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Marie-Therese „Maite“ Nadig wird 60, wir gratulieren!

Marie-Therese Nadig

Marie-Therese Nadig

Flums – Als am heutigen 8. März vor 60 Jahren in Flums im Wahlkreis Sarganserland im Schweizer Kanton St. Gallen ein Mädchen mit dem Namen Marie-Therese das Licht der Welt erblickte, wusste noch niemand, dass es eines Tages zu den weltbesten Skirennläuferinnen internationaler Prägung werden würde.

Die Eidgenossin Marie-Therese Nadig konnte ihre größten Erfolge in den 1970er- und zu Beginn der 1980er-Jahre feiern. Ihre Paradedisziplinen waren die Abfahrt, der Riesentorlauf und die Kombination. In der Summe konnte sie bei 24 Weltcuprennen auf das oberste Treppchen klettern, wurde zwölfmal Zweite und 21mal dritte. Überdies landete sie weitere 55mal unter den besten Zehn.

Doch blicken wir ganz weit zurück. In Flumserberg, wo sie aufwuchs, lernte Nadig das Einmaleins des Skifahrens und konnte bereits ganz früh erste Erfolge verbuchen. So gewann sie 1970 im Rahmen der Schweizer Juniorenmeisterschaften die Titel im Torlauf, im Riesenslalom und in der Kombination. Bedingt durch diese Errungenschaften durfte sie bereits Weltcupluft schnuppern und erreichte im Dezember 1971 als Sechste in der Abfahrt von St. Moritz ihre ersten Punkte. Kurze Zeit später fuhr sie sogar beim Riesentorlauf in Grindelwald sensationell aufs Podium, so dass sie das Startticket für die Olympischen Winterspiele im japanischen Sapporo buchen konnte.

Doch auch bei den Olympischen Spielen zeigte die junge Eidgenossin, was in ihr steckte. Bei der Abfahrt und im Riesenslalom schockte sie die ganze Konkurrenz, darunter auch die als große Favoritin gehandelte Annemarie Moser-Pröll. In beiden Disziplinen gewann Nadig die Goldmedaille. In der Gesamtwertung belegte die Schweizerin den fünften Platz. Überdies wurde sie zur Schweizer Sportlerin des Jahres gewählt. In Folgejahr konnte sie nicht mehr an die gute Saison anknüpfen.

In der Saison 1973/74 ging es jedoch wieder aufwärts. So belegte sie den zweiten Rang bei der Abfahrt in Bad Gastein. Bei der Heim-WM in St. Moritz landete sie in der Abfahrt auf Platz fünf. Im Riesentorlauf sah sie nicht das Ziel. Im Januar 1975 feierte Nadig ihren ersten, lange ersehnten, Sieg bei einem Weltcuprennen. In Innsbruck gewann sie die Generalprobe für das olympische Rennen ein Jahr später. Weitere Podestplatzierungen (u.a. ein weiterer Triumph) folgten, doch ihre Leistungen schwächelten etwas. So konnte sie nicht vom Umstand profitieren, dass ihre größte Rivalin Moser-Pröll fehlte.

Bei den Olympischen Winterspielen in Innsbruck 1976 erreichte sie erneut den fünften Rang im Riesenslalom. In der Abfahrt konnte die Schweizerin aufgrund eines Fieberanfalls gar nicht an den Start gehen. In den darauffolgenden Jahren kletterte sie mehrmals auf das Podest und siegte bei einem Kombinationsbewerb und einer Abfahrt. Bei der WM 1978 in Garmisch-Partenkirchen schrammte sie bei der Abfahrt als Vierte knapp am Podium vorbei. Im Jahr 1978/79 siegte Nadig bei zwei Rennen. Historisch verlief hierbei der Riesentorlauf in Furano. Dabei hatte sie sage und schreibe 5,20 (!) Sekunden Vorsprung auf Moser-Pröll. Dieser Vorsprung bei einem Rennen wurde bis heute nie erreicht.

Im Folgejahr gewann sie sechs von sieben Abfahrten und wurde einmal Zweite. So freute sich die Schweizerin über den ersten Sieg in einer Disziplinenwertung. In der Summe belegte sie den dritten Rang in der Gesamtwertung. Just bei den Olympischen Winterspielen in Lake Placid wurde die Saisondominatorin lediglich Dritte. Annemarie Moser-Pröll und Hanni Wenzel aus Liechtenstein waren schneller. Im Jahr danach konnte sie sich über den überlegenen Sieg in der Gesamtwertung freuen. Nach dem erfolgreichsten Jahr der Schweizerin, die auch mit dem Skieur d’Or ausgezeichnet wurde, fehlte ihr die Motivation im Sommer zu trainieren, ehe sie im Juli 1981 im Alter von 27 Jahren ihr Karriere-Ende bekannt gab.

Auch als Trainerin war sie tätig. Ihrem Bruder Theo folgend, erwarb Nadig auch eine Trainerlizenz. Im Jahr 1986 betreute sie die liechtensteinischen Nachwuchsläufer und hatte somit wesentlichen Anteil an der sportlichen Entwicklung von etwa Marco Büchel, Markus Foser oder Birgit Heeb. Zehn Jahre später wechselte die Schweizerin zum Schweizer Skiverband und wurde nach der Betreuung des B- und des A-Kaders 2004 mit dem Amt der Cheftrainerin der Nationalmannschaft betraut.  Im Oktober 2005 beendete sie, nachdem die Schweiz bei der WM 2005 ohne Edelmetall blieb, ihre Laufbahn als Trainerin.

Wir von skiweltcup.tv verneigen uns vor der sehr erfolgreichen Karriere von Marie-Therese Nadig und wünschen ihr mit dieser Nachricht alles Gute und viel Gesundheit zum Geburtstag. Unvergessen sind die großen Duelle mit der Österreicherin Annemarie Moser-Pröll. Auch wenn diese weit zurückliegen, sind wir dankbar, dass wir Emotionen und spannende Rennen erleben durften, die die Handschrift Nadigs trugen.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

 

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