12 Dezember 2010

Marcel Hirscher gewinnt Slalom von Val d’Isere

Rot-weiß-roter Doppelerfolg beim Slalom von Val d’Isere. Der Salzburger Marcel Hirscher gewinnt in einer Gesamtzeit von 1:44.70 Minuten vor seinem Teamkollegen Benjamin Raich (+ 0.31) und dem Franzosen Steve Missillier (+ 0.56). 

In Val d’Isere fühlt sich Marcel Hirscher wohl. Im Vorjahr feierte er hier seinen ersten Riesentorlauf-Sieg. Heute steht er erstmals in einem Slalom ganz oben! „Ich hab eine Schaufel mehr Risiko genommen, hatte aber nie das Gefühl, dass ich weg wäre oder gefährlich unterwegs wäre. Es ist einfach ein Traum. Hier in Val d’Isere habe ich den ersten Weltcupsieg gefeiert und jetzt kommt mein erster Slalom-Sieg dazu. Der Berg ist sicher mein Lieblingsberg und wird es auch immer bleiben“, war die Freude bei Marcel Hirscher riesig. 

Auch Benjamin Raichs erster Podestplatz in dieser Saison kam etwas überraschend nachdem er in der Vorwoche wegen Rückenproblemen pausieren musste:  „Es war ein gutes Wochenende. Die Leistung gestern relativ gut und heute sowieso. Ein Traum, ich bin überglücklich. Marcel ist extrem stark. Ich hab ihm oben ein bisserl nachgeschaut, hab keinen Fehler gesehen und hab gewusst, dass ich alles geben muss. Bei so einem schwierigen Hang passieren immer wieder Ausfälle und Fehler. Wenn man vorne dabei sein will, muss man alles geben. Und das habe ich heute gemacht.“ 

Den 4. Rang sicherte sich der Schweizer Silvan Zurbriggen (+ 0.90) vor dem Kanadier Julien Cousineau (+ 1.13). Zurbriggen war nach einem starken ersten Lauf auf Podestkurs und schnupperte gar an seinem 1. Slalomweltcup-Sieg seiner Karriere. Doch im 2. Durchgang fuhr der Walliser zu verhalten. 

Trotzdem war man im Schweizer Lager mit der Teamleistung sehr zufrieden. Insbesondere der junge Justin Murisier nutzte seine frühe Startnummer im Finallauf und kämpfte sich mit einem starken 2. Lauf und der zweitbesten Laufzeit von Position 27 auf Rang 8 vor. Damit holte Murisier seine ersten Weltcup-Punkte. Marc Gini als 11. und Markus Vogel auf Rang 13, ebenfalls mit persönlicher Bestleistung, rundeten das starke Swiss-Ski-Resultat ab. 

Im DSV Team konnte man sich heute mit 6. Rang über das beste Saison Ergebnis von Felix Neureuther (+ 1.31.) freuen. „Ich fühle mich extrem stark. Dass ich trotz der Fehler so gut unterwegs bin, ist eine Bestätigung für mich“, fühlte sich der 26-Jährige in seiner Trainingsarbeit bestätigt. 

Der nach dem 1. Durchgang in Führung liegende Südtiroler Manfred Mölgg (+ 1.47) musste sich am Ende hinter Ondrej Bank (+ 1.37) und Justin Murisier (+ 1.44) mit Rang 9 begnügen. 

Die Top 10 komplettierte der Österreicher Christop Dreier (+ 1.55). Der 29-jährige Salzburger schob sich im zweiten Lauf mit der sechstbesten Zeit noch vom 18. auf den zehnten Platz nach vor und holte damit sein mit Abstand bestes Karriereresultat. „Der ganze Hang ist von oben bis unten zu kämpfen und zu beißen. Es geht dauernd nur bergab, der Berg lässt dich nie aus“, war Dreier froh über sein Erfolgserlebnis bei dem ausfallsreichen Slalom.