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Marcel Hirscher lässt seine Zukunft noch offen

Marcel Hirscher lässt seine Zukunft noch offen

Marcel Hirscher lässt seine Zukunft noch offen

Kranjska Gora – Der österreichische Skirennläufer Marcel Hirscher hat in diesem Winter wieder einmal alles abgeräumt. Dass Alexander Van der Bellen, seines Zeichens Bundespräsident der Alpenrepublik ihn als sportlichen Teufelskerl bezeichnet, ist mehr als nur naheliegend.

Er begann furios und hatte in den ersten drei Riesenslaloms und in den ersten beiden Torläufen die Nase vorn. Schon rasch musste die Konkurrenz einsehen, dass gegen den Salzburger kein Kraut gewachsen war. Dass die achte große Kristallkugel eine Frage der Zeit war, wusste nicht nur Hirscher. Im Kalenderjahr 2018 konnte er 15 Siege einfahren, und dank seiner weltmeisterlichen Medaillen in Åre verbesserte er die Bestmarke im Ski-WM-Edelmetallspiegel zu seinen Gunsten. Er gewann sieben Gold- und vier Silbermedaillen.

Was fehlt in der großartigen Karriere des Österreichers? Zwei Dinge sind es, und das sind Siege in der Kombination und in der Abfahrt. Es ist fraglich, ob er je eine Abfahrt bestreiten wird. Denn ein Wettkampf macht in seinen Augen nur Spaß, wenn man erfolgreich ist.

Der Salzburger weiß, dass in den nächsten Wochen und Monaten wieder viele Fragen über seine Zukunft gestellt werden. Die Fans hoffen, dass der achtfache Gesamtweltcupsieger weiter macht. Die Entscheidung über seine Zukunft liegt aber alleine in seinen Händen, und natürlich bei seiner jungen Familie.

In Kranjska Gora musste Hirscher die Siege anderen überlassen. Er war nicht ganz zufrieden, zumal er ja als Perfektionist in der Szene bekannt ist. Bei der Pressekonferenz stichelte sein norwegischer Gegner Henrik Kristoffersen und kommentierte die Aussagen des Salzburgers mit dem Satz, dass er nicht immer so ernst sein soll. Dann war die Lockerheit auch da, selbst wenn ihm gesalzene Pisten wie im Frühling nicht so taugen. So gesehen ist der dritte Platz von heute doch ein Wahnsinn, wie eben die ganze sportliche Laufbahn des Österreichers auch.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quellen: www.laola1.at, www.srf.ch

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