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Mario Matt im Skiweltcup.TV Interview: „Ich gehe in jedes Rennen, um es zu gewinnen!“

© Kraft Foods  /  Mario Matt (AUT)

© Kraft Foods / Mario Matt (AUT)

Flirsch am Arlberg – Der Tiroler Mario Matt wurde 1979 in Flirsch geboren. Der 190 cm große und 90 kg schwere Modellathlet vom Arlberg ist besonders im Torlauf erfolgreich und verzeichnete in dieser Disziplin seine größten Errungenschaften. Fünf WM- im Senioren- und zwei WM-Medaillen im Juniorenbereich zeichnen seine Klasse aus. Überdies feierte er über ein Dutzend Siege im Weltcup, dem er seit seinem Debüt im Dezember 1999 angehört. Seine große Leidenschaft neben dem Skisport gehört den Pferden.

Im skiweltcup.tv erzählt der ÖSV-Skirennläufer, der insgesamt bis heute 39 Podiumsplatzierungen sein Eigen nennen kann und oftmals von Verletzungen heimgesucht wurde, über seine Pferde als idealen Ausgleich, seine Anfänge im Skisport, den Bezug zu Bruder Andreas (ist im Skicross tätig, Anm. d. Red.), die WM in Schladming und ob die Teilnahme an den Olympischen Spielen im russischen Sotschi schon rot in seinem Kalender markiert sind oder nicht.

skiweltcup.tv: Mario, wie haben deine ersten Gehversuche auf den zwei Brettern, die für dich die Welt bedeuten, ausgesehen, und war dein Talent bereits als junger Bub zu erkennen?

Mario Matt: Meine ersten Skigehversuche habe ich bereits im Alter von knapp zwei Jahren unternommen. In späterer Folge bin ich bei uns am Dorflift täglich Ski gefahren und habe schon mit drei Jahren mein erstes Rennen gefahren. Auch als kleiner Junge, ich war etwa sechs oder sieben Jahre alt, nahm ich an Bezirksrennen teil und konnte bereits sehr viele Rennen für mich entscheiden.

© Kraft Foods / Mario Matt (AUT)

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skiweltcup.tv: Bei der Heim-WM in Schladming 2013 hast du es allen gezeigt, die dich fast abgeschrieben hätten. Bedeutet für dich dieser Bronzerang gleich wie viel wie ein Sieg, und was hat dir diese Lockerheit, die du an den Tag legst, zurückgebracht?

Mario Matt: Zu Schladming möchte ich sagen, dass ich nicht weiß, ob mich für diese Weltmeisterschaft abgeschrieben hat oder nicht. Es ist im Grunde genommen egal, was andere denken. Wichtig ist primär das, was ich mir selber zutraue. Gewiss war die Heim-WM in Schladming ein sehr großes Ziel von mir, und ich bin sehr glücklich über die Bronzemedaille, nachdem ich ja in St. Anton und im schwedischen Ǻre bereits mich über die Goldmedaille freuen konnte.

skiweltcup.tv: Was ist entscheidend beim Slalomfahren? Ist es falsch zu behaupten, dass es sich bei deiner Lieblingsdisziplin um einen harten Kampf zwischen Angriff und Taktik bzw. einem Wechselspiel zwischen kühnen Draufgängertum und beherrschter Kopfsache handelt?

Mario Matt: Es ist sehr schwer zu sagen, was entscheidend ist. Fakt ist, dass sehr viel zusammenpassen muss. So ist die körperliche Fitness die Grundvoraussetzung. Des Weiteren muss man technisch gut am Ski stehen. Selbst der Kopf und somit die mentale Stärke entscheiden über sehr vieles. Das hat man, oder man hat es nicht. Ich denke, dass dieser Faktor sehr schwer zu trainieren ist. Am Ende, wenn es um die ganz vorderen Plätze geht, entscheidet auch die Abstimmung des Materials und noch einiges mehr. Dies alles ist ausschlaggebend, ob es letztlich zum Sieg reicht oder nicht.

skiweltcup.tv: Deine große Leidenschaft gilt den Pferden. Was bedeutet dir der Umgang mit diesen edlen Tieren, und kann man auch sagen, dass sie förderlich sind, deine innere Ruhe zu finden und so etwas wie ein Ausgleich sind?

Mario Matt: Die Pferde nehmen einen sehr großen Teil meines Lebens in Anspruch. Der Umgang mit ihnen macht mir sehr viel Spaß. Nach den, oft kräftezehrenden und anstrengenden Weltcuprennen im Winter kann ich, wenn ich bei den Tieren bin, sehr, sehr gut abschalten.

© Kraft Foods / Mario Matt (AUT)

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skiweltcup.tv: Manche Skirennläufer ziehen den linken Skischuh zuerst an, andere den rechten… Gibt es ein besonderes Ritual, das du vor jedem Rennen pflegst und auf diese Art und Weise zur keineswegs wegzudenkenden Routine – unmittelbar vor der Besichtigung des ersten Durchgangs – geworden ist?

Mario Matt: Selbstverständlich hat jeder seine Rituale. Ich würde es eher als Abläufe direkt vor dem Start bezeichnen. Doch dies ist auch keineswegs immer gleich.

skiweltcup.tv: In deiner langen Laufbahn konntest du insgesamt 14 Weltcuprennen für dich entscheiden. Wenn du dir alle Siege kurz durch den Kopf gehen lässt, welcher war der Wertvollste, der möglicherweise Überraschendste und überdies auch Emotionalste?

Mario Matt: Es ist keinesfalls einfach darauf eine Antwort zu finden, aber die Siege nach meinen Verletzungen wie im eidgenössischen Lenzerheide 2005 nach drei Jahren hartem Kampf zurück oder im bulgarischen Bansko 2011, nachdem ich von Startnummern jenseits der 40 mich nach vorne kämpfen musste, gehören mit Sicherheit dazu. Und keineswegs vergessen: Ǻre in Schweden, der Ort meines zweiten Weltmeistertitels im Jahre 2007, muss unbedingt auch erwähnt werden.

skiweltcup.tv: Mario, dein jüngerer Bruder Andreas ist ebenfalls als Skiläufer erfolgreich, allerdings in der Disziplin Skicross. Gibt ihr euch gegenseitig Tipps oder Ratschläge vor bedeutenden Rennen, oder sind die Sportarten zu unterschiedlich, sodass nur ein gegenseitiges Drücken der Daumen übrigbleibt?

Mario Matt: Eigentlich nicht, denn die Disziplinen sind zu unterschiedlich. Hier geht es eigentlich eher um allgemeine Sachen wie Einstellung und das Erteilen von Ratschlägen in der Vorbereitungsphase. Da stehe ich ihm schon zur Seite.

© Kraft Foods  /  Mario Matt (AUT)

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skiweltcup.tv: Blicken wir gemeinsam noch in die bevorstehende Saison, die mit den Olympischen Winterspielen in Sotschi ihren Höhepunkt hat. Mit welchen Erwartungshaltungen gehst du persönlich in den neuen Ski-Winter, und was können wir alles von dir erhoffen, zumal du mit Olympia noch eine Rechnung offen hast?

Mario Matt: Ich denke noch nicht an die Olympischen Winterspiele. Auf diese Weise schaue ich immer von Rennen zu Rennen. Wichtig ist es, gut in die Saison zu starten und ein paar gute Ergebnisse zu erzielen. Dann ist immer alles möglich. Gewiss gehe ich in jedes Rennen mit dem Ziel, es zu gewinnen.

skiweltcup.tv: Der unvergessene ÖSV-Skirennläufer Rudi Nierlich hatte mit dem Satz „Wenns laft, dann lafts“ (Wenn es läuft, dann läuft es“, Anm. d. Red.) stets seinen legendären Satz auf den Lippen. Fällt dir abschließend eine ähnliche Anekdote aus deiner Karriere oder ein so ähnlich cooler Spruch ein?

Mario Matt: Beim Skifahren gibt es natürlich viele Dinge. Was die Aussage Nierlichs betrifft, da hatte er schon recht. Oft kann man riskieren, und alles geht auf. Dem gegenüber kommen oft Dinge dazwischen, die es normal nicht geben kann. Es ist auf jeden Fall verdammt wichtig, nicht darüber zu grübeln und einfach das Beste aus der Situation zu machen, eben Ski zu fahren.

Interview für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

 

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