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Livio Magoni hat sich bei Petra Vlhová und der Slowakei entschuldigt

Livio Magoni hat sich bei Petra Vlhová und der Slowakei entschuldigt

Livio Magoni hat sich bei Petra Vlhová und der Slowakei entschuldigt

Liptovský Mikuláš – Als die slowakische Skirennläuferin Petra Vlhová am vergangenen Wochenende den Gesamtweltcupsieg holte und die große Ski Weltcup Kristallkugel gewann, war ihr ganzes Heimatland aus dem Häuschen. Von überall her prasselten die Glückwünsche auf sie ein. In diesem Moment des Glücksgefühls kam niemandem der Gedanke, dass sie einige Stunden später negative Aussagen ihres eigenen Trainers hören würde.

Die italienische Zeitung „Corriere della Sera“ druckte am Dienstag ein Interview mit Vlhovás Erfolgscoach Livio Magoni ab. Der Italiener lobte seine Athletin und verglich sie mit dem lombardischen Traditionsfußballverein Atalanta Bergamo. Im Laufe des Gesprächs wendete sich das Blatt, und es fielen Worte, die einer starken Kritik gleichkamen. Kurzum hatte das Interview mit Flavio Vanetti einen bitteren Nachgeschmack für die frischgebackene Gesamtweltcupsiegerin aus der Slowakei.

Das Gespräch enthielt Aussagen, über die so mancher Fan der Slowakin den Kopf schüttelte. Die 25-Jährige, aber auch ihre Familie, reagierte mit Unverständnis dafür. Trotz der negativen Passagen behielt Petra Vlhová einen kühlen Kopf. Sie antwortete nur, dass sie die Sache nicht kommentieren wird, ohne selbst mit dem Italiener, der auch vor einiger Zeit die Slowenin Tina Maze zum Gesamtweltcup führte, zu sprechen.

Gegenüber der Tageszeitung „Šport“ stellte der Erfolgstrainer seine Aussagen richtig

 

Livio Magoni entschuldigte sich im Interview mit der slowakischen Tageszeitung Šport bei Petra Vlhova und der ganzen Slowakei!

„In den letzten fünf Jahren hat jeder von uns alles daran gesetzt um die große Kristallkugel zu gewinnen. Es war unser Traum seit dem Beginn unserer Zusammenarbeit.

Nach meinem Interview mit der dem „Corriere della Sera“, einer Zeitung die sich nicht auf Sport, und insbesondere auf das Skifahren spezialisiert hat, wurde meine Aussagen definitiv falsch interpretiert und geschrieben.

Der Autor des Interviews fragte mich, wie ich die Leistungen von Petra im Vergleich zu anderen italienischen Skifahrerinnen, aber auch Shiffrin und Maze einordne. Um Sie richtig zu machen, wollte ich die enorme Qualität der Arbeit hervorheben, die Petra geleistet hat. Ich habe einen speziellen italienischen Ausdruck verwendet, um zu sagen, dass Petra „eiserne Beine“ hat, nicht, dass sie wie ein Bügeleisen ist.

Im Gegensatz zu einigen anderen Athletinnen, denen es in die Wiege gelegt ist, den Schnee auf bewundernswerte Weise zu fühlen und sich daran anpassen, musste sich Petra dieses Gefühl mit viel  Engagement und mit viel Einsatz erarbeiten.

In dem Interview sagte ich, dass ich keinen Vertrag mit dem Verband unterschrieben habe, aber wenn man sich entscheidet, mit Petra zusammenzuarbeiten, schließt man einen Vertrag mit ihr und der Familie ab. Man heiraten praktisch die ganze Familie und nicht die nationale Gewerkschaft.

Aber ich denke, es ist übertrieben, wenn man einem Interview, im Vergleich zu allem was wir getan und erreicht haben, so viel Bedeutung beimisst. Ich möchte nicht streiten, mir ist es aber wichtig, dass alles geklärt wird.

Ich entschuldige mich besonders bei Petra und allen Bürger/innen der Slowakei, dass ich ihren großen Moment des Glücks ruiniert haben. Es tut mir leid für die ganze Slowakei. Entschuldigung!“

 

Bericht für skiweltcup.tv. Andreas Raffeiner

Quelle: sport.aktuality.sk (Auszug)

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