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LIVE: Riesentorlauf der Herren in Alta Badia 2019 – Vorbericht, Startliste und Liveticker

LIVE: Riesentorlauf der Herren in Alta Badia 2019 - Vorbericht, Startliste und Liveticker

LIVE: Riesentorlauf der Herren in Alta Badia 2019 – Vorbericht, Startliste und Liveticker

Alta Badia/Hochabtei – Nach den Speedrennen in Gröden beziehen die Riesentorlaufspezialisten in Alta Badia/Hochabtei Quartier. Auf der interessanten und selektiven Gran Risa findet im Rahmen der malerischen und erhabenen Gipfelwelt der Dolomiten der dritte Riesentorlauf der Herren im Ski Weltcup Winter 2019/20 statt. Eigentlich wäre es der vierte Bewerb gewesen; doch das Rennen in Val d’Isère wurde abgesagt. Die Entscheidung in Frankreich wird Anfang März in Hinterstoder nachgeholt. Um 10 Uhr (MEZ) eröffnet der Athlet mit der Nummer 1 den Riesenslalom. Drei Stunden später beginnt die Entscheidung. (Die offizielle FIS Startliste und Startnummern, sowie den FIS Liveticker finden Sie, gleich nach Eintreffen, in unserem Menü oben!)

 

Markus Waldner über den Riesenslalom in Alta Badia

„Nach der Absage hier in Gröden, geht es jetzt weiter nach Alta Badia, dort ist es auch kompliziert. Die Situation auf der Gran Risa ist schwierig. Mein Kollege ist bereits seit zwei Tagen in Alta Badia, auch dort wird mit Salz gearbeitet, weil es sehr warm ist. Wir haben auch einen Reserve-Start hergerichtet. Es soll etwas kälter werden, und wir hoffen, dass die Schneefälle aufhören. Wir sind zuversichtlich. Einen Riesentorlauf zu veranstalten ist nicht so problematisch wie eine Abfahrt, aber es wird nicht einfach. Aber wir werden weiterkämpfen.“

 

Daten und Fakten zum
3. Riesentorlauf der Herren in Alta Badia 2019/20

FIS-Startliste Riesentorlauf in Alta Badia – 1. Lauf
FIS-Liveticker Riesentorlauf in Alta Badia – 1. Lauf
FIS Zwischenstand nach dem 1. Lauf
FIS-Startliste Riesentorlauf in Alta Badia – Finallauf
FIS-Liveticker Riesentorlauf in Alta Badia – Finallauf
FIS-Endstand Riesentorlauf in Alta Badia

** Alle Daten werden sofort nach Eintreffen aktualisiert

 

Der norwegische Weltmeister Henrik Kristoffersen konnte nur in Beaver Creek mit dem zweiten Rang überzeugen, nachdem er in Sölden weit unter Wert geschlagen wurde. Der Wikinger muss aber alles in die Wege setzen, um nicht allzu viele Punkte im Kampf um die große Kristallkugel gegenüber dem Franzosen Alexis Pinturault einzubüßen.

Pinturault kann sich auf seinen Teamkollegen Matthieu Faivre und Victor Muffat-Jeandet verlassen; Kristoffersen hofft indessen selbstredend, dass Lucas Braathen und Leif Kristian Nestvold-Haugen vor Pinturault ins Ziel kommen. Am Ende kann jeder Punkt entscheidend sein.

Tommy Ford aus den USA, der vor heimischer Kulisse in Beaver Creek gewonnen hat, hält von dieser Entscheidung nichts. Er möchte einfach locker fahren und sein Rennen ins Ziel bringen. Dass er bislang zwei Top-4-Ränge erzielt hat, unterstreicht, dass er gut drauf ist und ferner zu Recht das rote Leibchen des in der Disziplinenwertung Führenden inne hat.

Die Ski-Fans in Alta Badia können sich auch auf Luke Winters freuen. Der US-Amerikaner sorgte beim Riesenslalom von Val d’Isere, mit Platz 2 nach dem 1. Durchgang für eine Sensation. Leider unterlief dem 22-Jährigen im Finale ein Fahrfehler und wurde so bis auf Position 19 zurückgereicht.

Aus Slowenien kommt Zan Kranjec. Er ist ein sehr guter Skirennläufer, der gut auf den Skiern steht und mit zwei guten und gleichermaßen konstanten Durchgängen ein gutes Ergebnis erzielen will und kann. Auch auf der Gran Risa ist ihm dieses Vorgaben durchaus zuzutrauen. Der ewig junge Ted Ligety kommt auf seine „alten“ Tage hin wieder gut in Form. Er hat bisher gute Resultate erzielt und möchte auch im Gadertal beweisen, was er kann. Der dreifache Riesentorlauf-Weltmeister konnte 2010 und 2012 im Gadertal, der Heimat von Manfred Mölgg, gewinnen.

Apropos Manfred Mölgg: Er ist ein sehr routinierter Fahrer, der stilistisch zu den feinsten Rennfahrercharakteren gehört. Aber er ist auch nicht mehr der Jüngste. Ein Top-5-Platz vor heimischer Kulisse wäre ihm zu wünschen. Der Schweizer Gino Caviezel und der Italiener Luca De Aliprandini können auch ihre fahrerische Klasse auf der Gran Risa eindrucksvoll unter Beweis stellen. Caviezels Mannschaftskollege Marco Odermatt kann in allen Disziplinen mit Ausnahme des Slaloms für Furore sorgen. Mit seiner Jugend und seiner Unbekümmertheit weist er zwei positive Aspekte gegenüber der oftmals erfahrenen und älteren Gegnerschaft auf.

Aber nicht nur Odermatt ist im Swiss-Ski-Team für eine ansprechend gute Leistung zu haben. Ähnliches können wir uns von Cedric Noger und Justin Murisier erwarten. Aus DSV-Sicht sind Stefan Luitz und Alexander Schmid namentlich zu nennen, wenn es um ein gutes Ergebnis vor Weihnachten geht.

Die ÖSV-Delegation hofft, dass Stefan Brennsteiner und Roland Leitinger unter die besten Zehn fahren. Nach dem Karriereende von Marcel Hirscher und der verletzungsbedingten Pause von Manuel Feller wäre ein Top-10-Resultat erstrebenswert. Von einem Podestplatz kann man sicher nicht reden, aber ein gutes Ergebnis ist durchaus realistisch. Wer weiß, ob Matthias Mayer als ausgewiesener Speedspezialist seine Kollegen in den technischen Disziplinen wie zuletzt in Nordamerika düpiert.

Der Kanadier Trevor Philp und Erik Read wollen zeigen, was sie können. Der Schwede Matts Olsson spekuliert mit einem Top-5-Platz. Aber für alle erwähnten Athleten heißt es, gut zu fahren. Denn eine gute Position nach dem ersten Lauf ist noch kein ausgezeichnetes Resultat. Man muss in beiden Durchgingen in den entscheidenden Momenten riskieren, das Tempo dosieren und wenn es darauf ankommt, schnell fahren. Auch wenn man auf die Fehler der Konkurrenten hoffen kann, ist jeder Skirennläufer für sich und sein Rennen selbst verantwortlich.

Im Vorjahr dominierte Marcel Hirscher die Konkurrenz nach Belieben. Mit einem Vorsprung von mehr als zweieinhalb Sekunden schwang er vor den Franzosen Thomas Fanara und Alexis Pinturault als Erster ab. Hinter Manuel Feller belegten Tommy Ford und Matts Olsson die Ränge fünf und sechs. Apropos Hirscher: Der Salzburger gewann auf der Gran Risa zwischen 2013 und 2018 im Riesentorlauf sechsmal in Folge. Dazu gesellt sich noch ein Erfolg im Slalom. Dieser Rekord wird noch etwas länger Bestand haben.

 

In der Saison 2019/20 wurde bisher zwei Riesenslaloms ausgetragen

  1. Riesenslalom der Herren in Sölden

Der Franzose Alexis Pinturault konnte sich beim Ski Weltcup Opening in Sölden auf dem Rettenbachferner über den Sieg freuen. Dabei verwies er seinen Teamkollegen Mathieu Faivre und den Slowenen Zan Kranjec auf die Ränge zwei und drei. Die US-Boys Tommy Ford und Ted Ligety schwangen auf den Plätzen vier und fünf ab. Lucas Braathen aus Norwegen sicherte sich  dank der Bestzeit im Finaldurchgang den sechsten Rang. Erik Read aus Kanada wurde Siebter. Die besten Zehn wurden vom Italiener Luca De Aliprandini, dem Schweizer Gino Caviezel und Braathens Landsmann Leif Kristian Nestvold-Haugen komplettiert. Henrik Kristoffersen konnte mit seinem Ergebnis nicht zufrieden sein. Er landete außerhalb der besten 15.

  1. Riesenslalom der Herren in Beaver Creek

Der US-Amerikaner Tommy Ford gewann den Riesenslalom in Beaver Creek. Hinter dem Hausherrn klassierten sich die beiden Norweger Henrik Kristoffersen und Leif Kristian Nestvold-Haugen, die im Finale die Plätze tauschten, auf den Positionen zwei und drei. Der Slowene Zan Kranjec beendete seinen Arbeitstag auf Platz vier. Die Franzosen Victor Muffat-Jeandet und Mathieu Faivre klassierten sich auf den Rängen fünf und sechs. Philip Trevor schwang als Siebter ab. Der Kroate Filip Zubcic reihte sich nach dem 17. Platz nach dem ersten Lauf und einer sehr guten Fahrt im Finale auf Position acht ein. Die Top-10 wurden von den Schweizern Gino Caviezel und Justin Murisier komplettiert.

 

Blick zurück
Riesenslalom der Herren, Saison 2018/19 in Alta Badia

Mit zwei grandiosen Läufen deklassierte Marcel Hirscher beim 3. Saison-Riesenslalom die Konkurrenz, und gewann zum sechsten Mal in Folge den Riesentorlaufklassiker auf der Gran Risa in Alta Badia. Am Ende hat der 29-jährige Salzburger über 2 1/2 Sekunden Vorsprung auf Thomas Fanara und Alexis Pinturault. Manuel Feller wurde Vierter. Eine erneut starke Leistung zeigten der US-Amerikaner Tommy Ford (5.) und Matts Olson (6.).

 

Vorbericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

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