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Martina Ertl-Renz: „DSV Rennläufer/innen knapp am Edelmetall vorbei – Trotzdem, weiter so!“

Thomas Dreßen etabliert sich immer mehr in der Weltspitze

Thomas Dreßen etabliert sich immer mehr in der Weltspitze

Thomas Dreßen, Andreas Sander und Viktoria Rebensburg sind allesamt an den Medaillen vorbeigefahren – schade!

So bedauerlich das auch ist, knapp am Edelmetall vorbei zu greifen, desto mehr muss man die Ergebnisse realistisch einordnen und das heißt, den Athleten Hochachtung zu zollen. Das gilt vor allem für unsere beiden Speedfahrer. Während vor der Saison keiner auf diese Platzierungen bei den Olympischen Spielen hohe Wetten eingegangen wären, muss man einfach sehen, dass der fünfte Platz von Thomas und der zehnte Platz von Andreas eine klare Bestätigung dessen sind, was sie an Leistungen in der Weltcupsaison gezeigt haben. Die beiden Athleten haben einschließlich des olympischen Rennens konstant Top-Ten-Platzierungen geliefert und sind in der erweiterten Weltspitze der Abfahrtsherren angekommen. Das ist die wesentliche Erkenntnis dieses Winters und das stimmt mich für die Zukunft sehr zuversichtlich.

Viktoria Rebensburg musste mit dem Platz vorlieb nehmen, den man gerade bei Olympia nicht haben möchte. In dem Rennen, in dem sie nach den Saisonergebnissen im Weltcup als Favoritin angesehen  werden musste, hatte sie im ersten Durchgang einen Fahrfehler. Sie schätze eine Bodenwelle nicht richtig ein, verlor dadurch Zeit, die sie auch im sehr gut von ihr gefahrenen zweiten Durchgang nicht mehr wettmachen konnte. Mikaela Shiffrin wurde angesichts der Saison-Gesamtleistung verdient Olympiasiegerin; die Amerikanerin, die in den letzten fünf Vorrennen dreimal ausgeschieden war, hatte die Reise nach Südkorea früher als geplant angetreten, um sich vor Ort zu akklimatisieren und um in der Ruhe ihre mentale Disposition zu ordnen, was ihr offensichtlich gut gelungen ist. Auch wenn Shiffrin, die in allen weiteren Disziplinen Podestmöglichkeiten hat, in den folgenden Tagen mit noch mehr Selbstbewusstsein agieren wird, sollte Viktoria an ihr Potential und ihre Chancen weiter glauben. Qualitativ ist der vierte Platz in einem olympischen Rennen Weltspitze. Bis auf den einen, kleinen Fahrfehler, der sich immer wieder mal einschleichen kann, hat sie eine gute Leistung gezeigt.

Für die Öffentlichkeit ist sie an einer Medaille vorbeigefahren und damit als Favoritin gestürzt. Dass ist meiner Meinung nach nicht der richtige Blick auf den Sachverhalt. Viktoria hat eine Weltklasseleistung erbracht,  aber drei andere Athletinnen waren an diesem Tag ein klein wenig besser.

Auf diesem Weg sollte man nun mental voranschreiten. Vor allen drei Akteuren liegen weitere Chancen in diesen Tagen und um die geht es jetzt!

Herzlichst

Martina Ertl-Renz

 

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