhinein die richtige Entscheidung. Jetzt versuche ich den Fokus auf den Slalom zu legen, um dann mit einem guten Ergebnis in Levi die Heimreise anzutreten. Ein guter Auftakt ist wichtig um den Schwung für die nächsten Rennen mitnehmen zu können.

skiweltcup.tv: Gibt es eine bevorzugte Disziplin in der Olympiasaison?

L. D.: Es ist eigentlich so ein Wechsel, mal so und mal so. Im letzten Jahr war es in beiden technischen Disziplinen schwierig. Das Jahr zuvor habe ich mich im Slalom von Weltranglistenposition 57 auf Platz 12 vorgearbeitet. Da war wirklich der Slalom meine Top-Disziplin. Aber das ändert sich immer wieder, so dass ich noch nicht sagen kann, wo ich in dieser Saison am besten aufgestellt bin. Ich werde auf jeden Fall auch versuchen, dass ich auch etwas zum Super-G-Fahren komme, je nachdem wie jetzt der Slalom und der Riesenslalom läuft. Über den Super-G möchte ich auch wieder die Sicherheit für den Riesenslalom bekommen. Somit kann ich mich von der einen über die andere Disziplin wieder nach oben ziehen.

skiweltcup.tv: Maria Höfl-Riesch hat die Riesenslalomskier als „Eisenstangen“ bezeichnet. Wie geht es dir mit der Materialumstellung?

L. D.: Das geht ja immer weiter. Die Skier werden immer weiterentwickelt. Man hat neue Platten, man entwickelt etwas Neues am Skischuh. Es hört nie auf. Das war auch beim alten Material so, bei dem es ständig neue Sachen zum Testen gab. Es ist schon so, dass die Umstellung schwierig war und vielleicht auch nicht so meinem Fahrstil entgegengekommen ist. Insgesamt bin ich aber schon gut damit zurechtgekommen. Man kann nicht pauschal sagen, dass das neue Material mir nicht taugt. Ich bin ja auch schon im letzten Jahr in Sölden bis zum Ausfall gut gefahren.

skiweltcup.tv: In der letzten Saison haben dich immer wieder Krankheiten ausgebremst. Zeitweise hast Du etwas kraftlos gewirkt.

L. D.: Ich war im letzten Winter oft krank. Es war zwar nicht so, dass ich wirklich eine Woche im Bett verbracht habe, aber ich hatte mit vielen Erkältungen zu kämpfen, und das hat schon an den Kräften gezehrt bzw. mich im Training und bei den Rennen beeinträchtigt. Da hat man dann nicht die volle Power, die man dann braucht, um ganz vorne mitzufahren.

skiweltcup.tv: Können diese Erkrankungen auch auf eine Überbeanspruchung hinweisen. Riesenslalom, Slalom, Super-G und Superkombi sind halt auch ein anstrengendes Wettkampfpaket.  

L. D.: Glaube ich nicht. Ich habe ja schon in der Vorsaison etwa eine Kombi in St. Moritz gefahren. Es ist auf jeden Fall immer das Ziel, den Super-G mitzunehmen, wenn die anderen Disziplinen funktionieren. Wie ich schon gesagt habe, ist es vielleicht auch eine Möglichkeit, sich über den Super-G die Sicherheit für den Riesenslalom zu holen. Ich kann mir bis heute noch nicht erklären, weshalb ich so oft krank war. Die Vorbereitung jetzt war auf alle Fälle super, und ich fühle mich gesundheitlich wirklich total fit. Im Vorjahr war es einfach schwierig, wenn man leichte Krankheiten hat, die einen zurückwerfen. Man kann dann einfach nicht die 100 Prozent geben, die man braucht, um vorne mit dabei zu sein.

skiweltcup.tv: Maria Höfl-Riesch ist mit Fitnesstrainer Heini Bergmüller einen eigenen Weg gegangen. Wäre dies auch für die Mannschaft interessant?

L. D.: Wir haben ja sowieso unsere Konditionstrainer, die unser Trainingsprogramm individuell gestalten. Da wird geschaut, wo noch Schwachstellen sind, damit daran gearbeitet werden kann. Auch ich habe mich auf dem Bereich etwas weiterentwickelt, und ich denke, dass es in die richtige Richtung geht.

skiweltcup.tv: Gehen die ersten Gedanken schon Richtung Olympia, oder ist zurzeit nur der Skiweltcup für dich von Interesse?

L. D.: Nein, ich konzentriere mich zuerst einmal auf Levi. Ich bin bis jetzt noch kein Rennen gefahren und freue mich auf den Weltcup, damit es auch für mich richtig losgeht. Der Februar und Sotschi kommt im Prinzip eh schnell genug. Jetzt ist es wichtig das Rennfeeling zu bekommen, wofür wir ja den ganzen Sommer gearbeitet haben. Darum liegt der Fokus jetzt auf Levi!

skiweltcup.tv: Du bist zwar noch eine junge, aber auch schon sehr erfahrene Rennläuferin. Bist du vor dem ersten Saisonrennen noch nervös?

L. D.: Das kommt immer darauf an, ob man ein gutes Gefühl und eine gute Form hat. Wenn dies so ist, hat man natürlich das Selbstvertrauen und weiß, dass man jetzt Vollgas geben kann.

skiweltcup.tv: Ich bedanke mich für das Gespräch, und wünsche dir eine erfolgreiche und vor allem verletzungsfreie Olympiasaison 2013/14!

 

 

 

 

 

 

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