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LIVE: Abfahrt der Herren in Gröden 2020 – Vorbericht, Startliste und Liveticker

LIVE: Abfahrt der Herren in Gröden 2020 - Vorbericht, Startliste und Liveticker

LIVE: Abfahrt der Herren in Gröden 2020 – Vorbericht, Startliste und Liveticker

Gröden – Nun erreicht der Weltcupzirkus der Männer Südtirol. Der Abfahrtsklassiker in Gröden inmitten der ladinischen Dolomiten geht am Samstag um 11.45 Uhr über die Bühne. Vielleicht erleben wir, wenn die Sonne hinter dem Langkofel zum Vorschein kommt und zu blinzeln beginnt, auf der Saslong eine ähnliche Sensation wie am letzten Samstag in Frankreich, denn mit dem mit der hohen Startnummer 41 ins Rennen gegangenen Sieger Martin Cater hatte niemand gerechnet. (Die offizielle FIS-Startliste und die Startnummern, aber auch den FIS-Liveticker finden Sie, nach Eintreffen, in unserem Menü oben!)

Alle machen Jagd auf den Slowenen Martin Cater, der in Val d’Isère. Auch wenn der Slowene Martin Cater in Val d’Isère gewonnen hat, dürfen wir ihn nicht als großen Favoriten ansehen.

 

Daten und Fakten
2. Skiweltcup-Abfahrt der Herren in Gröden 2020/21

Offizielle FIS-Startliste – 1. Abfahrtstraining in Gröden
Offizieller FIS-Liveticker – 1. Abfahrtstraining in Gröden
Offizieller FIS-Endstand – 1. Abfahrtstraining in Gröden
Offizielle FIS-Startliste – 2. Abfahrtstraining in Gröden
Offizieller FIS-Liveticker – 2. Abfahrtstraining in Gröden
Offizieller FIS-Endstand – 2. Abfahrtstraining in Gröden
Offizielle FIS-Startliste – Abfahrt der Herren in Gröden
Offizieller FIS-Liveticker – Abfahrt der Herren in Gröden
Offizieller FIS-Endstand – Abfahrt der Herren in Gröden

Alle Daten werden sofort nach Eintreffen aktualisiert

 

Die Südtiroler hoffen natürlich, dass Dominik Paris nach einem erfolgreichen Comeback in Val d’Isère auch zuhause eine gute Fahrt hinlegen wird. Beat Feuz, der als Schweizer konstant fährt und seine Top-Resultate wie ein Uhrwerk abliefert, will die vierte kleine Kristallkugel in Folge gewinnen. Dazu muss er wieder nur ankommen. Dass ein Top-Ergebnis herauskommt, liegt in der Natur der Dinge und scheint die Konkurrenz nicht mehr zu erschüttern.

Die Österreicher glauben an das Können von Matthias Mayer und Vincent Kriechmayr. Letzterer kommt gerne nach Gröden zurück, denn er hatte im vergangenen Winter hier im Super-G triumphiert. Doch im Team Austria hat mit Otmar Striedinger, seines Zeichens ein Kärntner, jemand Blut geleckt. Der zweite Platz in Val d’Isère ist sicher eine Visitenkarte, die man gerne auch in Südtirol ausspielen will. Doch die Strecken sind anders, die Voraussetzungen gleich. Man kann nie im Voraus wissen, was passiert. Und ein Platz unter den besten Fünft könnte Striedinger durchaus Auftrieb geben.

Die Schweizer sind nicht durch Marco Odermatt erfolgreich. Urs Kryenbühl raste in Val d’Isère auf das Podest und belegte den dritten Rang. Selbst wenn die ersten Drei in Frankreich selbst über ihre Erfolge überrascht waren, wollen sie weiter erfolgreich sein. Und die Eidgenossen wünschen sich, dass wieder einmal Carlo Janka, seines Zeichens vor der Hirscher-Ära noch Gesamtweltcupsieger, erfolgreich sein kann.

Ob Mauro Caviezel an den Start gehen kann, ist aufgrund seines gebrochenen Zeigefingers noch fraglich. Die Franzosen Johan Clarey, Maxence Muzaton und der im Training gut fahrende Nils Alphand wollen wie die Wikinger Aleksander Aamodt Kilde und Kjetil Jansrud bei der zweiten Abfahrt im WM-Winter 2020/21 ordentlich punkten.

Die Deutschen Romed Baumann und Andreas Sander haben auf der Oreiller-Killy-Piste einen ordentlichen Saisonstart hingelegt. Auch Pepi Ferstl kann dazu beitragen, dass aus dem deutschen Duo ein erfolgreiches Trio wird. Über seine Fähigkeiten in den Speeddisziplinen muss man nicht explizit berichten. Gröden ist nicht nur für seine Holzschnitzkunst, sondern auch für spannende und spektakuläre Abfahrten und Super-G’s bekannt. Vielleicht gelingt dem letzthin allzu oft unter Wert geschlagenen Slowenen Bostjan Kline etwas mehr als Zufriedenstellendes. Christof Innerhofer aus Südtirol will auch bei seinem Heimrennen aus dem Vollen schöpfen.

Aufpassen muss man auch auf die US-Amerikaner. Jason Goldberg, Bryce Bennett und Ryan Cochran-Siegle haben in den Probeläufen überzeugt. Es bleibt zu hoffen, dass sie nicht ihr Pulver verschossen haben. Sie möchten erfolgreich sein und vielleicht so gut fahren wir ihr verletzter Teamkollege Steven Nyman, der auf der Saslong dreimal die Abfahrt für sich entschied. Pikantes Detail am Rande: Ansonsten gelangen Nyman bis dato keine anderen Siege im Weltcup.

Es kann sein, dass es einen ganz anderen Triumphator und eine Überraschung á la Cater in Val d‘Isère gibt, denn wenn die Sonne ab 14 Uhr hinter dem Langkofel zu blinzeln beginnt, wird die Piste schneller. Und sollte das Rennen mehrmals unterbrochen werden, dann sind jene Athleten, die mit einer niedrigeren Nummer gestartet sind, im Nachteil. Auf alle Fälle hoffen nicht nur die Veranstalter um OK-Chef Rainer Senoner, dass die Rennen fair und ohne größere Zwischenfälle über die Bühne gehen werden.

Vor genau fünfzig Jahren – Ski(zeit)historiker erinnern sich – gastierte die Ski-Elite im Grödnertal, denn es wurden hier die Ski-Weltmeisterschaften ausgetragen. Im letzten Jahr wurde die Abfahrt aufgrund des Wetters abgesagt; im Super-G hatte der Österreicher Vincent Kriechmayr die Nase vorn, er siegte vor dem Norweger Kjetil Jansrud und dem Deutschen Thomas Dreßen.

 

Die Kernelemente der Saslong

Die ehrwürdige Saslong am Fuße des Langkofels gehört zu den attraktivsten Pisten im gesamten Skizirkus. Wir zeigen die Schlüsselstellen der 3.446 Meter langen Abfahrtsstrecke.

Start: Ciampinoi (2.249 m / 45,54 % Gefälle)
Am Hausberg Wolkensteins wird die zweite Abfahrt des Weltcup-Winters gestartet.

Spinel (2.091 m / 56,90 % Gefälle)
Gleich nach dem Start befindet sich der steilste Hang der Strecke.

Saut dl Moro (2.018 m / 36,90 % Gefälle)
Der erste große Sprung, benannt nach der Moro-Wiese.

Sochers Mauern (1.900 m / 55,90 % Gefälle)
Steilhänge mit einem Gefälle von bis zu 55,9 Prozent. Benannt sind die Hänge nach den Sochers-Wiesen.

Kamelbuckel (1.813 m / 51,27 % Gefälle)
Das Markenzeichen der Saslong mit Sprüngen von über 80 Metern und einem Luftstand von bis zu sechs Metern. 1980 erstmals vom Österreicher Uli Spiess übersprungen. Anfänglich trugen sie den Namen „Costa de Gialina“ (Hahnenkamm), ehe sie vom FIS-Delegierten Sepp Sulzberger umgetauft wurden.

Ciaslat (1.720 m / 30,18 % Gefälle)
Stark drehende Passage mit bis zu 17 kleineren und größeren, wellblechartigen Bodenwellen. Benannt ist die Ciaslat nach den gleichnamigen Wiesen.

Nucia-Kurve (1.550 m / 51,60 % Gefälle)
Bis zu 51,6 Prozent steile, stark nach links hängende Kurve. Benannt nach dem Nucia-Hof.

Tunnel-Jump und Schuss (1.489 m / 39,04 % Gefälle)
Zielsprung, benannt nach dem 2009 fertiggestellten Saslong-Tunnel, der unter dem Sprung hindurch führt.

 

Herren Abfahrtsrennen der Saison 2020/21

  1. Abfahrtslauf der Herren in Val d’Iser

Am dritten Adventsonntag wurde im französischen Val d’Isère die erste Herren-Abfahrt in der Ski-Weltcup Saison 2020/21 ausgetragen. Dabei triumphierte der Slowene Martin Cater vor dem Österreicher Otmar Striedinger und dem Schweizer Urs Kryenbühl. Mit dieser Reihenfolge hatte wohl niemand gerechnet. Auf Rang vier schwang der Norweger Aleksander Aamodt Kilde ab. Der Franzose Johan Clarey belegte bei seinem Heimrennen den fünften Platz. Beat Feuz aus der Schweiz, der immer konstante Ergebnisse erzielt und die vierte kleine Kristallkugel en suite gewinnen möchte, landete heute auf Position sechs. Der Deutsche Andreas Sander zeigte eine sehr gute Vorstellung und beendete seinen Arbeitstag auf Rang sieben. Matthias Mayer aus Österreich, er ist wie Striedinger im südlichsten Bundesland der Alpenrepublik daheim, schwang als Achter ab. Romed Baumann aus Deutschland, eigentlich ein Tiroler, konnte sich über Platz neun freuen. Die besten Zehn wurden vom wieder genesenen Südtiroler Dominik Paris komplettiert.

 

Vorbericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

 

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