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LIVE: Super-G der Herren in Val d’Isère 2020 – Vorbericht, Startliste und Liveticker

Mauro Caviezel geht in Val d'Isere als Super-G Weltcupsieger mit dem roten Trikot an den Start.

Mauro Caviezel geht in Val d’Isere als Super-G Weltcupsieger mit dem roten Trikot an den Start.

Val d’Isère – Die Speedherren eröffnen ihre Saison 2020/21 am morgigen Samstag mit einem Super-G im französischen Val d’Isère. Ursprünglich wäre die Abfahrt angesetzt gewesen, aber man entschied sich kurzerhand für einen Programmtausch. Alle machen Jagd auf den Eidgenosse Mauro Caviezel, der im letzten Winter hauchdünn die Disziplinenwertung für sich entschieden hat. Um 10.30 Uhr (MEZ) geht’s los. Die offizielle FIS Startliste für den Super-G der Herren, am Samstag  um 10.30 Uhr in Val d‘Isere, sowie die Startnummern und den FIS Liveticker finden sie im Menü oben.

 

UPDATE: Übernacht sind die großen Schneemengen in Val d’Isere ausgeblieben. Bei leichtem Schneefall wird der Super-G jedoch vom Reservestart aus über die Bühne gehen. FIS Renndirektor Markus Waldner: „Wir haben bereits am frühen Morgen beschlossen dass wir nicht vom Original Start das Rennen aufnehmen werden. Oberhalb der Baumgrenze wird die Sicht sehr flach. Aber dem Super-G sollte nichts im Wege stehen.“

 

Ski Weltcup Daten und Fakten zum
1. Super-G der Herren in Val d’Isère 2020/21

FIS-Startliste – Super-G der Herren in Val d’Isere
FIS-Liveticker – Super-G der Herren in Val d’Isere
FIS-Endstand – Super-G der Herren in Val d’Isere

** Alle Daten werden sofort nach Eintreffen aktualisiert

 

Ob jedoch Mauro Caviezel nach seiner Verletzung wieder gleich um den Sieg mitfahren wird, ist eine offene Frage. Doch der Eidgenosse hat im Training gute Leistungen abgerufen, sodass er sicher vom Tragen des roten Trikots des amtierenden Siegers der Disziplinenwertung beflügelt werden kann.

Beim ÖSV ruhen die Hoffnungen auf Vincent Kriechmayr und Matthias Mayer. Nachdem enttäuschenden Saisonstart der Techniker, sollen die Speed-Herren an diesem Wochenende die Kohlen aus dem Feuer holen. Sollte ihnen das nicht gelingen, könnte schon nach wenigen Rennen innerhalb des ÖSV der Haussegen schief hängen.

Die Wikinger Aleksander Aamodt Kilde und Kjetil Jansrud waren im vergangenen Winter sehr erfolgreich. Und wer die beiden Norweger kennt, weiß, dass sie nahtlos an ihre Leistungen anknüpfen wollen und auch in der WM-Saison ein Wörtchen mitreden können, wenn es um den einen oder anderen Sprung auf das Podest geht. Ein Außenseiter hinsichtlich einer guten Platzierung zum Saisonauftakt kann ihr Teamkollege Adrien Smiseth Sejersted sein.

Eine positive Überraschung war ohne Zweifel der Italiener Mattia Casse. Der sechste Endrang in der Disziplinenwertung ist ein Indiz dafür, dass der azurblaue Speedspezialist immer fleißig an sich gearbeitet hat und die Errungenschaften nur eine Frage der Zeit waren. Mit einer ordentlichen Portion Selbstvertrauen wird er auch in Val d’Isere an den Start gehen, um dann möglicherweise bei der Heim-WM in Cortina d’Ampezzo zuzuschlagen. Marco Odermatt aus der Schweiz reitet derzeit auf der Welle des Erfolgs. Im Riesentorlauf ist er schon einer der ganz Großen. Und da er vielseitig interessiert ist, kann er auch im Super-G etwas Brauchbares zuwege bringen. Er ist ein sympathischer und bodenständiger Athlet. Die Medien wären gut beraten, ihn nicht zu sehr in den Himmel zu loben, damit er konsequent seinen Weg gehen kann.

Der Franzose Alexis Pinturault will bei seinem Heimrennen gemeinsam mit Johan Clarey, Nils Allegre und Adrien Theaux viele Punkte sammeln. Während Ersterer von der großen Kristallkugel träumt, sind die anderen durchaus in der Lage, Odermatt oder Kilde wichtige Punkte streitig zu machen, sollten die Wünsche Pinturaults konkrete Konturen annehmen. Nachdem Thomas Dreßen bis auf Weiteres nicht einsatzfähig ist, liegt es an Andreas Sander, Romed Baumann und Josef Ferstl, die DSV-Fahnen hochzuhalten. Ferstl kann mehr, als es der Blick auf die letztjährige Disziplinenwertung zeigt. Dabei muss man nicht so weit zurückblicken. Sander und Baumann sind aufgrund ihrer Erfahrung immer für einen Top-10-Platz gut. Und vielleicht reicht es auch für ein bisschen mehr.

Der Schweizer Beat Feuz ist in der Abfahrt besser. Das heißt aber nicht, dass er von Natur aus ein schlechterer Super-G-Fahrer ist. Von Interesse wird auch sein, wie der Südtiroler Dominik Paris nach seiner Verletzung unterwegs ist. Das gilt auch für seinen Landsmann Christof Innerhofer, der im vergangenen Winter nur zwei Rennen bestritten hat. Sowohl Paris als auch Innerhofer wurden einmal im Super-G Weltmeister, und über die Fähigkeiten in dieser Disziplin muss man sich keinen Kopf zerbrechen.

Aus ÖSV-Sicht kann man auch immer auf Christian Walder, Max Franz und Hannes Reichelt zählen. Letzterer erlebt mit 40 Lenzen seinen x-ten Frühling und möchte zeigen, dass er gut ein Jahr nach seiner schweren Knieverletzung, die er sich in Bormio zugezogen hat, nicht zum alten Eisen gehört.

Im Dezember 2016 wurde der letzte Super-G der Herren in Val d’Isère ausgetragen. Dabei konnten die Norweger jede Menge jubeln. Es siegte Kjetil Jansrud vor Aksel Lund Svindal. Dominik Paris belegte den dritten Rang und freute sich auch über 60 Weltcupzähler.

 

Programmwechsel in Val d’Isere: Abfahrt auf Sonntag verschoben.

Das Organisationsteam von Val d’Isere und die FIS, haben sich aufgrund der zu erwartenden Wetterbedingungen in Frankreich, am Wochenende für einen Programmtausch entschieden. Der Super-G wird auf den Samstag vorgezogen, die geplante Abfahrt auf der OK-Piste auf Sonntag verschoben. Rennbeginn ist jeweils 10.30 Uhr.

Wie wir bereits in den letzten Tagen berichtet haben, erwartet man in Val d’Isere, in der Nacht von Freitag auf Samstag einen Wetterumschwung. Es kann bis zu 30 cm Neuschnee fallen. Bei Temperaturen um -8°C bis -5°C und weiteren Schneefällen könnte auch der Nebel am Samstag zum Spielverderber werden. Von Samstag auf Sonntag wird weiterer Schneefall (20 cm) vorhergesagt, der jedoch in der zweiten Nachthälfte nachlassen, bzw. aufhören soll. Der Sonntag wartet dann wieder mit gutem Rennwetter auf.

Val d’Isère (FRA)
– Sa., 12.12.2020, 10:30 Uhr (MEZ): Super-G Herren (SG)
– So., 13.12.2020, 10:30 Uhr (MEZ): Abfahrt Herren (AF)

 

Die Super-G Rennen der Herren in der Saison 2019/20

  1. Super-G der Herren in Lake Louise

Im kanadischen Lake Louise wurde der erste Super-G der Herren der Ski Weltcup Saison 2019/20 ausgetragen. Dabei siegte der Österreicher Matthias Mayer vor dem Südtiroler Dominik Paris und Vincent Kriechmayer, einem weiterem Österreicher. Letzterer musste sich mit dem Schweizer Mauro Caviezel den dritten Platz teilen. Auf Position fünf klassierte sich der Italiener Mattia Casse. Der Norweger Aleksander Aamodt Kilde, vor einigen Saisonen Sieger der Super-G-Disziplinenwertung, beendete das Rennen auf Platz sechs. Zweitbester Eidgenosse wurde der junge Marco Odermatt, der als Siebter eine starke Leistung zeigte. Kildes Mannschaftskollege Kjetil Jansrud schwang als Achter ab. Die besten Zehn des Rennens in Lake Louise wurden von Adrien Théaux und DSV-Rennläufer Thomas Dreßen vervollständigt.

  1. Super-G der Herren in Beaver Creek

Im US-amerikanischen Beaver Creek wurde der zweite Super-G der Ski Weltcup Saison 2019/20 ausgetragen. Es siegte der Schweizer Marco Odermatt vor dem Norweger Aleksander Aamodt Kilde und dem Österreicher Matthias Mayer. Der Franzose Alexis Pinturault belegte den sehr guten vierten Platz. Odermatts Landsmann Mauro Caviezel schwang als Fünfter ab. Die Hausherren freuten sich über die sechste Position von Travis Ganong. Der Oberösterreicher Vincent Kriechmayr, bei den Weltmeisterschaften in Åre in dieser Disziplinen noch Gewinner einer Medaille, klassierte sich auf Platz sieben. Kildes Mannschaftskollege Adrian Smiseth Sejersted schwang vor dem routinierten Salzburger Hannes Reichelt, vor vier Jahren an Ort und Stelle Weltmeister, und dem Italiener Mattia Casse ab auf Rang acht ab.

  1. Super-G der Herren in Gröden

Den Sieg beim Super-G in Gröden auf der Saslong, sicherte sich Vincent Kriechmayr. Der Österreicher, der mit Startnummer 7 ins Rennen ging, setzte sich vor dem Norweger Kjetil Jansrud und Thomas Dreßen aus Deutschland durch. Der Schweizer Mauro Caviezel verpasste den Sprung auf das Podest knapp, und schwang vor dem Südtiroler Mitfavoriten Dominik Paris auf dem vierten Platz ab. Der Salzburger Routinier Hannes Reichelt schwang als Sechster des Tages ab. Der Franzose Johan Clarey und der Wikinger Aleksander Aamodt Kilde teilten sich den siebten Rang. Der Eidgenosse Beat Feuz und Clareys Mannschaftskollege Adrien Théaux waren fast gleich schnell und rundeten die besten Zehn des Klassements ab.

  1. Super-G der Herren in Kitzbühel

Der Norweger Kjetil Jansrud gewann das Super-G Rennen in Kitzbühel. Der Wikinger verwies die beiden zeitgleichen Matthias Mayer aus Österreich und seinen Landsmann Aleksander Aamodt Kilde auf den zweiten Platz. Auf Rang vier schwang Mauro Caviezel aus der Schweiz ab. Der Italiener Mattia Casse zeigte eine gute Fahrt und belegte am Ende Position fünf. Der Österreicher Vincent Kriechmayr klassierte sich auf Platz sechs. Zweitbester Eidgenosse wurde Beat Feuz der Siebter wurde. Der Deutsche Andreas Sander reihte sich auf Platz acht ein. Die besten Zehn wurden von Alexis Pinturault aus Frankreich und dem US-Boy Travis Ganong komplettiert.

  1. Super-G der Herren in Saalbach Hinterglemm

Aleksander Aamodt Kilde feierte in Saalbach-Hinterglemm seinen vierten Weltcupsieg, den zweiten in einem Super-G Rennen. Der Norweger setzte sich vor dem Schweizer Mauro Caviezel durch. Thomas Dreßen aus Deutschland, konnte sich 24 Stunden nach seinem Abfahrtserfolg, als Dritter erneut über einen Podestplatz freuen. Christian Walder verpasste als Vierter und somit bester Österreicher knapp den Sprung auf das Podium und reihte sich, vor dem Italiener Mattia Casse (5.) und Alexis Pinturault (6.) aus Frankreich, der wichtige Punkte im Kampf um die große Weltcupkugel sammeln konnte, auf dem vierten Rang ein. Eine starke Leistung zeigte DSV-Rennläufer Andreas Sander, der sich zeitgleich mit dem US-Amerikaner Travis Ganong den vierten Platz teilte. Die Mitfavoriten Kjetil Jansrud aus Norwegen und der Oberösterreicher Vincent Kriechmayr mussten sich mit den Rängen neun und zehn begnügen.

  1. Super-G der Herren in Hinterstoder

Der Oberösterreicher Vincent Kriechmayr nutzte seinen Heimvorteil auf der „Hannes Trinkl Weltcupstrecke“ und feierte in Hinterstoder seinen sechsten Weltcupsieg, den vierten in einem Super-G. Mauro Caviezel musste sich, wie bereits in Saalbach-Hinterglemm knapp geschlagen geben, dem Schweizer fehlten zum Sieg fünf Hundertstelsekunden. Mit Matthias Mayer sicherte sich ein weiterer Österreicher, als Dritter, einen Podestplatz. Eine starke Leistung zeigte der Franzose Alexis Piturault der sich vor dem Schweizer Beat Feuz und dem Norweger Kjetil Jansrud auf dem vierten Rang einreihte. Hinter dem Franzosen Nils Allegre reihten sich die beiden Italiener Mattia Casse und Emanuele Buzzi auf den Plätzen acht und neun ein. Seine aufsteigende Form stellte Gino Caviezel unter Beweis. Der Schweizer konnte sich mit Rang zehn über seine beste Saison-Platzierung im Super-G freuen.

 

Vorbericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

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