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Marc Digruber im Skiweltcup.TV-Interview: „Ich bin stolz auf den letzten Winter!“

Marc Digruber im Skiweltcup.TV-Interview: „Ich bin stolz auf den letzten Winter!“ (Foto: Walter Schmid / Skiweltcup.TV)

Marc Digruber im Skiweltcup.TV-Interview: „Ich bin stolz auf den letzten Winter!“ (Foto: Walter Schmid / Skiweltcup.TV)

Der Österreicher Marc Digruber hat im letzten Jahr eine gute Saison erlebt. Er kann neben Marco Schwarz zu den Überraschungen im ÖSV-Team des vergangenen Winters in den technischen Disziplinen gezählt werden. Wir sprachen mit ihm über die abgelaufene Saison, die Vorbereitungen, den Riesentorlauf und vieles mehr.

Skiweltcup.TV: „Du warst in der letzten Saison eine der freudigen Überraschungen im ÖSV-Slalomteam. Wie ordnest du das vergangene Jahr ein?“

Marc Digruber: „Es war eine sehr emotionale Saison. Ich bin sehr gute Rennen gefahren, und habe etwas geschafft, was ich schon lange als Ziel gehabt habe. Jedes einzelne Rennen war für mich einfach genial. Es ist nicht übertrieben, wenn ich sage, dass ich mich wie ein kleiner Junge gefreut habe und mit viel Stolz auf die letzte Saison zurückblicke.“

Skiweltcup.TV: „Du bist ein Kämpfer, dem nicht alles in den Schoß gefallen ist. Kann man sagen, dass du einige Hürden nehmen musstest, um dein Ziel zu erreichen?

Marc Digruber: „Die Saison davor war ich noch kaderlos, und habe im Landesskiverband selbst trainiert. Ich bin dann am Ende der Saison nach Japan geflogen und habe die Far East Cup Rennen bestritten. Dort konnte ich zwei Rennen gewinnen und mich deutlich in der Weltrangliste verbessern. Im letzten Jahr konnte ich dann mit Startnummer 38 und nicht mehr mit 60 oder 70 in die Saison starten. Dies war ein wesentlicher Punkt, damit es gleich von Anfang an gut funktioniert hat.“

Skiweltcup.TV: „Wie ist deine Vorbereitung im Hinblick auf die neue Saison abgelaufen?“

Marc Digruber: „Wir waren in den letzten Wochen viel auf den österreichischen Gletschern unterwegs und haben da auch gute Bedingungen vorgefunden. Wir waren auch auf der Reiteralm und am Pass Thurn unterwegs. Wir haben ein qualitativ gutes Training abspulen können. Jetzt wollen wir beim ersten Rennen richtig Gas geben.“

Skiweltcup.TV: „Du bist als Slalom-Spezialist unterwegs. Kannst Du dir auch vorstellen, im Riesentorlauf Fuß zu fassen?“

Marc Digruber: „Ich bleibe weiterhin ein Slalom-Spezialist, auch wenn ich in diesem Jahr etwas mehr Riesentorlauf trainiert habe. Das ist einfach gut für mich, zumal es auch etwas Abwechslung in den Trainingsalltag bringt, und ich denke, dass auch für meinen Slalomschwung von Vorteil ist. Ich fahre also weiterhin Slalom, trainiere aber beides.“

Skiweltcup.TV: „Ist damit für dich der WM-Slalom bei der Skiweltmeisterschaft in St. Moritz das Highlight des Jahres? Wie wohl fühlst du dich auf dem WM-Hang?“

Marc Digruber: „Die WM in St. Moritz ist natürlich ein großes Ziel. Beim Saisonfinale habe ich mich auf dem Slalomhang sehr wohl gefühlt. Vor allem im ersten Durchgang bin ich sehr gut gefahren. Im Finallauf habe ich ein paar kleine Fehler gehabt, und bin auf den 14. Platz zurückgefallen. Grundsätzlich taugt mir der Hang aber richtig gut. Wann es dann soweit ist und ich bei der WM dabei bin, werde ich richtig Gas geben.“

Skiweltcup.TV: „Was muss man auf dem WM-Hang in St. Moritz beachten, um am Ende erfolgreich zu sein?“

Marc Digruber: „Die ersten vier, fünf Tore am Starthang gehen steil weg. Dann geht es aber eine Zeit lang flach dahin. Da muss man natürlich alles rausholen und richtig vorwärts powern. Im Mittelteil sind wieder ein paar steilere Tore, bevor man in den extrem flachen Schlussteil kommt. Wenn man vorne dabei sein will, darf man hier nichts verschenken. Beim Weltcupfinale war es in der letzten Saison so, dass man vom ersten bis zum letzten Tor auf Risiko gehen musste. Wenn man bei der WM vorne mitfahren möchte, muss man sicher alles riskieren, sonst landet man schnell im geschlagenen Feld.“

 

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