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LIVE: Slalom der Herren in Kitzbühel 2020, Vorbericht, Startliste und Liveticker

LIVE: Slalom der Herren in Kitzbühel 2020, Vorbericht, Startliste und Liveticker

LIVE: Slalom der Herren in Kitzbühel 2020, Vorbericht, Startliste und Liveticker

Kitzbühel – Nach dem Klassiker in Wengen steht mit dem Torlauf von Kitzbühel der nächste Klassiker auf dem Programm. Wenn man nur die Slaloms im Januar 2020 zählt, ist es schon der fünfte Einsatz von Henrik Kristoffersen und Co. Der Norweger und seine Konkurrenten müssen im ersten Monat des relativ jungen Jahres 2020 ein Mammutprogramm abspulen, das mit dem Nachtspektakel auf der Planai in Schladming sein Ende findet. Doch zurück zum Ganslernhang in Kitzbühel: Der erste Lauf beginnt um 10.30 Uhr (MEZ), das Finale der besten 30 des ersten Durchgangs geht drei Stunden später über die Bühne. Die offizielle FIS Startliste und die Startnummern für den Slalom der Herren in Kitzbühel, sowie den FIS Liveticker finden Sie, gleich nach Eintreffen, in unserem Menü oben!

 

Ski Weltcup Daten und Fakten zum 6. Slalom
der Herren 2019/20 in Kitzbühel

FIS-Startliste 1. Durchgang – Start 10.15 Uhr
FIS-Liveticker der Herren 1. Durchgang
FIS Zwischenstand nach dem 1. Durchgang
FIS-Starliste 2. Durchgang – Start 13.15 Uhr
FIS-Liveticker der Herren 2. Durchgang
FIS-Endstand Slalom der Herren in Kitzbühel

Alle Daten werden sofort nach Eintreffen aktualisiert

 

Henrik Kristoffersen aus Norwegen hat das rote Trikot des Führenden in der Disziplinenwertung inne. Er hat in Levi den ersten Torlauf des Winters gewonnen und fuhr zuletzt dreimal in Folge auf Rang zwei. Der Wikinger, der nicht bloß die große Kristallkugel im Visier hat, will natürlich auch die kleine Kugel und die Slalomwertung für sich entscheiden. Der Vorsprung ist verhältnismäßig beruhigend. Aber ein Ausfall und ein geschlossener Auftritt der Gegnerschaft können ungewollt wieder für mehr Spannung sorgen.

Clement Noel hat in dieser Saison schon zwei Torläufe gewonnen. Mit dem Sieg in Wengen fährt er gewiss mit einer ordentlichen Portion Selbstvertrauen nach Kitzbühel. Das geschieht aus einem simplen Grund: im Vorjahr gewann er sowohl in Wengen als auch sieben Tage später in Nordtirol. Also kann der Mann aus der Equipe Tricolore befreit auffahren. Er hat nichts zu verlieren und vielleicht wartet schon die nächste Gondel, die seinen Namen ziert, auf ihn. Trotzdem kann ihn der Ausfall im Finale von Adelboden teuer zu stehen kommen, was die Disziplinenwertung betrifft.

Die Schweizer Daniel Yule und Ramon Zenhäusern sind in diesem Jahr mehr als nur konstant unterwegs. Auch wenn sie beim Heimrennen am Wengener Lauberhorn nicht aufs Podest stürmen konnten, wollen sie das in Kitzbühel mit Sicherheit machen. Die beiden Swiss-Ski-Athleten befinden sich in einer sehr guten Form. Und Yule kann als erster in der Torlauf-Saison 2019/20 nach Zagreb und Adelboden den dritten Erfolg feiern. Allerdings ist das dem vorher erwähnten Noel auch zuzutrauen.

Alexis Pinturault lag in Wengen zur Halbzeit auf Position vier. Im zweiten Durchgang schied der Mann der Grand Nation aus. Dieses Malheur darf ihm in der Gamsstadt nicht passieren, denn sonst kann es sein, dass sein Hauptkonkurrent rund um die Nachfolge Marcel Hirschers seine Kreise zieht und entscheidend davon zieht. Pinturault weiß aber, worauf es im Torlauf ankommt. In Val d’Isère hat er gewonnen. Ein weiterer Sieg würde nur ein Beweis für die enorme Leistungsdichte im Slalom Weltcup der Herren sein.

Marco Schwarz hat nach seiner Verletzung oft für das Team Austria die Kastanien aus dem Feuer geholt. Auch wenn die ÖSV-Techniker nach dem Abgang des Superstars Hirscher oft unter Wert geschlagen wurden, will der Kärntner mit seinen Teamkollegen Manuel Feller, Fabio Gstrein, Michael Matt und vielleicht anderen dafür Sorge tragen, dass zumindestens der Nationencup nicht an die westlichen Nachbarn geht. Die Eidgenossen wollen die drei Jahrzehnte andauernde Vormachtstellung der Österreicher liebend gerne unterbrechen und liegen in besagter Wertung vorne.

Selbst wenn Linus Straßer aus Deutschland in Wengen nicht den besten zweiten Lauf gezeigt hat, ist er in der Disziplinenwertung auf leisen Sohlen nach vorne geschlichen. Es braucht keine Phantasie und auch keinen guten Willen, um sich auszurechnen, was möglich wäre, wenn er in beiden Durchgängen am Limit unterwegs ist und zwei Traumläufe zu Tal bringt. Auf alle Fälle ist er aus schwarz-rot-goldener Sicht ein Gewinn und für die Slalomwelt eine Bereicherung.

André Myhrer ist in Wengen ausgeschieden. Trotzdem ist der Schwede ein Garant für gute Positionen. Er besticht durch seine Routine und kann uns immer wieder aufs Neue überraschen. Der Mann vom Drei-Kronen-Team will seinen Ausfall am Lauberhorn schnellstmöglich vergessen und mit einem guten, wenn nicht sogar sehr guten Resultat in Kitzbühel kompensieren. Wenn einer so lange wie auf hohem Niveau fährt, dann ist das keineswegs utopisch. Mit dem zweiten Rang in Val d’Isère hat der Olympiasieger von 2018 gezeigt, dass er noch lange zum alten Eisen gehört.

Alexander Khoroshilov aus Russland ist nach langer, langer Zeit in Wengen wieder einmal auf ein Weltcup Podest geklettert. Am Ende reichte es für Rang drei. Der Mann aus dem osteuropäischen Riesenreich war glücklich, man spürte förmlich seine riesengroße Erleichterung. Er musste in der jüngeren Vergangenheit viele Opfer auf sich nehmen, um wieder in die Erfolgsspur zurückzufinden. Doch wer die ersten Läufe in Zagreb und in Adelboden gesehen hat, wusste, dass dem Russen eines Tages der sprichwörtliche Knopf aufgehen würde.

Ein Athlet, den man immer auf der Rechnung haben muss, ist der Wikinger Sebastian Foss Solevåg. Der Teamkollege von Henrik Kristoffersen kann zum königlichen Adjutanten avancieren, wenn es darum geht, Pinturault auf Distanz zu halten und dem Franzosen viele Punkte wegzunehmen. Doch Foss Solevåg kann auch von sich aus eine gute Platzierung erreichen. Er steht gut auf den Skiern und möchte unabhängig von möglichen Stallordern sein Ding durchziehen. Und übrigens: Wir sind hier im Ski Weltcup und nicht in der Formel 1. Nach zwei vierten Plätzen ist Foss-Solevåg bereit für den Sprung aufs Podium.

Der junge Südtiroler Alex Vinatzer hat in Zagreb mit dem dritten Rang eindrucksvoll bestätigt, dass er ein Athlet ist, der in der Zukunft auch um Siege mitfahren kann. In Wengen wollte er zu viel des Guten und schied nach einem etwas schwächeren ersten Durchgang aus. Aber der Grödner will in Kitzbühel wieder aus dem Vollen schöpfen. Es ist durchaus im Bereich des Möglichen, dass viele Fans über den Brenner pilgern werden und in die Gamsstadt abseits der Weißwurstparty und dem ganzen Tohuwabohu ihrem Alex am Sonntag vor Ort die Daumen drücken werden. Ähnliches können wir von der Anhängerschar von Simon Maurberger und Stefano Gross erwarten.

Wenn wir schon von zwei erfahrenen Eidgenossen schreiben, dürfen wir nicht die zwei jungen Wilden im Swiss-Ski-Team unterschlagen. Es sind dies Tanguy Nef und Loic Meillard. Beim Heimrennen auf dem Lauberhorn zeigte das Duo eine sehr gute Leistung und klassierte sich unter den besten Zehn. Wer die frech fahrenden und dennoch durch einen sauberen Fahrstil überzeugenden Schweizer jetzt noch unterschätzt, kann böse überrascht werden. Sowohl für Nef als auch für Meillard ist eine Bestätigung des Wengener Resultats in Kitzbühel machbar.

Der Franzose Victor Muffat-Jeandet ist ein sehr sympathischer Zeitgenosse. Er steht gut auf dem Ski und weiß in den technischen Disziplinen zu überzeugen. Auch wenn er gegenwärtig in der Slalom-Disziplinenwertung nicht unter den besten Zehn zu finden ist, heißt das nicht, dass er beim Klassiker in Nordtirol nicht diese Platzierung erreichen kann. Der Mann von der Equipe Tricolore kann ein Helfer von Pinturault werden, so wie es Foss Solevåg für Kristoffersen sein kann.

Der Brite Dave Ryding ist auf der ersten Seite der Disziplinenwertung abhanden gekommen. Doch ein gutes Ergebnis in Kitzbühel kann dafür Sorge tragen, dass er wieder einen mächtigen Satz nach vorne macht. In der Gamsstadt fühlt sich der Skirennläufer von der Insel recht gut. Der zweite Rang, 2017 eingefahren hinter Marcel Hirscher, lässt hoffen und macht vielleicht Appetit auf mehr.

Unter die Top-10 können jederzeit Jean-Baptiste Grange aus Frankreich, Stefan Hadalin aus Slowenien oder Kristoffer Jakobsen aus Schweden fahren. Das ist auch dem Belgier Armand Marchant zuzutrauen, der für seine pfeilschnellen zweiten Durchgänge bekannt ist.

Im Vorjahr triumphierte Clement Noel vor Marcel Hirscher und Alexis Pinturault. Zwei der drei angeführten Athleten können auch heuer aufs Treppchen klettern, ein dritter wird als Skipensionist wohl eher seinen derzeit etwas angeschlagenen Mannschaftskollegen früherer Zeiten die Daumen drücken.

Vorbericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

 

Die Slalomrennen der Herren in der Saison 2019/20

  1. Slalom der Herren in Levi

Der Norweger Henrik Kristoffersen, nach dem ersten Lauf noch auf Platz vier gelegen, hat den Torlauf in Levi gewonnen. Hinter ihm landete der Franzose Clement Noel auf Rang zwei. Daniel Yule vom Swiss-Ski-Team schwang als Dritter ab. Auf Position vier schwang mit Ramon Zenhäusern der nächste Athlet aus der Schweiz ab. Der Schwede André Mhyrer, Olympiasieger von Pyeongchang, klassierte sich auf Rang fünf. Eine sehr gute Leistung bot Mhyrers Teamkollege Kristoffer Jakobsen, der sich dank der Bestzeit im Finale vom 21. auf den sechsten Endrang nach vorne katapultierte. Der Österreicher Christian Hirschbühl wurde als bester seines Landes Siebter. Linus Straßer aus Deutschland konnte sich über seinen achten Platz freuen. Nach dem ersten Durchgang lag er nur auf Position 23. Die besten Zehn des Torlaufs von Levi wurden vom Wikinger Sebastian Foss-Solevåg und dem Südtiroler Manfred Mölgg vervollständigt.

  1. Slalom der Herren in Val d’Isere

Der Sieg in Val d’isere ging an den Hausherren Alexis Pinturault. Auf den Plätzen zwei und drei schwangen der Schwede André Myhrer und der Italiener Stefano Gross ab. Auf Rang vier schwang der Norweger Henrik Kristoffersen ab. Der Wikinger verpasste denkbar knapp den Sprung auf das Treppchen, nachdem er nach dem ersten Lauf nur auf Position 27 lag. Der Österreicher Michael Matt klassierte sich auf Platz 5. Kristoffer Jakobsen wurde als zweitbester Schwede des Tages mit Rang sechs belohnt. Der Schweizer Loic Meillard reihte sich als Siebter ein. Die besten Zehn wurden vom Franzosen Victor Muffat-Jeandet, dem Wikinger Sebastian Foss-Solevåg und dem Eidgenossen Daniel Yule abgerundet.

  1. Slalom der Herren in Zagreb

Auf dem Bärenberg in Zagreb freute sich der Franzose Clement Noel über seinen Tagessieg. Auf dem zweiten Platz klassierte sich der zur Halbzeit führende Schweizer Ramon Zenhäusern, der Südtiroler Jungspund Alex Vinatzer landete auf Position drei. Auf Platz vier schwang der Schwede André Myhrer ab. Im ersten Lauf lag der Belgier Armand Marchant noch auf Rang 20; doch dank der Bestzeit im Finale machte er sage und schreibe 15 Positionen gut, sodass er am Ende als Fünfter strahlen konnte. Auf Position sechs schwang der Norweger Lucas Braathen ab; er war mit der hohen Startnummer 48 ins Rennen gegangen. Der Deutsche Linus Straßer zeigte nach seiner Verletzungspause ein gutes Rennen, auch wenn er im Finale vom dritten Zwischenrang auf Platz sieben durchgereicht wurde. Der Südtiroler Manfred Mölgg, in Zagreb schon einmal Sieger, beendete seinen Arbeitstag auf Position acht. Der Franzose Alexis Pinturault landete vor dem sehr gut fahrenden Simon Maurberger aus Südtirol auf Rang neun.

  1. Slalom der Herren in Madonna di Campiglio

Der Sieg beim Slalomklassiker in Madonna di Campiglio ging an Daniel Yule Auf den Plätzen zwei und drei klassierten sich der Norweger Henrik Kristoffersen und  Zagreb-Sieger Clement Noel aus Frankreich. Kristoffersens Teamkollege Sebastian Foss-Solevåg verpasste als Vierter den Sprung aufs Treppchen. Alexis Pinturault, in der Equipe Tricolore beheimatet, schwang als Fünfter ab. Ein sehr gutes Rennen zeigte der junge Eidgenosse Tanguy Nef der sich mit der hohen Startnummer 34 auf Position sechs einreihte. Den siebten Platz teilten sich Stefan Hadalin aus Slowenien und Dave Ryding aus Großbritannien. Der Routinier Manfred Mölgg aus Südtirol klassiert sich als Neunter. Die besten Zehn wurden vom Vorarlberger Johannes Strolz vervollständigt.

  1. Slalom der Herren in Adelboden

Im eidgenössischen Adelboden konnte sich erneut der Schweizer Daniel Yule über den Sieg freuen. Hinter dem Mann aus dem Kanton Wallis klassierte sich Henrik Kristoffersen aus Norwegen auf Platz zwei. Dritter wurde Marco Schwarz aus Österreich. Der Swiss-Ski-Athlet Ramon Zenhäusern verpasste als Vierter knapp den Sprung aufs Podest. Der Franzose Victor Muffat-Jeandet schwang als Fünfter ab. Linus Straßer, nach dem ersten Lauf nur auf Position 24 gelegen, reihte sich dank der besten Zeit im Finale als Sechster ein. Hinter dem Deutschen freute sich der ÖSV-Athlet Fabio Gstrein über Position sieben. Alexis Pinturault von der Equipe Tricolore klassierte sich auf Platz acht. Die besten Zehn wurden vom Schweizer Loic Meillard und dem Wikinger Sebastian Foss-Solevåg vervollständigt.

  1. Slalom der Herren in Wengen

Der Franzose Clement Noel hat bei den 90. Internationalen Lauberhornrennen in Wengen seinen Slalom-Sieg aus dem Vorjahr verteidigt. Der Franzose setzte sich vor dem Norweger Henrik Kristoffersen und Alexander Khoroshilov aus Russland durch. Der dritte Podestplatz war mehr als nur umkämpft. So folgten auf den Positionen vier bis sieben mit dem Wikinger Sebastian Foss-Solevåg, den beiden zeitgleichen Schweizern Daniel Yule und Ramon Zenhäusern, sowie Marco Schwarz aus Österreich vier Rennläufer, die nicht einmal eine Zehntelsekunde vom dritten Rang trennte. Tanguy Nef belegte als drittbester Eidgenosse den achten Rang. Der Franzose Jean-Baptiste Grange, seines Zeichens Weltmeister früherer Tage, schwang als Neunter vor dem Swiss-Ski-Athleten Loic Meillard ab.

 

Ski Weltcup Blick zurück Saison 2018/19
Slalom der Herren in Kitzbühel

  1. Slalom der Herren 2018/19 in Kitzbühel

Nach seinem Sieg am Lauberhorn konnte sich der 21-Jährige Clement Noel auch den Sieg beim traditionellen Slalom auf dem Ganslernhang sichern. Der Franzose setzte sich vor Marcel Hirscher und seinem Teamkollege Alexis Pinturault durch. Auch der Viertplatzierte Norweger Henrik Kristoffersen zeigte einen starken zweiten Durchgang. Der Kärntner Marco Schwarz klassierte sich vor dem Schweizer Ramon Zenhäusern auf dem fünften Platz. Für die Sensation des Tages sorgte jedoch der Bulgare Albert Popov der mit Startnummer 71 ins Rennen ging, und sich hinter Slalom-Olympiasieger Andre Myhrer (7.) und dem Tiroler Michael Matt (8.) auf einem ausgezeichneten neunten Rang klassieren konnte. Felix Neureuther (11.) war im Finale mit der siebtschnellsten Zeit unterwegs und beendet seine Fahrt auf dem Ganslernhang, hinter dem Österreicher Christian Hirschbühl (10.) auf dem elften Rang.

 

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