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Marcel Mathis muss geduldig weiter arbeiten

© Gerwig Löffelholz  /  Marcel Mathis

© Gerwig Löffelholz / Marcel Mathis

Hohenems – Mit der Brechstange geht nichts. Diese Erfahrung musste auch der österreichische Skirennläufer Marcel Mathis machen. Der Vorarlberger preschte im Jahre 2012 beim Riesentorlauf im bulgarischen Bansko dank Laufbestzeit im zweiten Durchgang noch vom 26. Rang bis auf Position drei nach vorne. Man prophezeite dem damals 20-jährigen ÖSV-Athleten eine große Karriere. Doch nach einem weiteren Podestplatz und drei Top-10-Platzierungen hörte man wenig bis gar nichts mehr von ihm.

Was ist passiert? War der Skirennläufer aus dem westlichsten Bundesland Österreichs ein Opfer der Materialreform? Als die längeren, weniger taillierten Bretter wieder eingeführt wurden, verpasste Mathis über kurz oder lang den Anschluss an die Spitze. Die Carving-Skier taugten dem am Heiligen Abend 1991 geborenen Athleten mehr. Trotzdem gibt der Skirennsportler nicht auf. Das ist auch nicht im Sinne des Vorarlbergers, der unverhohlen zugibt, dass das letzte Biennium durchaus lehrreiche Jahre waren. Zwei 16. Ränge sind nicht das, was sich Mathis vorstellt.

ÖSV-Europacuptrainer Jürgen Graller nimmt seinen Schützling im wahrsten Worte in Schutz. Er betont, dass der heute fast 24-Jährige seinen Stil an das Material anpassen und man die Technik umstellen musste. Geduld bringt Rosen, eine Umstellung braucht seine Zeit. Noch ist nichts verloren. Über die kontinentale Rennserie will sich Marcel Mathis wieder langsam an die Spitze herantasten und dann im Weltcup wieder dabei sein. Konstante Ergebnisse würden ihm da mehr als nur weiterhelfen. Die Saison 2015/16 fängt für ihn erst richtig an, wenn die Europacup-Athleten in Åre einen Riesenslalom bestreiten.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quelle:  derstandard.at

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