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LIVE: 2. Abfahrtstraining der Herren in Kitzbühel auf der Streif, Vorbericht, Startliste und Liveticker

Kitzbühel bereit für Training 2

Kitzbühel bereit für Training 2

Am Mittwoch steht in Kitzbühel auf der berühmt, berüchtigten Streif das 2. Training für die Hahnenkamm Abfahrt am Samstag auf dem Programm. Der Start für die 2. Trainingseinheit ist für 11.30 Uhr angesetzt. (Die offizielle Startliste und den Liveticker finden Sie in unserer Navigationsleiste oben)

Die schnellste Zeit bei der ersten Trainingseinheit erzielte Sieger Aksel Lund Svindal. Der Norweger meisterte die Streif in einer Zeit von 1:59.34 Minuten um 25 Hundertstel Sekunden schneller als der Österreicher Hannes Reichelt. Rang 3 sicherte sich Svindals Landsmann Kjetil Jansrud (+ 0.66). Als bester Schweizer Speedpilot klassierte sich Marc Gisin (+ 1.22) auf einen ausgezeichneten 4. Rang.

Sechs Athleten feiern in diesem Jahr ihr Debut auf der Streif: Neben den beiden Österreichern Florian Scheiber  und Matthias Mayer sind auch Thomas Biesemeyer (USA), Marvin van Heek (NED), Klemen Kosi (SLO) und Yuri Danilochkin (BLR) am Start.

Beim 1. Abfahrtstraining Training sammelten sie das erste Mal auf der berühmten Strecke in der Mausefalle, im Steilhang, am Hausberg, in der Traverse und im Zielschuss erste Erfahrungen.  Wobei die beiden Österreicher die guten Plätze 8 (Mayer)  und 17 (Scheiber) von 52 erreichten.

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Es ist ein Spiel mit dem Feuer und jeder Rennläufer muss sich der Gefahr bewusst sein. Auf den Athleten wartet die gefährlichste Ski-Piste der Welt – die Streif in Kitzbühel. Jedes Jahr stürzen Fahrer, jedes Jahr müssen die Rettungs-Sanitäter einen Sportler ins Krankenhaus fliegen. Und dennoch ist das Hahnenkamm-Rennen Kult. Sowohl bei den Zuschauern, als auch bei den Fahrern.

Nicht wenige Athleten würden einen Sieg bei der Hahnenkamm Abfahrt auf der Streif in Kitzbühel ohne zu zögern gegen einen Olympia-Sieg oder einen WM-Titel eintauschen.

Das ist die Streif: Gleich nach dem steilen Start ist von den Fahrern viel Mut gefordert. Wer kein Selbstvertrauen hat, der bekundet beim Sprung bis über 50 Meter die ersten Probleme. Die Mausefalle ist mit 85 Prozent Gefälle der steilste Punkt der Streif. Es folgt eine Kompression, in welcher die Fahrer extremen Fliehkräften ausgesetzt sind.

Karusellkurve: Die S-Kurvenkombination ist der nächste Schlüsselpunkt und bildet die Einfahrt in den Steilhang. Der lange Rechtsschwung am Ende entscheidet über das Tempo, möglichst wenig rutschen ist wichtig. Holt ein Fahrer vor dem Bogen aus, kann sich das durchaus als Vorteil erweisen.

Steilhang und Gschöss: Im Steilhang sind die technischen Anforderungen sehr hoch. Perfekte Kanten und optimales Timing sind nötig um die Tore richtig zu erwischen. Normalerweise ist die Stelle völlig vereist. Möglichst viel Tempo mitnehmen ist wichtig, da mit dem Gschöss eine 650 Meter lange Gleiterpassage folgt. Hier entscheiden gutes Material, starke Kondition und gutes Gleitvermögen.

Alte Schneise, Seidlalm: Die alte Schneise ist eine unruhige und riskante Schrägfahrt, welche von einem raschen Gelände- und Lichtwechsel gefolgt wird. Über die Seidlalm ist Geduld und perfekte Körperspannung gefragt. Wer sich hier aufrichtet, verliert wertvolle Hundertstel.

Lärchenschuss: Ein erneutes Gleiterstück ist der Lärchenschuss, Tempo bis 102 km/h werden erreicht. Mental befinden sich die Fahrer bereits in der Vorbereitung auf den nächsten schweren Abschnitt. Die Beine brennen, manch einer stößt langsam an seine körperlichen Grenzen.

Hausbergkante: In den Trainings stand eine Nebelwand über der Hausbergkante, was den Sprung zusätzlich erschwerte. Es folgt eine schwierige Linkskurve über eine Welle, es gilt möglichst hoch in die Querfahrt einzufahren.

Querfahrt: Viele Bodenwellen machen die Querfahrt zu einer Schütteltortur, möglichst nicht abheben ist gefragt. Oft werden hier die Fahrer nach unten getrieben und büßen die hohe Linie ein. Diese wäre wichtig um nochmals volles Tempo in den Zielschuss mitzunehmen.

Zielschuss und Zielsprung: Im Zielschuss erreichen die Athleten die höchste Geschwindigkeit des Rennens, mit bis zu 140 km/h rasen sie über die letzten Meter. Trotz der Müdigkeit müssen sich die Fahrer nochmals zusammennehmen, sonst verkommt der Zielsprung zum Unfallort. Schließlich treffen die Pistenraser auf der „Rasmusleitn“ in direkter Nähe der Stadt im Zielraum ein. Wer hat die Schlüsselstellen am besten gemeistert?

Das erste Rennen auf der Streif gewann 1931 Ferdl Friedensbacher mit einer Zeit von 4:34,2. Den Streckenrekord setzte 1997 der Österreicher Fritz Strobl mit 1:51,58.

 

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