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Marco Odermatt greift nach Sieg im Riesenslalom von Kranjska Gora nach der kleinen Kristallkugel

Marco Odermatt gewinnt Riesenslalom von Kranjska Gora

Marco Odermatt gewinnt Riesenslalom von Kranjska Gora

Kranjska Gora – Marco Odermatt aus der Schweiz gewann den heutigen Riesentorlauf auf der Podkoren3 in Kranjska Gora. Der Eidgenosse, der nun im Kampf um die kleine Kristallkugel die Nase vorne hat, siegte vor seinem jungen Landsmann Loic Meillard (+1,06) und dem wieder stark fahrenden Österreicher Stefan Brennsteiner (+1,09).

 

Marco Odermatt: „Vielleicht hat mich der nicht so super erste Lauf aufgeweckt. Ich wusste, wenn ich im Kugelkampf eine Rolle spielen will, muss ich Alexis schlagen. Da war die Ausgangslage für mich ein bisschen einfacher. Slalom werde ich nicht fahren. Da fehlt einfach die Energie und das Training, dass es etwas bringen würde. Ich habe aus meiner Sicht nichts zu verlieren. Ich möchte einfach in jedem Rennen Vollgas geben. Wenn man nicht auf Sieg fährt, dann hat man nicht die großen Punkte, um kann nicht um die Kugel fahren.“

Stefan Brennsteiner: „Podestplatz, das klingt g’scheit gut! Auch wenn wieder eine Sekunde auf den Marco fehlt, er ist aber heute wirklich unglaublich gefahren. Als ich nach meinem Lauf abgeschwungen hatte, habe ich mir gedacht: Geh leck, wieder eine Sekunde. Dabei war es ein guter Lauf.“

 

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Der Franzose Alexis Pinturault (+1,11), der in der Disziplinenwertung vor dem finalen Showdown in der Lenzerheide 25 Zähler hinter dem Swiss-Ski-Athleten geht, wurde heute Vierter. Dessen ungeachtet hat er, wenn wir uns den Kampf um die große Kristallkugel anschauen, hier noch 31 Punkte Vorsprung. Mathieu Faivre, in Cortina d’Ampezzo Riesentorlauf-Weltmeister und ebenfalls für die Equipe Tricolore, an den Start gehend, schwang hinter seinem Mannschaftskollegen auf Position fünf ab.

Der Kroate Filip Zubcic (+1,33) musste sich mit dem sechsten Platz begnügen. Dadurch hat er in der Riesenslalomwertung ein Rennen vor Schluss 99 Punkte Rückstand auf Odermatt. Rechnerisch ist die kleine Kugel möglich, realistisch eher nicht. Der Norweger Henrik Kristoffersen (+1,34) reihte sich vor dem Österreicher Manuel Feller (8.; +1,45) auf Rang sieben ein. Gino Caviezel (+1,52) wurde als drittbester Eidgenosse mit Platz neun belohnt.

 

Manuel Feller: „Die Riesentorlauf-Saison hat holprig angefangen. Die drei Nuller, haben schon Selbstvertrauen gekostet. Aber jetzt ist es Rennen von Rennen besser geworden, und das Selbstvertrauen ist auch wieder zurück. Körperlich geht es mir auch besser, und heute Früh war es das erste Mal dass ich vor einem Riesentorlauf aufgestanden bin und mich richtig darauf gefreut habe. Insbesondere freue ich mich für Brendy (Stefan Brennsteiner), er hat es sich nach einer schweren Zeit mehr als nur verdient.“

 

Die deutschen Starter Stefan Luitz (+1,53) und Alexander Schmid (+1,68) klassierten sich auf den Rängen zehn und elf.  Der ÖSV-Starter Roland Leitinger (+1,76) platzierte sich auf Platz 13 und war um 44 Hundertstelsekunden schneller als sein Teamkollege Dominik Raschner, der den Riesenslalom auf dem anspruchsvollen Hang auf slowenischem Schnee auf Position 17 beendete. Der Südtiroler Riccardo Tonetti teilte sich mit dem Norweger Rasmus Windingstad und dem Kanadier Trevor Philip (+je 2,62) die 19. Position.

 

Roland Leitinger: „Ich habe noch nicht den Speed, damit es für weiter vorne reicht. Mir ist aber auch nicht alles gelungen, und so kann ich auch nicht ganz zufrieden sein. Ich weiß es kann noch mehr gehen. Jetzt will ich das endlich auch mal zeigen.“

Dominik Raschner: „Der zweite Lauf war doch sehr gut, und ich bin froh dass es noch einen Sprung nach vorne gab. Ich bin mit meiner Leistung zufrieden. Im Riesentorlauf so gut zu fahren, war schon immer ein Ziel – heute ist es mir perfekt aufgegangen.“

 

Justin Murisier (+2,74), auch er ist ein Schweizer, konnte seine guten Leistungen in den vergangenen Rennen nicht bestätigen und fiel vom 13. Halbzeitrang noch auf Platz 23 zurück. Zwei kleine Punkte konnte der Österreicher Christian Borgnaes für sich verbuchen. Mit einem Rückstand von 3,74 Sekunden schwang er auf Rang 29 ab.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

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