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LIVE: Abfahrt der Herren in Bormio 2018, Vorbericht, Startliste und Liveticker

Schnell, eisig, hart, schwer, ruppig, kräfteraubend - alle diese Attribute treffen in diesem Jahr auf die 'Pista Stelvio' zu.

Schnell, eisig, hart, schwer, ruppig, kräfteraubend – alle diese Attribute treffen in diesem Jahr auf die ‚Pista Stelvio‘ zu.

High Noon – Die Stunde der Entscheidung. Mit Hochspannung wird die 4. Abfahrt der WM-Saison 2018/19 in Bormio erwartet. In diesem Jahr präsentiert sich die ‚Pista Stelvio‘ extrem eisig und könnte so ihren Namen „Das Biest“ gerecht werden. Für die Skifans heißt es am Freitag um 11.30 Uhr im Sessel Platz nehmen, anschnallen und Daumen drücken, dass alle Rennläufer den Kampf mit der ‚Pista Stelvio‘ unfallfrei überstehen. Die offizielle FIS Startliste für die Abfahrt am Freitag, sowie die Startnummern und den FIS Liveticker finden sie im Menü oben.

Schnell, eisig, hart, schwer, ruppig, kräfteraubend – alle diese Attribute treffen in diesem Jahr auf die ‚Pista Stelvio‘ zu. Bereits beim ersten und zweiten Abfahrtstraining konnten sich die Speed-Rennläufer mit der Piste vertraut machen. Im Abschlusstraining war Vincent Kriechmayr am Schnellsten unterwegs, und zählt so morgen zu den Favoriten.

Vincent Kriechmayr: „Es war ein tolles Training, auch wenn es wirklich sehr hart war. Ich hoffe nur, dass ich im Rennen auch so erfolgreich sein kann und die richtige Linie wähle. Es wird nicht einfach werden. Ich glaube, diese Stelvio könnte die härteste und schwierigste Abfahrt dieser Saison werden“.

Im ersten Abfahrtstraining hatte der Südtiroler Christof Innerhofer die Skispitzen vorne. Auch bei der zweiten Übungseinheit war der Gaiser lange mit Bestzeit unterwegs, bis er seinen Lauf abbrach um etwas Energie für das Rennen am Freitag zu sparen.

Christof Innerhofer: „Ich bin auch heute mit meiner Leistung sehr zufrieden. Ich habe etwas anderes ausprobiert und fühle mich besser als am Mittwoch. Im letzten Teil habe ich versucht, etwas Energie für das Rennen zu sparen, auch weil die Skier schlugen und der Schnee im Mittelteil noch eisiger war. Morgen wird die gesparte Energie benötigt. Das Rennen wird eine große Herausforderung sein. Ein gutes Skifahren unter diesen Bedingungen ist schwierig. Vielleicht wird es unmöglich sein, perfekt zu sein, aber der Sieg liegt beim Anfahren einiger wichtiger Kurven. Ich bin konzentriert und bereit.“

Daten und Fakten
4. Skiweltcup-Abfahrt der Herren in Bormio 2018/19

Offizielle FIS-Startliste – 1. Abfahrtstraining in Bormio
Offizieller FIS-Liveticker – 1. Abfahrtstraining in Bormio
Offizieller FIS-Endstand – 1. Abfahrtstraining in Bormio
Offizielle FIS-Startliste – 2. Abfahrtstraining in Bormio
Offizieller FIS-Liveticker – 2. Abfahrtstraining in Bormio
Offizieller FIS-Endstand – 2. Abfahrtstraining in Bormio
Offizielle FIS-Startliste – Abfahrt der Herren in Bormio
Offizieller FIS-Liveticker – Abfahrt der Herren in Bormio
Offizieller FIS-Endstand – Abfahrt der Herren in Bormio

Alle Daten werden sofort nach Eintreffen aktualisiert

Bereit ist auch Vorjahressieger Dominik Paris, der bei den Trainings ebenfalls schnell unterwegs war, jedoch noch nicht alle Karten auf den Tisch legte. Der Südtiroler konnte bereits in der Saison 2012/13 und 2017/18 den Sieg auf der Stelvio einfahren.

Dominik Paris: „Verdammt, dieser Schnee ist noch härter als gestern. Ich versuchte, ein paar Teile enger zu fahren, um die beste Linie zu finden, aber ich muss morgen meinen Lauf noch etwas anpassen. Jedenfalls geht es mir gut und ich hoffe, dass bis zum Ende alles gut geht. Drei Siege hier auf der Stelvio? Das wäre ein Traum und die Hoffnung lebt.“

Außer Aleksander Aamodt Kilde schonten die Norwegischen Mitfavoriten am Donnerstag ihre Kräfte. So verzichtete Aksel Lund Svindal auf einen Start, Kjetil Jansrud klassierte sich mit Zeitrückstand, ebenso wie der Österreich Max Franz außerhalb der Top 30 ein.

Zu den weiteren Favoriten am Samstag sind auch die Österreicher Hannes Reichelt und Matthias Mayer, sowie der Schweizer Abfahrts-Weltmeister Beat Feuz und dessen Teamkollege Mauro Caviezel zu zählen.

Auch wenn der Österreicher Daniel Hemetsberger und Ryan Cochran-Siegle aus den USA, bei beiden Trainingseinheiten mit hohen Startnummern überzeugen konnten, wäre ein Sprung in die Top Ten eine große Überraschung.

Die «Pista Stelvio»

Die Abfahrt beginnt gleich mit dem steilsten Stück der gesamten Strecke. Der Startschuss hat eine Neigung von 63 % – das ist der steilste Start aller Weltcup-Abfahrten. In kurzen Abständen folgen eine Rechts- und eine Linkskurve. Letztere geht fließend in den Roccasprung über. Eine weitere Rechtskurve führt in die 300 Meter lange Hochgeschwindigkeitspassage Canalino Sertorelli.

Nach einer langgezogenen Linkskurve in das kurze Flachstück Fontana Lunga folgen die anspruchsvollsten und kurvenreichsten Stellen der Abfahrt, die so genannten Hermelin-Kurven und die Traverse Carcentina. Über den kurzen Abschnitt Ciuk geht es weiter zum San-Pietro-Sprung mit Weiten um die 40 Meter.

Der darauf folgende San-Pietro-Schuss ist die schnellste Passage der Strecke, wo Geschwindigkeiten bis zu 140 km/h erreicht werden. Auch die letzten Abschnitte der Pista Stelvio, Bosco Alto und Feleit, bestehen vorwiegend aus schnellen Kurven. Den Abschluss bilden der Zielsprung und der Zielschuss.

Blick zurück – Saison 2017/18

Beim Bormio-Comeback im letzten Jahr konnte sich der Ultner Modellathlet Dominik Paris über den Sieg in Bormio freuen. Der Südtiroler setzte sich mit einem Vorsprung von vier Hundertstelsekunden gegen den Norweger Aksel Lund Svindal durch. Auch dessen Teamkollege Kjetil Jansrud wies nur einen Rückstand von 0,17 Sekunden auf. Bester Schweizer wurde Beat Feuz auf Rang vier. Hinter dem amtierenden Abfahrtsweltmeister schwang Hannes Reichelt auf Position fünf ab. Olympiasieger Matthias Mayer wurde Sechster.

Das Skiweltcup-Programm für Bormio 2018

Freitag 28.12.2018
11.30 Uhr: Abfahrtslauf der Herren in Bormio
17.00 Uhr: Vitalini Speed Contest – Ski-Stadion

Samstag 29.12.2018
11.45 Uhr: Super-G der Herren in Bormio

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