14 November 2021

Lokalmatador Christian Hirschbühl gewinnt das Parallel-Rennen vor heimischer Kulisse in Lech/Zürs

Der Slalom hat in der Olympiasaison Priorität für Christian Hirschbühl
Der Slalom hat in der Olympiasaison Priorität für Christian Hirschbühl

Lech/Zürs – Am heutigen Sonntag fand das Parallel-Rennen der Herren in der Flexenarena in Lech/Zürs statt. Bei dem Bewerb, bei dem unter anderem viele Schweizer mit einem Boykott aufwarten ließen, musste sogar der französische Vorjahressieger Alexis Pinturault früh kleinbeigeben. Er schied schon in der Qualifikation aus. Im rein österreichischen Finale siegte Christian Hirschbühl vor Dominik Raschner. Für beide war es eine Premiere, denn noch nie stand einer der zwei auf einem Weltcuppodest. Im kleinen, rein norwegischen Finale triumphierte Atle Lie McGrath vor Henrik Kristoffersen. Die Redaktion von Skiweltcup.TV hat den ganzen Tag vom Achtelfinale an in einer kleinen Übersicht für Sie zusammengestellt. Lesen Sie selbst!

Ski Weltcup Daten und Fakten zum
Parallel-Rennen der Herren in Lech Zürs

FIS-Startliste Qualifikation in Lech Zürs
FIS-Liveticker Qualifikation in Lech Zürs
FIS Zwischenstand nach der Qualifikation
FIS-Startliste K.O System in Lech Zürs – K.O.
FIS-Liveticker K.O. System in Lech Zürs – K.O.
FIS-Endstand Parallel-Rennen Lech Zürs

Gesamtweltcupstand der Herren 2021/22

Nationencup: Gesamtwertung
Nationencup: Herrenwertung

** Alle Daten werden sofort nach Eintreffen aktualisiert

Finale

Christian Hirschbühl kann sein Glück nicht fassen. Der Mann aus dem Ländle triumphierte beim heutigen Parallel-Rennen in Lech/Zürs. Der Vorarlberger, der knapp die Qualifikation schaffte, steigerte sich von Rennen zu Rennen immer im zweiten Durchgang und war am Ende knapp schneller als sein Mannschaftskollege Dominik Raschner. Der Tiroler gewann die Qualifikation und freute sich durchaus über seinen zweiten Rang.

Kleines Finale

Im kleinen Finale sahen die Zuschauer im Ländle ein norwegisches Duell, das auch unter dem Motto „jung-draufgängerisch gegen erfahren-abgebrüht“ bezeichnet werden konnte. Dabei triumphierte das Draufgängertum, und das war in persona Atle McGrath, über die Routine, sprich Henrik Kristoffersen.

Halbfinale

Im Semifinale kam es zu zwei österreichisch-norwegischen Duellen. Der Tiroler Dominik Raschner empfing den Youngster Atle Lie McGrath; der Vorarlberger Christian Hirschbühl hatte es mit Henrik Kristoffersen zu tun. Während der Qualifikationssieger das nordeuropäische Talent in die Schranken wies und auch von dessen Ausfall profitierte, holte der Lokalmatador gegen den routinierten Kristoffersen im zweiten Durchgang 0,5 Sekunden auf und zog sehr zur Freude der vielen Schlachtenbummler ins Finale ein.

Das Halbfinale der Herren

Halbfinale 1: Dominik Raschner (1) vs. Atle Lie McGrath (4)
Halbfinale 2: Henrik Kristoffersen (3) vs. Christian Hirschbühl (15)

Platzierungsläufe 5-8:

Nachdem der slowenische Athlet Stefan Hadalin, aber auch das kanadische Duo Trevor Philp und Erik Read und der Österreicher Adrian Pertl im Viertelfinale den Kürzeren zogen, mussten sie Hoffnungsläufe bestreiten, um zumindest noch in den Genuss zahlreicher Weltcupzähler zu kommen und ihren Arbeitstag in Lech/Zürs zwischen den Rängen fünf und acht zu beenden. Im Duell um Platz 5 setzte sich Trevor Philp gegen Adrian Pertl durch. Im Lauf um Position 7 war Erik Read deutlich schneller als sein Gegner Stefan Hadalin.

Platz 5: Trevor Philp
Platz 6: Adrian Pertl
Platz 7: Erik Read
Platz 8: Stefan Hadalin

Viertelfinale

Im Viertelfinale profitierte der rot-weiß-rote Qualifikationssieger Dominik Raschner vom Ausfall seines slowenischen Konkurrenten Stefan Hadalin. Atle Lie McGrath, ein norwegischer und darüber hinaus auch stets motivierter Jungspund, machte gegen den ÖSV-Mann Adrian Pertl kurzen Prozess.

Mit Henrik Kristoffersen zog ein weiterer Wikinger in die Vorschlussrunde ein, zumal er im Zweikampf gegen Erik Read aus Kanada die Oberhand behielt. Christian Hirschbühl, er startet für das Team Austria, sorgte mit seinem Triumph über Reads Landsmann Trevor Philp, dass sowohl zwei einheimische als auch zwei Athleten aus dem hohen Norden Europas ins Halbfinale einzogen.

Das Viertelfinale der Herren

Viertelfinale 1: Dominik Raschner (1) vs. Stefan Hadalin (9)
Viertelfinale 2: Atle Lie McGrath (4) vs. Adrian Pertl (5)
Viertelfinale 3: Henrik Kristoffersen (3) vs. Erik Read (6)
Viertelfinale 4: Christian Hirschbühl (15) vs. Trevor Philp (10)

Achtelfinale

In der Runde der letzten 16 gewann der österreichische Qualifikationssieger Dominik Raschner sein Duell gegen den Belgier Armand Marchant.  Der Slowene Zan Kranjec, am Vormittag noch Zweiter, hatte gegen Raschners Mannschaftskollege Christian Hirschbühl das Nachsehen. Der Norweger Atle Lie McGrath ließ gegen den Franzosen Cyprien Sarrazin nichts anbrennen. Henrik Kristoffersen, ebenfalls ein Wikinger, behielt knapp gegen Stefan Brennsteiner vom Team Austria die Oberhand.

Adrian Pertl aus Österreich und Alexander Schmid aus Deutschland waren nach zwei Läufen gleich schnell unterwegs, doch die schnellere Zeit gelang dem Kärntner, der somit ins Viertelfinale einzog. Erik Read aus Kanada profitierte ebenfalls von der besseren Vorstellung, obwohl exakt gleich rasch wie der junge Südtiroler Alex Vinatzer war. Reads Landsmann Trevor Philp war deutlich schneller als DSV-Mann Linus Straßer. Julian Rauchfuß, auch er fährt für Deutschland, musste sich in der Flexenarena seinem slowenischen Gegner Stefan Hadalin beugen.

Das Achtelfinale der Herren

Dominik Raschner (1) vs. Armand Marchant (15)
Zan Kranjec (2) vs. Christian Hirschbühl (15)
Henrik Kristoffersen (3) vs. Stefan Brennsteiner (13)
Atle Lie McGrath (4) vs. Cyprien Sarrazin (14)
Adrian Pertl (5) vs. Alexander Schmid (12)
Erik Read (6) vs. Alex Vinatzer (10)
Linus Straßer (7) vs. Trevor Philp (10)
Julian Rauchfuss (8) vs. Stefan Hadalin (9)

Der nächste Parallel-Bewerb der Frauen findet Mitte Februar 2022, dann auf olympischem Terrain statt. In China geht es dann um Olympiagold, -silber und -bronze.

Der Herren Ski Weltcup Kalender der Saison 2021/22  

Der Damen Ski Weltcup Kalender der Saison 2021/22  

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

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