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LIVE: 1. Abfahrt der Damen in Crans Montana 2020 (Freitag), Vorbericht, Startliste und Liveticker

LIVE: 1. Abfahrt der Damen in Crans Montana 2020 (Freitag), Vorbericht, Startliste und Liveticker (© Archivio FISI/Gabriele Facciotti/Pentaphoto)

LIVE: 1. Abfahrt der Damen in Crans Montana 2020 (Freitag), Vorbericht, Startliste und Liveticker (© Archivio FISI/Gabriele Facciotti/Pentaphoto)

Bei den Ski Weltcup Damen ist Hochspannung angesagt. Selten waren die Entscheidungen, vier Wochen vor Saison-Ende so offen wie in dieser Saison. Nach der Übernahme der in Rosa Khutor abgesagten Abfahrt werden die Ski Weltcup Rennen der Frauen in Crans-Montana mit drei Rennen – zwei Abfahrten einer Alpinen Kombination (Super-G/Slalom) – zu einer höchst wichtigen Etappe dieser Saison. Nach dem mit Spannung erwarteten Wochenende im Wallis folgen zwar noch drei weitere Stationen (La Thuile, Ofterschwang, Are), aber auf dem Walliser Hochplateau fällt die Entscheidung, wer es in der Abfahrt zum Finale in Cortina d’Ampezzo schafft (16. bis 22. März). Die erste Abfahrt in Crans Montana wird am Freitag um 10.05 Uhr gestartet. Die offizielle FIS Startliste für den 1. Abfahrtslauf am Freitag in Crans Montana, sowie die Startnummern und den FIS Liveticker finden sie im Menü oben.

 

Daten und Fakten zum
7. Abfahrtslauf der Damen in Crans-Montana

FIS-Startliste – 1. Training Crans-Montana
FIS-Liveticker – 1. Training Crans-Montana
FIS-Endstand – 1. Training Crans-Montana
FIS-Startliste – 1. Abfahrt Damen Crans-Montana
FIS-Liveticker – 1. Abfahrt Damen Crans-Montana
FIS-Endstand  1. Abfahrt Damen Crans-Montana

Alle Daten werden sofort nach Eintreffen aktualisiert

 

Nimmt man den bisherigen Saisonverlauf als Massstab, so darf sich das Publikum auf sehr interessante Rennen freuen. Die Ausgangslage ist spannend. Die bisher ausgetragenen sechs Abfahrten ergaben sechs verschiedene Siegerinnen – international verteilt wie nie: Der Reihe nach die Tschechin Ester Ledecka und die Österreicherin Nicole Schmidhofer in Lake Louise, die Schweizerin Corinne Suter in Altenmarkt-Zauchensee, die US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin und die Italienerin Elena Curtoni in Bansko, die Deutsche Viktoria Rebensburg in Garmisch-Partenkirchen. Sieben weitere Athletinnen fuhren mindestens einmal in die Top 3, darunter die Eidgenossinnen Joana Hählen (in Bansko) und Michelle Gisin (Altenmarkt-Zauchensee). Das sind allerdings noch nicht alle Speedspezialistinnen, die am Freitag und Samstag für Spitzenränge in Frage kommen. Stars wie Weltmeisterin Ilka Stuhec, Lara Gut-Behrami, Tina Weirather und Ramona Siebenhofer lechzen gierig nach einer Saison-Podestpremiere in dieser Disziplin.

 

Der Stand im Abfahrts- und Gesamtweltcup

In der Abfahrts-Disziplinenwertung liegt die Schweizerin Corinne Suter mit 317 Punkten vorne. Die abwesende US-Lady Mikaela Shiffrin hat 256 Punkte gesammelt und reiht sich knapp vor Ester Ledecká , die drei Punkte zurückliegt, auf dem zweiten Range ein. Federica Brignone lauert mit 234 Zählern auf dem vierten Platz.

In der Gesamtweltcup-Wertung liegt Brignone noch 113 Punkte hinter der US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin (1225 Weltcuppunkte). Aber auch Petra Vlhova rückt dem Führungsduo immer näher. Auf Shiffrin fehlen der Slowakin noch 154 Weltcuppunkte.

 

Corinne Suter gegen Federica Brignone

Für Corinne Suter wird es also alles andere als einfach, ihre Spitzenposition im Abfahrts-Weltcup zu behaupten. Die Historie lässt erahnen, dass das „Schätzchen der Ski-Nation“ vor allem von Brignone, die zwar noch keinen Abfahrtssieg, aber als einzige schon drei Podestplätze vorzuweisen hat, herausgefordert werden dürfte. Die 29jährige Italienerin hat beste Erinnerungen an Crans-Montana, hat hier 2017, 2018, 2019 dreimal die Kombination gewonnen. Sie wird mithin zusammen mit Wendy Holdener und Petra Vlhova auch als eine Hauptfavoritin für die Kombination Super-G/Slalom am Sonntag gehandelt. Die bisher einzige Prüfung in Altenmarkt-Zauchensee hat sie vor Holdener (0,15 zurück), Marta Bassino und Ester Ledecka gewonnen. Als Vierte der Abfahrtswertung hat Brignone absolut intakte Chancen auf die kleine Kristallkugel. Ja, sie gilt als vielleicht schärfste Rivalin von Suter. Deren erste Verfolgerin Mikaela Shiffrin trauert um ihren verstorbenen Vater und fehlt wie Viktoria Rebensburg, die am Tag nach ihrem Triumph in Garmisch-Partenkirchen die Saison verletzt beenden musste.

So eng wie an der Spitze verläuft der Kampf am Strich nach Platz 25, der die Qualifikation für das finale Rennen in Cortina bedeutet. Von den Schweizerinnen momentan dabei wäre neben Suter (1.), Hählen (14.) und Gisin (19.) auch Lara Gut-Behrami. Als 24. kann sich die Tessinerin ihrer Sache allerdings wie Tina Weirather (25.), Jasmine Flury (30.), Priska Nufer (37.) oder Mirjam Puchner (29.) und Anna Veith (34.) nicht sicher sein.

 

Nina Ortlieb gab den Takt beim 1. Abfahrtstraining vor.

Die Österreicherin Nina Ortlieb dominierte das erste und einzige Training auf der Piste Mont Lachaux im Hinblick auf die Weltcup-Classique der Frauen mit Abfahrten am Freitag (Ersatz für Rosa Khutor) und Samstag sowie Kombination Super-G/Slalom am Sonntag klar. Mit 1:29,05 distanzierte die 23-Jährige aus Lech am Arlberg die von der italienischen Topfavoritin Federica Brignone angeführte Konkurrenz um 0,96 Sekunden und mehr beeindruckend klar. Einen sehr starken Eindruck hinterliessen auch die Schweizerinnen Joana Hählen (3.) und Corinne Suter (5.), die Führende im Abfahrts-Weltcup.

Nina Ortlieb, Tochter des 1992er Olympiasiegers Patrick Ortlieb, freute sich über ihre Topleistung, sagte „ich kam sofort auf Zug und habe offenbar vieles richtig gemacht. Ich mag diese sehr schöne Strecke.“ Sie kennt sie, stand sie hier im Europacup doch schon viermal auf dem Podest. „Das gibt mir Vertrauen“, sagte die Trainingsschnellste weiter, „nun gilt es, alle Aufgaben wie Analyse, Videostudium undsoweiter brav zu erledigen.“ Macht sie am Freitag alles richtig, liegt angesichts des schnellen Schnees eine noch bessere Zeit drin. Zur Erinnerung: 2019 siegte die diesmal verletzt abwesende Sofia Goggia in 1;29,77 vor Nicole Schmidhofer (gestern 4.) und Corinne Suter.

Wie Ortlieb lobten auch Brignone, die hier dreimal in Serie die Kombination und 2019 zudem die Kombinationsabfahrt gewann, Hählen und Suter den Zustand der anspruchsvollen, perfekt vorbereiteten Strecke. Die schnellsten Schweizerinnen scheinen bereit für den Endspurt im Abfahrts-Weltcup. Sie freuen sich auf den Heimauftritt. „Es ist ein schönes Gefühl, in der Heimat zu fahren. Aber ich muss versuchen, mich ganz aufs Skifahren zu konzentrieren“, erklärte Hählen, „mutig muss man immer sein, hier gibt es aber auch einige Stellen, wo man mit Kopf fahren muss.“

 

Crans Montana (SUI)

– Fr., 21.02.2020, 10:05 Uhr (MEZ): Abfahrt Damen (AF)
– Sa., 22.02.2020, 10:30 Uhr (MEZ): Abfahrt Damen (AF)
– So., 23.02.2020, 10:30/13:30 Uhr (MEZ): Alpine Kombination (SK)

 

Die Abfahrtsrennen der Saison 2019/20

  1. Abfahrtsrennen der Damen in Lake Louise

Die erste Abfahrt der Damen im laufenden Ski Weltcup Winter 2019/20 gewann die Tschechin Ester Ledecká vor der Schweizerin Corinne Suter. Die Tirolerin Stephanie Venier wurde Dritte. Hinter der mit der Nummer 1 ins Rennen gegangenen Deutschen Viktoria Rebensburg und der zeitgleichen Vorarlbergerin Nina Ortlieb, belegte Sofia Goggia als beste Italienerin den sechsten Rang. Nicole Schmidhofer, die im Vorjahr mit zwei Abfahrtssiegen in Kanada den Grundstein für den späteren Gewinn der kleinen Kristallkugel legte, musste sich mit Platz sieben anfreunden. Direkt hinter der Steirerin reihte sich mit Kira Weidle die zweitbeste Deutsche auf Position acht ein. Nicol Delago aus Südtirol startete mit einem neunten Rang gut in den neuen Speedwinter. Die besten Elf wurden von der US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin und der norwegischen Trainingsmeisterin Lie Kajsa Vickhoff vervollständigt.

  1. Abfahrtsrennen der Damen in Lake Louise

Die Österreicherin Nicole Schmidhofer gewann die 2. Abfahrt von Lake Louise. Die Steirerin verwies die US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin und die Italienerin Francesca Marsaglia auf die Ränge zwei und drei. Die tschechische Vortagessiegerin Ester Ledecká landete als Vierte dieses Mal nicht unter den besten Drei. Die Schweizerin Corinne Suter verpasste als Fünfte den Sprung auf das Treppchen knapp. Beste Deutsche wurde Kira Weidle auf Platz sechs. Die Französin Romane Miradoli zeigte eine gute Fahrt und schwang als Siebte ab. Tamara Tippler klassierte sich als zweitbeste ÖSV-Athletin auf Rang acht. Viktoria Rebensburg aus Deutschland wurde Neun. Die besten Zehn wurden von Alice McKennis aus den USA komplettiert.

  1. Abfahrtsrennen der Damen in Altenmarkt-Zauchensee

Das Abfahrtsrennen in Zauchensee gewann Corinne Suter aus der Schweiz und schlüpfte so in das rote Trikot der Führenden in der Disziplinenwertung. Nicol Delago aus Südtirol und Suters Mannschaftskollegin Michelle Gisin schwangen auf den Positionen zwei und drei ab. Sofia Goggia und Francesca Marsaglia aus Italien belegten die Ränge vier und fünf. Tina Weirather aus Liechtenstein freute sich über den sechsten Platz. Die zweifache Abfahrtsweltmeisterin Ilka Stuhec klassierte sich hinter der Skirennläuferin aus dem alpinen Fürstentum auf Position sieben. Hinter der Slowenin kam die Tschechin Ester Ledecká als Achte ins Ziel. Beste Hausherrin wurde Stephanie Venier auf Rang neun. Die Top Ten wurden von der Swiss-Ski-Dame Lara Gut-Behrami vervollständigt.

  1. Abfahrtsrennen der Damen in Bansko (Ersatzabfahrt für Val d’Isere)

Bei der Ersatzabfahrt für Val d’Isere siegte die US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin vor der Italienerin Federica Brignone und der Eidgenossin Joana Hählen. Die azurblaue Skirennläuferin Elena Curtoni (+0,32) preschte auf Rang vier vor. Marta Bassino wurde als drittbeste Italienerin Fünfte. Eine großartige Leistung bot die Slowakin Petra Vlhová, die mit der hohen Nummer 32 ausgezeichnete Sechste wurde. Romane Miradoli aus Frankreich schwang als Siebte ab. Ein gutes Ergebnis zeigte Kira Weidle. Die DSV-Starterin lies als Achte die schlechte Fahrt von Altenmarkt-Zauchensee vergessen. Beste Österreicherin wurde Ramona Siebenhofer als Neunte. Die US-Amerikanerin Breezy Johnson klassierte sich auf Rang zehn.

  1. Abfahrtsrennen der Damen in Bansko

Bei der zweiten Abfahrt der Damen in Bansko stürmten gleich drei Italienerinnen auf das Podest. So siegte Elena Curtoni vor ihren Mannschaftskolleginnen Marta Bassino und Federica Brignone. Mikaela Shiffrin aus den USA, die gestern die erste Abfahrt für sich entschieden hatte, klassierte sich auf Platz vier. Ihre Landsfrau Breezy Johnson wusste als Fünfte zu überzeugen. Beste Deutsche wurde Kira Weidle, die als Sechste abschwang und sich im Vergleich zum Vortag etwas verbessern konnte. Mit der hohen Startnummer 33 preschte die Österreicherin Elisabeth Reisinger noch auf Platz sieben. Ihre Teamkollegin Nina Ortlieb wurde Achte. Sie verwies die Schweizerinnen Corinne Suter und Lara Gut-Behrami auf die Plätze acht und neun.

  1. Abfahrtsrennen der Damen in Garmisch-Partenkirchen

Viktoria Rebensburg gewann die Damenabfahrt vor heimischer Kulisse in Garmisch-Partenkirchen. Die Athletin des SC Kreuth verwies die Italienerin Federica Brignone und die Tschechin Ester Ledecká auf die Plätze zwei und drei. Brignones Teamkollegin Sofia Goggia landete als Vierte knapp hinter einem Podestrang. Die in der Disziplinenwertung führende Schweizerin Corinne Suter beendete das Rennen auf Platz fünf. Die Slowenin Ilka Stuhec schwang als Sechste ab. Die Eidgenossin Joana Hählen beendete die heutige Abfahrt auf Position sieben. Die Technikspezialistin Petra Vlhová zeigte eine starke Fahrt und wurde vor der Italienerin Francesca Marsaglia und der besten ÖSV-Dame Elisabeth Reisinger Achte.

 

Blick zurück: Das Abfahrtsrennen der Damen
in Crans-Montana 2018/19

Die imposante Bergwelt des Schweizer Kantons Wallis lud die Speeddamen zur fünften Saisonabfahrt in Crans-Montana ein. Dabei gab es allerhand Probleme mit der Zeitnahme. Dessen ungeachtet raste Sofia Goggia aus Italien auf Platz eins. Die Steirerin Nicole Schmidhofer wurde vor der Hausherrin Corinne Suter Zweite. Joana Hählen wurde ein Opfer der chaotischen Zeitmessung. Die Eidgenossin rutschte vom zwischenzeitlichen zweiten auf den vierten Rang zurück. Stephanie Venier schwang vor der Tessinerin Lara Gut-Behrami auf Position fünf ab. Goggias Teamkolleginnen Federica Brignone und Nadia Fanchini reihten sich dahinter auf den Positionen sieben und acht ein. Als viertbeste Eidgenossin konnte sich Jasmine Flury über Rang neun freuen. Die Französin Romane Miradoli schwang als Zehnte ab. Überschattet wurde das Rennen vom Sturz der frischgebackenen Abfahrtsweltmeisterin Ilka Stuhec aus Slowenien, die aufgrund ihrer schweren Knieverletzung von nun an bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Rennen mehr bestreiten konnte.

 

Quelle: skicm-cransmontana.ch & Eigene Recherchen 

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