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LIVE: 2. Abfahrtstraining der Herren in Kitzbühel 2021, Vorbericht, Startliste und Liveticker – Startzeit: 11.30 Uhr

LIVE: 2. Abfahrtstraining der Herren in Kitzbühel 2021, Vorbericht, Startliste und Liveticker - Startzeit: 11.30 Uhr

LIVE: 2. Abfahrtstraining der Herren in Kitzbühel 2021, Vorbericht, Startliste und Liveticker – Startzeit: 11.30 Uhr

Langsam aber sicher wird es ernst für die Speed-Piloten in Kitzbühel. Am Mittwoch bestritten die waghalsigen Rennfahrer das erste Abfahrtstraining auf der Streif. Dabei war die wohl erfreulichste Nachricht, dass alle Rennläufer ohne Sturz und Verletzungen ins Ziel kamen. Am Donnerstag um 11.30 Uhr steht nun das 2. und abschließende Abfahrtstraining auf dem Programm. Die offizielle FIS Startliste für das 2. Abfahrtstraining am Donnerstag in Kitzbühel, sowie die Startnummern und den FIS Liveticker finden sie im Menü oben.

 

Daten und Fakten (Hahnenkammabfahrt)
4. Ski Weltcup Abfahrt der Herren in Kitzbühel 2020/21

FIS-Startliste: 1. Abfahrtstraining in Kitzbühel
FIS-Liveticker: 1. Abfahrtstraining in Kitzbühel
FIS-Endstand: 1. Abfahrtstraining in Kitzbühel
FIS-Startliste: 2. Abfahrtstraining in Kitzbühel
FIS-Liveticker: 2. Abfahrtstraining in Kitzbühel
FIS-Endstand: 2. Abfahrtstraining in Kitzbühel

Gesamtweltcupstand der Herren 2020/21
Weltcupstand Abfahrt der Herren 2020/21

Nationencup: Herrenwertung
Nationencup: Gesamtwertung

Alle Daten werden sofort nach Eintreffen aktualisiert

 

Die erste Schlacht auf der legendären „Streif“ ist geschlagen. Die Tagesbestzeit beim 1. Abfahrtstraining in Kitzbühel ging an den US-Amerikaner Ryan Cochran-Siegle, der sich zurzeit in der Form seines Lebens befindet. Er meisterte den oft zitierten „Höllenritt“ in einer Gesamtzeit von 1:56.89 Minuten und war am Ende 35 Hundertstelsekunden schneller als sein Landsmann Travis Ganong. Als bester ÖSV-Athlet reihte sich Hannes Reichelt vor dem Schweizer Beat Feuz auf dem dritten Rang ein. Mit Jared Goldberg konnte sich ein weiterer US Amerikaner innerhalb der Top 5 klassieren. Für ein Ausrufezeichen sorgten auch die DSV-Rennläufer Andreas Sander und Romed Baumann auf den Rängen sechs und sieben.

Bericht zum 1. Abfahrtstraining in Kitzbühel am Mittwoch – bitte hier klicken

 

Auch wenn es in diesem Winter in Kitzbühel gleich drei spannende Speedrennen ausgetragen werden, müssen die Fans draußen bleiben. Auch gibt es keine Promiveranstaltungen oder gesellschaftliche Höhepunkte. Das Rahmenprogramm, das hauptsächlich aus dem Wortspiel „gesehen und gesehen werden“ zusammengesetzt wird, fällt coronabedingt ins Wasser. Somit stehen im Fokus des Interesses nur die wagemutigen Athleten, die zwei Abfahrten und einen Super-G bestreiten.

Der Oberösterreicher Vincent Kriechmayr hat den Humor nicht verloren, indem er die Ski-Asse nur als Belustigung für die Prominenz und als Statisten beschrieb. Natürlich ist es für ihn nicht fein, ohne Fans zu fahren, denn die wahren Stimmungskanonen säumen den Zielraum und stehen längs der Piste. Er sieht das Ganze als anziehend und faszinierend, wie Hunderte Menschen den Athleten Mut zusprechen und motivieren. Sportlich gesehen ändert sich nichts; es ist immer eine Herausforderung, die „Streif“ mit all ihren Schlüsselstellen und Tücken zu überwinden. Außerdem sei die Strecke sehr fordernd und auch furchteinflößend. Dazu braucht man nicht viel; ein Blick in die über 80-jährige Rennhistorie reicht vollkommen aus.

Für alle ist ein ruhiges Kitzbühel fast nicht vorstellbar, mehr noch: ein Neuland. Das bunte und hektische Treiben in der Gamsstadt und im direkten Umfeld wurde in dieser Saison einmal zu den Akten gelegt. Die „Streif“ lebt von den Fans, der positiv aufgebrachten Stimmung. Aber trotzdem sehen es die schnellen Herren als Privileg an, den Sport auszuüben, der ihnen so viele Emotionen schenkt, auszuüben. Dass es sogar drei Chancen gibt, in Kitzbühel aufs Podest zu fahren, macht das Ganze noch interessanter.

Vorjahressieger Matthias Mayer betont, dass es heuer bloß um den Sport gehen würde. Er sieht sich nicht als den Feiertyp schlechthin, sondern will auf der Piste zu den Schnellsten zu gehören. Dass die Menschenmassen zu den Hahnenkammrennen dazu gehören, weiß auch der Kärntner. Auch ohne Schlachtenbummler geht es darum, eine gute Fahrt zu zeigen. Und diese Möglichkeit, wie beschrieben, bietet sich den Skirennläufern in dieser etwas anderen Saison gleich dreimal.

 

Das Rennen auf der legendären Streif in Kitzbühel

Sie gilt als eine der schwierigsten Abfahrten der Welt, die Streif. Ausgetragen wird die Königsdisziplin am Hahnenkamm nach dem, ebenfalls zu den Klassikern zählenden, Lauberhornrennen im schweizerischen Wengen. 1937 wurde erstmals auf der heutigen Streif gefahren. Das erste Rennen entschied der Österreicher Thaddäus Schwabl mit einer Zeit von 3:53,1 Minuten für sich. Den bis heute gültigen Streckenrekord hält Fritz Strobl, er überquerte im Jahr 1997 nach 1:51,58 Minuten die Ziellinie.

Der Start

Von Beginn an galt die Streif als besonders. Aus dem 1.665 Meter hoch gelegenen Starthaus geht es in den Startschuss. „Es gibt kein Startraum wo so eine Stille herrscht wie auf der Streif. Da ist eine ganz besondere Atmosphäre“, erzählt OK-Chef Michael Huber.

Die Mausefalle & der Steilhang

Auf dem 160 Meter langen und 51 Prozent steilen Starthang erreichen die Rennläufer nach nur 8,5 Sekunden die Mausefalle. Es folgt der erste Sprung, der zugleich auch der Weiteste ist. Bis zu 80 Meter fliegen die Athleten auf dem mit 85 Prozent Gefälle steilstem Stück der Streif. Die Geschwindigkeit steigt auf 110 bis 120 Kilometer pro Stunde (km/h) an. Das „Karussell“ vor dem Steilhangeinfahrt entscheidet in großem Maße über Sieg oder Niederlage. Kurzzeitig müssen die Läufer Fliehkräfte von 3,1 g aushalten.

Der nachfolgende “Steilhang” zählt zu den technischen Gustostücken im Weltcup. Nur mit perfekt geschliffenen Kanten und einem exakten Timing kann die eisigste Stelle dieses technisch anspruchsvollen Abschnitts optimal gefahren werden.

Der Brückenschuss, das Geschöss & die alte Schneise

Mit möglichst viel Geschwindigkeit geht es anschließend in den Brückenschuss und das Gschöss. „Dort muss man gleiten können“, berichten Insider, ein schneller Ski und gute Kondition sind gefragt. Mit einem kleinen Sprung geht es in die schräg hängende „Alte Schneise“ rein und zur Anfahrt auf den Seidlalmsprung.

Der Seidlalmsprung

Seit 1994 gibt es den Seidlalmsprung, es ist genau die Mitte der Rennstrecke. In tiefer Hocke fahren die Athleten auf den Sprung zu, ohne zu sehen was danach kommt. Nur keinen Fehler machen! Hier muss im Sprung nach rechts gedreht werden, um die Einfahrt zur langgezogenen Seidlalmkurve gut zu erwischen.

Der Lärchenschuss & Hausberg

Nach einem beinahe 90° Turn kommt man in den Lärchenschuss, Anfahrt Oberhausberg. Nach einem energieraubenden „S“, bei dem man nicht zögern darf, springt man über die Hausbergkante in eine Kompression, gefolgt von einem fordernden Linksschwung, in die Hauberg Traverse bzw. Querfahrt.

Die Piste wird unruhiger, die Muskeln brennen, die Athleten werden durchgeschüttelt und vor allem muss die Ideallinie gehalten werden. Höchste Anforderungen an Mensch und Material werden bei 100 bis 110 km/h verlangt auf der Querfahrt.

Der Zielsprung

Dann kommt der Zielsprung, Hocke und runter geht es zum Zielsprung, höchste Geschwindigkeiten werden hier gefahren, bis zu 150 km/h. Die Kompression vor dem Zielsprung drückt die Rennläufer regelreich auf die Piste und anschließend heben sie in den finalen Zielhang ab. Die Zuschauer feiern die Rennläufer nochmals richtig an. Endlich das Ziel, abschwingen und ein schneller Blick auf die Zeituhr. Enttäuschung und Freude liegen hier eng beieinander. Sieger sind sie alle, die die Streif bewältigen.

 

Hahnenkamm Programm 2021

Mittwoch, 20. Jänner
11.30 Uhr: 1. Abfahrtstraining auf der Streif

Donnerstag, 21 Jänner
11.30 Uhr: 1. Abfahrtstraining auf der Streif

Freitag, 22. Jänner
11.30 Uhr: 1. Hahnenkamm Abfahrt / Ersatz Wengen

Samstag, 23 Jänner
11.30 Uhr: Traditionelle Hahnenkamm Abfahrt 2021

Sonntag, 24. Jänner
10.20 Uhr: Hahnenkamm Super-G 2021

 

Herren Abfahrtsrennen der Saison 2020/21

  1. Abfahrtslauf der Herren in Val d’Iser

Am dritten Adventsonntag wurde im französischen Val d’Isère die erste Herren-Abfahrt in der Ski-Weltcup Saison 2020/21 ausgetragen. Dabei triumphierte der Slowene Martin Cater vor dem Österreicher Otmar Striedinger und dem Schweizer Urs Kryenbühl. Mit dieser Reihenfolge hatte wohl niemand gerechnet. Auf Rang vier schwang der Norweger Aleksander Aamodt Kilde ab. Der Franzose Johan Clarey belegte bei seinem Heimrennen den fünften Platz. Beat Feuz aus der Schweiz, der immer konstante Ergebnisse erzielt und die vierte kleine Kristallkugel en suite gewinnen möchte, landete heute auf Position sechs. Der Deutsche Andreas Sander zeigte eine sehr gute Vorstellung und beendete seinen Arbeitstag auf Rang sieben. Matthias Mayer aus Österreich, er ist wie Striedinger im südlichsten Bundesland der Alpenrepublik daheim, schwang als Achter ab. Romed Baumann aus Deutschland, eigentlich ein Tiroler, konnte sich über Platz neun freuen. Die besten Zehn wurden vom wieder genesenen Südtiroler Dominik Paris komplettiert.

  1. Abfahrtslauf der Herren in Gröden

Der Norweger Aleksander Aamodt Kilde gewann die Skiweltcup-Abfahrt der Herren in Gröden. Auf Position zwei schwang der US-Amerikaner Ryan Cochran-Siegle ab. Der Schweizer Beat Feuz kletterte als Dritter auf die niedrigste Stufe des Podests. Sehr gut präsentierten sich die US-Amerikaner Bryce Bennett und Jared Goldberg auf den Positionen vier und sechs. Lediglich Kildes Mannschaftskollege Kjetil Jansrud schob sich dazwischen; er war auf die Hundertstelsekunde gleich schnell wie Bennett unterwegs. Ein erfreuliches und kräftiges Lebenszeichen gab es von Carlo Janka zu vermelden, der als Siebter abschwang. Bester Deutscher war Romed Baumann; er belegte den achten Platz. Die besten Zehn wurden von den beiden Österreicherin Max Franz und Matthias Mayer vervollständigt.

  1. Abfahrtslauf der Herren in Bormio

Mit dem Abfahrtsklassiker auf der ‚Stelvio‘ wurde in Bormio das letzte Skirennen des Kalenderjahres 2020 ausgetragen. Dabei beendete Matthias Mayer die lange, sieglose Serie des ÖSV. Knapp dahinter reihte sich sein Teamkollege Vincent Kriechmayr auf Platz zwei ein. Auch der Rückstand des auf Rang drei abschwingenden Schweizers Urs Kryenbühl war alles andere als riesengroß. Dominik Paris, der fünffache Bormio-Abfahrtssieger verpasste hauchdünn den Sprung aufs Podest. Hinter dem Vierten aus dem Ultental klassierte sich Kryenbühls Landsmann Mauro Caviezel auf Position fünf. Der Norweger Aleksander Aamodt Kilde war etwas zu brav unterwegs und landete auf den für ihn wohl enttäuschenden sechsten Platz. Der US-Amerikaner Ryan Cochran-Siegle, der sowohl die Abfahrtstrainings auf der Stelvio als auch den Super-G dominierte, positionierte sich auf Rang sieben. Die Franzosen Matthieu Bailet und Johan Clarey reihten sich auf den Plätzen acht und neun ein. Beat Feuz vom Swiss-Ski-Team und seines Zeichens der beste Abfahrer der jüngeren Geschichte, musste sich mit der zehnten Position begnügen.

 

Blick zurück: Saison 2019/20
Abfahrtslauf der Herren in Kitzbühel

Die Nummer 13 hat dem Kärntner Matthias Mayer Glück gebracht. Der ÖSV-Athlet gewann die legendäre Abfahrt in Kitzbühel und verwies der das zeitgleiche Duo Vincent Kriechmayr aus Österreich und Beat Feuz aus der Schweiz auf den zweiten Rang. Die Franzosen zeigten auch, was in ihnen steckt. So klassierten sich Johan Clarey und Maxence Muzaton auf den Plätzen vier und fünf. Der Norweger Kjetil Jansrud, der am Vortag den Super-G für sich entschieden hatte, schwang als Sechster ab. Romed Baumann aus Deutschland belegte den siebten Platz. Die besten Zehn wurden von Bryce Bennett aus den USA, Jansruds Mannschaftskollegen Aleksander Aamodt Kilde und vom Eidgenossen Carlo Janka vervollständigt.

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