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Lucas Braathen sieht in Henrik Kristoffersen keinen Teamkollegen

Lucas Braathen sieht in Henrik Kristoffersen keinen Teamkollegen

Lucas Braathen sieht in Henrik Kristoffersen keinen Teamkollegen

Oslo – Der 20-jährige norwegische Jungspund Lucas Braathen, der am vergangenen Sonntag den Riesentorlauf in Sölden gewann und die Fachwelt verblüffte, sieht in seinem Landsmann Henrik Kristoffersen, der als Fünfter ins Ziel kam keinen Teamkollegen, sondern einen Konkurrenten.

Eigentlich sollte man denken, dass die Norweger sich freuen dass sie ein neues Superduo in die Riesenslalom Rennen schicken können. Doch weit gefehlt. In einem Interview mit VG.no erklärte Braathen: „Wir sind beide Norweger. Aber er hat das Team Kristoffersen mit seinen Trainern und Physiotherapeuten ausgewählt, und der Rest von uns ist eine andere Trainingsgruppe. Er stellt mir nichts zur Verfügung, und ich stelle ihm nichts zur Verfügung. Er ist nur ein Mitkonkurrent.“

Es ist offensichtlich, dass zwischen ihnen praktisch keine Beziehung besteht. Während Braathen fleißig mit seinen Mannschaftskollegen wie etwa Leif Kristian Nestvold-Haugen, Aleksander Aamodt Kilde und Co. arbeitet, ist Kristoffersen mit seinem Privatteam im Einsatz.

Auch wenn Kristoffersen seinem norwegischen Kollegen Rosen streute, und erklärte dass dieser für sein Alter sehr weit ist, konnte er sich einen Nebenhieb nicht verkneifen: „Der erste Sieg im Ski Weltcup ist der einfachste, vor allem wenn niemand es von Dir erwartet. Doch in den folgenden Rennen ist die Erwartungshaltung größer. Mit diesem Druck muss man umgehen können. Die nächsten Monate werden zeigen wie Braathen die Situation meistert.“

Braathen konterte: „Das ist mir egal. Für mich ist es ein Wahnsinn dass ich in Sölden gewinnen konnte, und dass ich erst 20 bin, finde ich einfach cool. Henrik kann sagen was er will, ich bin über diesen Tag in Sölden einfach happy. Das Ziel ist nicht eine so fantastische Karriere wie Henrik zu haben, sondern eine bessere. Ich gehe nicht an den Start um Zweiter zu werden, ich gehe ins Rennen um der Beste zu sein.“

Jetzt gibt es im Ski Weltcup eine Pause bis Mitte November. Dann steht der erste Parallelbewerb auf dem Programm, Schauplatz des Geschehens ist Lech/Zürs in Vorarlberg.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quelle: nettavisen.no

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