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Matthias Mayer mit Tagesbestzeit beim 2. Abfahrtstraining in Gröden 2017

Zweites Abfahrtstraining von Gröden geht an Matthias Mayer

Zweites Abfahrtstraining von Gröden geht an Matthias Mayer

Das zweite Abfahrtstraining auf der Saslong begann erneut mit einer kurzen Verschiebung. Aufgrund des Nebels bei den Sochers Mauern wurde der Start, um 15 Minuten nach hinten, auf 12.30 verschoben. Nach Startnummer 11, dem Norweger Kjetil Jansrud, der mit Bestzeit in allen Sektoren unterwegs war und nach der Mauer ab gewunken wurde, musste das Training wegen Nebel auf den Kamelbuckeln fast für 2 Stunden unterbrochen werden. So zog sich die Übungseinheit für die Abfahrt am Samstag, bis in den späten Nachmittag.

Die Tagesbestzeit erzielte Matthias Mayer. Der österreichische Abfahrts-Olympiasieger meisterte die Saslong in einer Zeit von 1:58.64 Minuten vor dem Kanadier Benjamin Thomsen (+ 0.40) und seinem Teamkollegen Otmar Striedinger (+ 0.51). Thomsen wirbelte das Feld mit Startnummer 68 noch einmal kräftig durcheinander, auch Striedinger ging erst als 55. ins Rennen.

Vorjahressieger Max Franz (+ 0.55) aus Österreich reihte sich, vor Werner Heel (5. Platz – + 0.81), Josef Ferstl (6. – + 1.09) und Emanuele Buzzi (7. – + 1.11), auf dem vierten Rang ein.

Hinter dem Kanadier Manuel Osborne-Paradies (8. – + 1.16) und vor dem US-Amerikaner Wiley Maple (10. – + 1.22), sich der Überraschungsdritte von Beaver Creek, Thomas Dressen (+ 1.21) aus Deutschland auf dem neunten Platz ein.

Interviews zum 2. Abfahrtstraining der Herren in Gröden

Dominik Paris 
Beim gestrigen Trainingslauf habe ich mir mal die Linie angesehen, heute habe ich ein bisschen mehr Gas gegeben – aber fürs Rennen möchte ich schon noch einiges verbessern. Heute fanden wir im oberen Teil einen aggressiven Schnee vor, in der Mitte wechselte es dann. Ich hatte mit dem Nebel nur kurz, bei den Kamelbuckeln Kontakt, war aber nicht weiter schlimm.

Hannes Reichelt 
Mein Trainingslauf war eigentlich ernüchternd. Ich tue mich auf dieser Strecke immer etwas schwer, sie ist einfach sehr speziell. Ich hoffe allerdings, dass ich mich auf das Rennen noch steigern kann. Ein Kompliment an die Pistenarbeiter, die Piste ist ein einem perfekten Zustand – und das war mit den Wetterbedingungen der letzten Tage nicht einfach. Ich hoffe auf ein gutes Wetter und auf faire Bedingungen.

Eric Guay 
Die Pistenverhältnisse sind perfekt, der Schnee fühlt sich gut an unter den Füßen. Mein Gesundheitszustand ist derzeit etwas grenzwertig: Mich plagen Rückenprobleme aber trotzdem hoffe ich auf zwei gute Rennen. Das heutige Training mit diesen ständigen Unterbrechungen ist für die Läufer kräftezehrend. Ich bin ehrlichgesagt froh, bereits im Ziel zu sein und mich schon auf das morgige Rennen vorbereiten zu können.

Matthias Mayer
Es war schon ziemlich zäh heute mit den dauernden Unterbrechungen. Manchmal war auch etwas Wind oben am Start und man wusste nicht recht, geht es jetzt weiter oder nicht. Irgendwo ist man diese Sachen aber nach ein paar Jahren im Weltcup schon gewohnt. Die Trainingsbestzeit war für mich eine Überraschung. In Gröden ist aber, das wissen wir aus der Vergangenheit, immer alles möglich. Beim morgigen Super-G würde ich schon gerne vorne mitfahren: Die Motivation und das Material passen schon mal. Die Norweger wären schon mal zu biegen, die den Super-G hier in den letzten Jahren dominiert haben.

Peter Fill
Die Piste ist in gutem Zustand. Im oberen Teil ist es nicht sehr hart, aber gut präpariert. Ich bin gespannt, wie das Wetter an den beiden Renntagen sein wird – dann braucht es auch etwas Glück bei der Startnummernwahl. Es ist ja nicht das erste Mal, dass ich hier in Gröden starte und ich habe aber immer mein Bestes gegeben. Leider hat es nicht immer so geklappt, wie ich es mir gewünscht hatte. Ich hoffe, es klappt am Samstag.

Thomas Dressen
Ich war heute schon überm Limit. Aber lieber probiere ich eine Fahrt im Training aus, als dann beim Rennen. Anscheinend liegt mir diese Piste. Ich bin bereits in Beaver Creek gut gefahren, was man aber nicht mit der Saslong vergleichen kann. Bis auf den Streckenabschnitt bei den Ciaslatwiesen ist es hier sehr technisch und ist eher eine Gleiterstrecke – was mir anscheinend ganz gut entgegen kommt. Heute hat es mir extrem Spaß gemacht hier herunter zu fahren, insbesondere die Sprünge. Ich erwarte mir für die Rennen nichts. Für mein Selbstvertrauen ist es natürlich toll einen dritten Platz aus Beaver Creek im Gepäck zu haben. Ich werde mein persönliches Maximum abrufen und schauen für was es reicht. Das ganze Team ist derzeit gut unterwegs und wir freuen uns, wenn wir gute Resultate einfahren.

Kjetil Jansrud
Das erste Training war recht einfach, weil ich mit der Startnummer eins ins Rennen gehen konnte – und da weiß man noch nicht was einen erwartet. Heute wollte ich schneller fahren. Im oberen Teil ist mir das auch relativ gut gelungen, dann wurde ich von der gelben Flagge aufgehalten und konnte den Trainingslauf nicht zu Ende bringen. Morgen wird es aufregend, weil der Super-G hier ein fantastisches Rennen ist und das Rennfahren ein wahrer Spaß. Was am Samstag auf mich zukommt, kann ich noch nicht sagen, da ich keinen kompletten Trainingslauf in den Beinen habe. Ich bin auf jeden Fall motiviert.

Beat Feuz: 
Die Piste präsentiert sich insgesamt in einem Top-Zustand. Es gibt natürlich mehr Schnee als in den letzten Jahren und das merkt man auch beim Fahren. Heute gab es schwierige Wetterverhältnisse; ich hoffe es wird beim Rennen besser. Der Schnee ist sehr schön: oben aggressiv, unten eisiger. Ich habe nach der langen Unterbrechung nicht mehr damit gerechnet, dass wir noch die komplette Strecke fahren können. Wir haben Glück gehabt. Die Saslong ist nicht gerade meine liebste Abfahrtsstrecke; mehr als einen achten Platz habe ich hier noch nie erreicht. Mit einem Top-Ten-Ergebnis wäre ich mehr als zufrieden. Was sich beim Super-G ausgeht, ist schwierig einzuschätzen. Gesetzt wird er vom Schweizer Trainer, aber es gibt natürlich mehrere Varianten, somit kann man im Vornhinein noch nichts sagen.

Aksel Lund Svindal
Meine Trainingsläufe waren nicht sehr gut: der erste war schlecht und der heutige etwas besser. Ich hatte nach Beaver Creek Probleme mit meinem Knie und muss nun erst wieder in den Rennrhythmus zurückfinden. Heute hatten wir leider etwas Pech mit dem Nebel. Generell bin ich derzeit gut in Form. Dass ich nun zu den älteren Fahrern gehöre, merke ich langsam an meinen Verletzungen, von denen man sich immer schlechter erholt.

Quelle:  www.Saslong.org

Offizieller FIS Endstand: 2. Abfahrtstraining der Herren in Gröden

 

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