6 Januar 2022

LIVE: Ski Weltcup Slalom der Herren in Zagreb am Donnerstag – Vorbericht, Startliste und Liveticker – Startzeiten: 13.00 Uhr / 16.10 Uhr

LIVE: Ski Weltcup Slalom der Herren in Zagreb am Donnerstag - Vorbericht, Startliste und Liveticker - Startzeiten: 13.00 Uhr / 16.10 Uhr
LIVE: Ski Weltcup Slalom der Herren in Zagreb am Donnerstag - Vorbericht, Startliste und Liveticker - Startzeiten: 13.00 Uhr / 16.10 Uhr

Zagreb/Agram – Das neue Slalomkalenderjahr 2022 beginnt für die Slalom-Herren in der kroatischen Hauptstadt Zagreb mit einer Verschiebung. Warme Temperaturen, Nebel, Regen und eine weiche Piste ließen am Mittwoch auf dem Bärenberg kein Rennen zu. Für den Abend ist jedoch eine Kaltfront in Zagreb angesagt. Über Nacht will man die Zeit nutzen um die Piste in einen rennfertigen Zustand zu versetzten. Insgesamt wartet für die Spezialisten ein sehr arbeitsintensiver Monat. Der Startschuss zum ersten Durchgang auf dem Sljeme ertönt um 13.00 Uhr; der zweite Lauf beginnt um 16.10 Uhr (MEZ). Die offizielle FIS Startliste für den ersten Slalom-Durchgang der Herren in Zagreb, am Donnerstag um 13.00 Uhr, sowie die Startnummern und den FIS Liveticker finden sie gleich nach der Auslosung im Menü.

 

Daten und Fakten zum Slalom
der Herren in Zagreb 2021/22
Neuer Startzeiten am Donnerstag

Startliste 1. Durchgang – Start 13.00 Uhr
Liveticker der Herren 1. Durchgang
Zwischenstand nach dem 1. Durchgang
Starliste 2. Durchgang – Start 16.10 Uhr
Liveticker der Herren 2. Durchgang
Endstand Slalom Herren Zagreb

Gesamtweltcupstand der Herren 2020/21
Weltcupstand Slalom Herren 2021/22

Nationencup: Herrenwertung
Nationencup: Gesamtwertung

Alle Daten werden umgehend aktualisiert

 

The programme for the men’s slalom in Zagreb has been confirmed. Racing is scheduled to start at 13:00 CET. #fisalpine pic.twitter.com/gPiSch9aj3

— FIS Alpine (@fisalpine) January 6, 2022

 

Wenn wir uns die beiden ersten Torläufe in der Olympiasaison 2021/22 ansehen, haben wir festgestellt, dass sowohl Alex Vinatzer in Val d’Isère als auch Clemént Noël in Madonna di Campiglio sich ihrer Sache zu sicher waren und kurz vor dem Ziel, mit eine sehr gute Platzierung vor Augen, ausschieden. Wir wollen nicht schadenfroh sein und wünschen keinem der Starter in Zagreb ein ähnliches Missgeschick. Bleibt nur zu hoffen, dass der Südtiroler und der Franzose aus dem Malheur gelernt haben und bis zum Ende konzentriert bleiben. Dann ist ein Spitzenresultat für beide allemal mehr als nur möglich.

In der Disziplinenwertung liegen der norwegische Weltmeister Sebastian Foss-Solevåg und der junge Schwede Kristoffer Jakobsen mit 140 von maximal 200 Zählern in Führung. Beide Athleten sind sehr gut drauf, und es ist durchaus denkbar, dass am Ende des Tages nur einer der beiden den alleinigen Platz an der Sonne inne hat. Alexis Pinturault von der Equipe Tricolore will ordentlich Gas geben und den Rückstand auf den im Weltcup führenden und beim Torlauf in Kroatien nicht fahrenden Schweizer Marco Odermatt verkürzen. Es bleibt fraglich, ob er ihn eines Tages ein- oder gar überholen kann.

Gut unterwegs wird sicher auch Foss-Solevågs Mannschaftskollege Timon Haugan sein. Das hätten wir auch vom Italiener Giuliano Razzoli erwarten können, der hier vor zwölf Jahren gewann und im gleichen Jahr Olympiasieger in Kanada wurde. Leider musste Razzoli wegen einer Erkältung seinen Start kurzfristig absagen. Auf alle Fälle hätte der Athlet aus dem Kreis der Squadra Azzurra seine ganze Routine ausspielen können. Für ihn muss nun Manfred Mölgg die Kastanien aus dem Feuer holen. Der Südtiroler stand hier vor fünf Jahren auf der obersten Stufe des Podests und möchte trotz seines fortgeschrittenen Rennfahreralters noch lange nicht nur im Tabellenmittelfeld landen, sondern noch einmal erfolgreich sein.

Bei den Schweizern läuft es indessen nicht so gut. Bleibt zu hoffen, dass es im neuen Jahr aufwärts geht. Gegenwärtig ist Daniel Yule der beste des ansonsten so erfolgsverwöhnten Swiss-Ski-Teams. Er hat die neunte Position in der Disziplinenwertung inne und hofft genauso wie seine Mannschaftskollegen Loic Meillard, Luca Aerni, Ramon Zenhäusern, Tanguy Nef oder Sandro Simonet – um nur einige zu nennen – auf die eine oder andere Leistungssteigerung.

Da haben wir noch den norwegischen Jungspund Lucas Braathen, der, wenn er sich in einer guten Form befindet, einen Spitzenplatz avisieren kann. Aber dafür braucht man des Öfteren Nerven wie Drahtseile und darüber hinaus zwei konstante Läufe. Des Weiteren können wir uns durchaus vorstellen, dass der Südtiroler Simon Maurberger nach dem zehnten Rang in Madonna di Campiglio ein ähnlich gutes Resultat in Kroatien zuwege bringt.

Außenseiterchancen unterschiedlicher Natur können dem Belgier Armand Marchant, dem Briten Dave Ryding, dem azurblauen Athleten Tommaso Sala, dem Bulgaren Albert Popov, dem Spanier Joaquim Salarich oder dem Japaner Yohei Koyama zugeschanzt werden. Es ist nicht nur eine Aufstellung von Athleten verschiedener Nationen, sondern der Beweis, dass das Teilnehmerfeld schön bunt ist und dass, wenn alles klappt, auch die eine oder andere Überraschung im positiven Sinn geben kann. Der Fassataler Stefano Gross und der Russe Alexander Khoroshilov, aber auch der Deutsche Linus Straßer, Hausherr Filip Zubcic und der Franzose Victor Muffat-Jeandet, wollen ihre ganze Erfahrung unter Beweis stellen und mit einem guten Resultat das neue Jahr 2022 eröffnen.

Über den Auftritt der ÖSV-Athleten Marco Schwarz, Manuel Feller, Michael Matt, Fabio Gstrein, Christian Hirschbühl und Co. in den ersten beiden Saisonrennen wollen wir nicht zu viele Worte verlieren. Es war nicht das Gelbe vom Ei, und das wissen die Skirennläufer aus der Alpenrepublik auch. Dass mit Slalomvizeweltmeister Adrian Pertl ein Kollege verletzungsbedingt fehlt, kann und darf zu keiner Zeit eine Entschuldigung für das schwache Abschneiden sein. So gilt für sie das Gleiche wie für ihre Schweizer Freunde: Neues Jahr, neues Glück. Und da im Januar viele Slaloms anstehen, werden wir eines Tages auch Slalomerfolge aus dem ÖSV-Kader vermelden. Ein Podestplatz kann schon eine Initialzündung für Top-Leistungen am Fließband sein.

Den letzten Slalom in Zagreb gewann Straßer. Der DSV-Athlet triumphierte vor Feller und Schwarz.

 

Blick zurück:
Herren Slalom Rennen der Saison 2020/21

Slalom der Herren in Zagreb

Der deutsche Skirennläufer Linus Straßer gewann in Zagreb den er Ski Weltcup Slalom seiner Karriere. Der Österreicher Manuel Feller lag als Zweiter nur eine Zehntelsekunde zurück und freute sich über das rote Trikot des Führenden in der Disziplinenwertung. Fellers Landsmänner Marco Schwarz und Michael Matt schwangen auf den Positionen drei und vier ab. Letzterer machte dank der Bestzeit im zweiten Lauf 22 Ränge gut. Auf Position fünf klassierte sich der Kroate Filip Zubcic. Hinter dem Hausherren reihten sich die Franzosen Victor Muffat-Jeandet und der nach dem ersten Durchgang führende Clement Noel auf den Plätzen sechs und sieben ein. Fabio Gstrein, seines Zeichens ein junger Tiroler wurde Achter. Die Schweizer Ramon Zenhäusern und Daniel Yule konnten mit ihren Rängen neun und zehn zufrieden sein, obgleich Letzterer teilte sich den zehnten Rang mit dem Norweger Henrik Kristoffersen.

 

Herren Slalom Rennen der Saison 2021/22

  1. Slalom der Herren in Val d’Isère

In Val d’Isère freute sich Clemént Noël über seinen Heimsieg. Der Schwede Kristoffer Jakobsen überraschte mit dem zweiten Platz. Auf Rang drei positionierte sich der Kroate Filip Zubcic. Bester Schweizer wurde Daniel Yule, der als Vierter abschwang. Dave Ryding aus Großbritannien zeigte mit seinem fünften Platz, dass er noch lange nicht zum alten Eisen gehört. Hinter dem routinierten Mann von der Insel belegte der norwegische Weltmeister Sebastian Foss-Solevåg den sechsten Rang. Auf Position sieben klassierte sich der Belgier Armand Marchant. Die Wikinger Atle Lie McGrath (8.) und Lucas Braathen (9.) nahmen den Italiener Giuliano Razzoli in die Zange, der Neunter wurde.

  1. Slalom der Herren in Madonna di Campiglio

Den Nachtslalom der Herren im norditalienischen Madonna di Campiglio gewann der  amtierende Weltmeister Sebastian Foss-Solevåg vor dem Franzosen Alexis Pinturault und dem Schweden Kristoffer Jakobsen. Der Wikinger profitierte vom Drama des Franzosen Clemént Noël, der als Führender des ersten Laufs, auf klarem Bestzeitkurs am letzten Tor ausschied. Der Südtiroler Alex Vinatzer wurde auf Rang vier eingereiht. Timon Haugan schwang als Fünfter ab. Ein kräftiges Lebenszeichen gab der Schweizer Loic Meillard von sich, der Sechster wurde. Giuliano Razzoli beendete sein Heimrennen als bester Azzurro auf Position sieben. Die besten Zehn wurden von dem überraschend frech fahrenden Japaner Yohei Koyama (8.), Pinturaults Teamkollege Victor Muffat-Jeandet (9.) und dem Südtiroler Simon Maurberger (10.) abgerundet.

 

Der Herren Ski Weltcup Kalender der Saison 2021/22  

Der Damen Ski Weltcup Kalender der Saison 2021/22  

Vorbericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

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