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Lena Dürr: „In Levi will ich voll angreifen.“

Foto: Fischer / Zooom / LENA DÜRR

Foto: Fischer / Zooom / LENA DÜRR

Lena Dürr ist wohl eine der großen Hoffnungsträgerinnen beim Deutschen Skiverband. Im Frühjahr 2011 schloss Lena das Gymnasium mit dem Abitur erfolgeich ab. Mit fünf Top Ten-Resultaten absolvierte Lena im vergangenen Jahr ihren bisher erfolgreichsten Winter.

Im Gespräch mit Skiweltcup.TV beantwortete Lena Dürr Fragen zum Saisonstart, der Vorbereitung auf den Slalom von Levi, zur Zusammenarbeit mit ihrem Ausrüster Fischersports und ihre Pläne bis zur WM 2013 in Schladming.

Der Saisonauftakt in Sölden. Ein schwieriges Rennen bei widrigen Verhältnissen. Wie ist dein Fazit nach dem ersten Saisonrennen?

Lena Dürr: Ich bin ja nicht so weit gekommen. Bis dahin war es, kann man sagen, gut. Ich war auch die Woche vorher, in der wir in Sölden trainiert haben, immer gut unterwegs und habe mich auch gut gefühlt. Es ist natürlich schade, dass gleich im ersten Rennen so ein Ausfall kam. Vielleicht habe ich das jetzt hinter mir, und ich hoffe es geht aufwärts. Es ist halt bedauerlich, dass ich nicht zeigen konnte, was ich drauf habe. Jetzt trainieren wir „gescheit“ Slalom, und dann freue ich mich auf Levi. Dort möchte ich voll angreifen.

Wie weit ist die Vorbereitung für den Slalom in Levi schon fortgeschritten?

Lena Dürr: Wir haben in letzter Zeit sehr viel Riesenslalom für den Weltcupauftakt in Sölden trainiert, und jetzt müssen wir uns wieder auf den Slalom umstellen. Es ist auch wichtig, noch etwas mit dem Material zu probieren, und dann sollte ich für Levi ganz gut aufgestellt sein.

© Kraft Foods / Der Start in die WM Saison 2012713 - Lena Dürr

© Kraft Foods / Der Start in die WM Saison 2012/13 - Lena Dürr

Nach dem wetterbedingt schwierigen Riesenslalom in Sölden gibt es die Diskussion bei einem Rennabbruch, nach dem ersten Durchgang, diesen als vollständiges Rennen zu werten. Wie ist deine Meinung dazu?

Lena Dürr: Das habe ich noch gar nicht mitbekommen. Es ist so auf die Schnelle auch schwer zu sagen. Bei der Abfahrt und beim Super G gibt es ja beispielsweise eh nur einen Durchgang. Bei Slalom und Riesenslalom ist es aber einfach der Charakter der Disziplin, dass es zwei Durchgänge gibt. Der Riesenslalom lebt auch von der Spannung, dass es nach dem ersten Durchgang nicht vorbei ist und sich im zweiten Lauf vieles noch einmal umdrehen kann. So haben die Läuferinnen, die im ersten Durchgang mit einer hohen Startnummer in die Top 30 fahren, auch den Vorteil einer besseren Piste und können so zeigen, was sie drauf haben. Diese Chance wäre bei einem Rennabbruch nicht mehr gegeben. Man hat in Sölden gesehen, dass sich im zweiten Durchgang noch einmal viel tat. Da waren junge Gesichter dabei, die man sonst nicht so oft sieht. Aber ein Rennen, welches nach dem ersten Durchgang abgesagt wird, in die Wertung zu nehmen, finde ich nicht so gut. Natürlich ist es schwierig, wenn ein, zwei Rennen ausfallen, diese irgendwo nachzuholen. Aber deshalb die Regeln zu ändern, finde ich nicht in Ordnung.

Nach Riesenslalom und Slalom willst Du jetzt auch den Super G in dein Weltcupprogramm aufnehmen?

Lena Dürr: Ich muss mal schauen. In St. Moritz, denke ich, werde ich auf jeden Fall dabei sein, und die Kombi und den Super G fahren, weil danach auch ein Riesenslalom auf dem Programm steht. Ansonsten muss man schauen, wenn es im Slalom und Riesenslalom gut läuft, werde ich den Super G dazu nehmen. Wenn es schwierig läuft, konzentriere ich mich natürlich auf meine Spezialdisziplinen, und versuche da auch erst einmal die Norm für die WM zu schaffen, um dann bei der WM auch ganz vorne dabei zu sein. Es ist aber das Ziel, Schritt für Schritt in den Super G einzusteigen. Aber ich mach mir da keinen Stress. Ich will Super G fahren, aber es darf auf keinen Fall der Slalom oder Riesenslalom darunter leiden. Wenn ich mich gut fühle, und die Zeit es zulässt, würde ich auch gerne mal eine Abfahrt fahren.

Eines deiner Hobbys ist fotografieren. Mit deinem Ausrüster Fischersports hast du uns mit tollen Bildern überrascht. Wie war das Shooting in Ried im Innkreis?

Lena Dürr: Es war wirklich sehr schön. Bei der Firma Fischer war ich vorher erst einmal am Stammsitz. Es war cool, bei der Firma zu sein, die einem viel gibt, und der man auch möglichst viel zurückgeben will. Es war auf jeden Fall eine coole Erfahrung, hat viel Spaß gemacht und die Bilder sind auch ganz gut geworden.

Wie zufrieden bist Du mit der Zusammenarbeit und dem Material von Fischer?

Lena Dürr: Wirklich sehr, sehr, sehr zufrieden. Wir haben den ganzen Sommer viel mit dem Material und auch dem Schuh gearbeitet, weil es einfach eine andere Abstimmung wie früher braucht. Diese Abstimmung haben wir recht gut gefunden. Natürlich ist es immer wichtig, von Rennen zu Rennen zu schauen, wie die Bedingungen sind, um dann auch am Setup Veränderungen vorzunehmen. Wir müssen immer weiter arbeiten und dürfen nicht stehen bleiben. Auch hier gibt es von Fischer immer wieder neue Entwicklungen, die wir gemeinsam testen. Nur so kommt man immer weiter nach oben, und dafür ist Fischer der optimale Partner für mich.

Inwiefern denkst Du schon an die Ski WM 2013 in Schladming?

Lena Dürr: Im Slalom bin ich zurzeit zweitbeste Deutsche hinter Maria (Höfl-Riesch), und bin in der letzten Saison auch sehr gut ins Fahren gekommen. Natürlich muss man erst zweimal unter den Top 15 oder einmal unter den ersten acht sein, um sich zu qualifizieren. Wir haben gute Fahrerinnen im Team, die das auch schaffen können. Deswegen ist der Fokus jetzt auch noch nicht auf der WM, sondern auf die Weltcuprennen gerichtet. Hier muss ich die Leistung abliefern, für die ich den ganzen Sommer trainiert habe, und zeigen, was ich drauf habe. Zunächst ist es für mich wichtig, gute Resultate einzufahren, damit die Sicherheit passt und ich dann bei der WM sagen kann, heute ist der Tag, an dem ich zeige, was ich kann.

Vielen Dank für das Gespräch. Wir wünschen dir eine erfolgreiche und vor allem gesunde WM Saison 2012/13 
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