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Madonna di Campiglio: Drohneneinsatz war in dieser Form gar nicht erlaubt

Marcel Hirscher hatte am Dienstag in Madonna di Campiglio einen Schutzengel an seiner Seite

Marcel Hirscher hatte am Dienstag in Madonna di Campiglio einen Schutzengel an seiner Seite

Madonna di Campiglio – Das mehrmalige Videostudium macht die Beinahe-Katastrophe auch nicht ungefährlicher. Als Marcel Hirscher im zweiten Durchgang des gestrigen Nachtslaloms zu Tal raste, schlug hinter ihm eine mehr als 10 kg schwere Drohne ein. Fakt ist eins: Hätte sie den Salzburger erwischt, wäre er wohl nicht ohne Verletzungen davongekommen.

Manfred Mussner, Leiter der Luftfahrtbehörde ENAC, stellt klar, dass oft die notwendige Genehmigung fehlt. Auch im aktuellen Fall. Das Unternehmen, dass die Drohne von gestern in Betrieb nahm, muss große Sicherheitsauflagen einhalten. Wenn das eintritt, kriegt man eine Sondergenehmigung. Viele Menschen wohnten dem Skispektakel gestern bei und das Rennen wurde bei Nacht ausgetragen. Das sind zwei Faktoren, die eben die Genehmigung bedürfen. Doch diese konnte nicht nachgewiesen werden.

In Italien kann man zu privaten Zwecken Drohnen fliegen. Auch ohne Genehmigung. Fliegt man über Menschen, in der Nähe von Flughäfen, über vielen Menschen oder in der Nacht muss man die Drohne immer im Blickwinkel haben. Gerade aus diesen Gründen ist es sehr schwierig die zitierte Sondergenehmigung zu erhalten.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quelle: www.stol.it

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