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Lindsey Vonn gewinnt Riesenslalom Auftaktrennen in Sölden

© Christian Einecke (CEPIX) - Siegerbild - Riesenslalom der Damen in Sölden

© Christian Einecke (CEPIX) - Rebensburg, Vonn, Görgl

Mit einer kleinen Sensation endete das erste Skiweltcup Rennen der Saison 2011/12. Die US Amerikanerin Lindsey Vonn gewinnt in einer Gesamtzeit von 2:24.43 Minuten den Riesenslalom von Sölden auf dem Rentenbachferner. Mit einem hauchdünnen Rückstand von 4 Hundertstel Sekunden reihte sich Vorjahressiegerin Viktoria Rebensburg auf dem 2. Rang ein. Auch im ÖSV Lager konnte man den Saisonauftakt feiern. Elisabeth Görgl (+ 0.40) sicherte sich den 3. Platz auf dem Podest.

Mit ihrem heutigen Sieg schreibt Lindsey Vonn Skigeschichte: Mit ihrem ersten Sieg im Riesentorlauf reiht sich die US Amerikanerin in einen elitären Kreis ein. Schließlich war es vor der Amerikanerin nur vier Läuferinnen (Petra Kronberger, Janica Kostelic, Anja Pärson und Pernilla Wiberg) gelungen, in allen fünf Weltcupdisziplinen ganz oben am Podest zu stehen.

Riesenslalom der Damen in Sölden - Offizieller FIS Endstand - Bitte auf das FIS Logo klicken
Riesenslalom der Damen in Sölden – Offizieller FIS Endstand – Bitte auf das FIS Logo klicken

Lindsey Vonn: „Ich kann es nicht glauben. Ich hab in der letzten Woche nur zwei Tage trainiert, weil ich am Samstag einen Sturz hatte. Ich wollte nur alles ausblenden und Vollgas geben. Vor dem Sturz war ich schnell unterwegs und hatte eine Super-Vorbereitung. Der Riesentorlauf-Sieg war immer schon ein großer Traum von mir. Aber es war eigentlich immer so weit weg. Ich war vor dem 2. Durchgang brutal nervös. Ich hab zu meinem Trainer gesagt: Hoffentlich fahre ich nicht zu vorsichtig. Er hat gemeint: Nimm Risiko, es ist das erste Rennen. Ich hab gewusst: Nach dem Tor am Ende des Steilhangs muss ich alles geben. Ich denke, ich habe da das richtige Timing gehabt.“

Viktoria Rebensburg: „Natürlich ärgern mich die vier Hundertstel schon. Aber ich hab keinen guten 2. Lauf gehabt und daher habe ich mir gedacht, dass ich noch weiter hinten bin. Die Freude kommt jetzt aber immer mehr – ein zweiter Platz ist immer gut.“

Elisabeth Görgl: „Ich bin echt überrascht. Ich hab keinen guten 2. Lauf gehabt und bin nicht in den Rhythmus gekommen. Aber ich hab gekämpft und ich bin glücklich, dass es sich noch ausgegangen ist. Ich wollte nochmals so einen Lauf wie im ersten Durchgang hinlegen, es war aber nicht ganz so fehlerfrei. Umso mehr taugt es mir, dass ich dennoch vorne dabei bin.“

Viel Pech hatte die zur Halbzeit in Führung liegende Italienerin Frederica Brignone. Bereits im oberen Teil, vor der Steilhangeinfahrt stürzte sie und schied aus.

Die Viertplatzierte Französin Tessa Worley versäumt das „Stockerl“ um 40 Hundertstel Sekunden. Maria Pietilae-Holmer aus Schweden beendet das Rennen auf dem 5. Rang.

Neben Elisabeth Görgl konnten sich mit Anna Fenninger (6.) und Kathrin Zettel (7.) zwei weitere  Österreicherinnen unter den ersten Zehn platzieren.

Anna Fenninger: „Mir hat es einfach getaugt, dass ich heute so gut runtergefahren bin. Im Steilhang waren ein paar geniale Schwünge dabei. Ich will gar nicht wissen, was ohne dem Fehler noch drin war. Ich bin einfach happy, dass es so gut gelaufen ist. Training und Rennen sind zwei verschiedene paar Schuhe. Sölden war auch noch nie mein Hang.“

Kathrin Zettel: „Ansatzweise war es wieder die alte Kathrin. Ich hab einen guten Lauf gehabt, manchmal aber eine etwas weite Linie. Auch unten im flachen war es nicht fehlerfrei – aber im Großen und Ganzen bin ich happy.“

Hinter dem Österreichischen Duo reihten sich die Schwedin Jessica Lindell-Vikarby vor der Französin Taina Barioz und der US Amerikanerin Julia Mancuso auf dem 8. Platz ein.

Aus Schweizer Sicht konnte man sich über den 11. Rang von Dominique Gisin freuen, die bei ihrem ersten Weltcup Riesenslalomrennen die Top 10 nur um 6 Hundertstel Sekunden verfehlte.

Auf den Plätzen 12 bis 16 reihten sich Tina Weirather aus Lichtenstein, Lena Dürr aus Deutschland, die Österreicherin Michael Kirchgasser und Lara Gut aus der Schweiz ein.

Die mit Startnummer 50 ins Rennen gegangen Deutsche Barbara Wirth konnte sich hinter Anne-Sophie Barthet aus Frankreich über einen ausgezeichneten 18 Platz und ihre ersten Weltcuppunkte freuen.

Maria Höfl-Riesch verpatzte ihren Saisonstart. Nach einem schweren Fahrfehler im oberen Teil musste Sie sich mit dem 24. Rang begnügen.

Maria Höfl-Riesch: „Der Fehler lag auf jeden Fall bei mir. Ich hatte einen guten Ski. Die Fehler waren bei den beiden Übergängen, wo es wichtig ist dass man richtig über den Aussenski steht. Es ist schade, aber es macht etwas Mut das ich wenigstens im Unterenteil noch einmal etwas aufgeholt habe. Ich hab den Rückstand von 2,3 Sekunden auf 1,6 Sekunden verkürzt und es gibt ja zum Glück auch noch einfachere Riesenslalomhänge als hier in Sölden.“

Ganz ohne Weltcuppunkte musste Manuela Mölgg, die als 11. in den Finallauf ging, die Heimreise antreten. Die Südtirolerin stürzte, ebenso wie ihre Teamkollegin Denise Karbon im 1.Durchgang, im Steilhang und schied aus.

Ein großes Lob muss man dem Veranstalter Team um Söldens Renndirektor Rainer Gstrein aussprechen. Auch mit hohen Startnummern fanden die Athletinnen eine tolle Piste vor.

 

© Christian Einecke (CEPIX) - Rebensburg, Vonn, Görgl

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© Christian Einecke (CEPIX) - Lindsey Vonn

© Christian Einecke (CEPIX) - Lindsey Vonn

© Christian Einecke (CEPIX) - Viktoria Rebensburg

© Christian Einecke (CEPIX) - Viktoria Rebensburg

© Christian Einecke (CEPIX) - Elisabeth Görgl

© Christian Einecke (CEPIX) - Elisabeth Görgl

 

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