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Michelle Gisin träumt von der Heim-WM

© Kraft Foods  /  Michelle Gisin

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Engelberg – Die Schweizer Skirennläuferin Michelle Gisin ist 23 Jahre jung und hat kurze Weihnachtsferien hinter sich. Schon in Maribor/Marburg ging die Eidgenossin schon wieder an den Start. Vor Weihnachten beschenkte sie sich mit dem zweiten Rang in der Kombination in Val d’Isère selbst. Sicher und stabil stand sie auf den Skiern, und bereits die guten Leistungen in den Trainings zeigten, dass sie Großes leisten kann.

Michelle Gisin hat das Skifahren im Blut, ja in den Genen. So hofft sie, dass ihr Bruder Marc sich gut erholt und auch bald wieder gute Leistungen abrufen kann. Der Freund von Michelle ist auch ein Skirennläufer, denn es handelt sich um den Italiener Luca De Aliprandini. An eine WM-Medaille vor heimischer Kulisse in St. Moritz denkt sie noch nicht. So will sie gelassen und ruhig alles auf sich zukommen lassen, denn, wenn man nicht locker ist, ist man auch nicht erfolgreich.

Die Engelbergerin versteckt ihre Vorfreude auf die Ski-Welttitelkämpfe nicht. Sie denkt aber von Rennen zu Rennen und will sich immer konzentrieren. Dass mit der WM daheim ein großer Traum in Erfüllung geht, ist klar. Sie will einfach die Zeit genießen. Im Slalom schaut die Schweizerin mit ihrer guten Teamkollegin Wendy Holdener noch zu Mikaela Shiffrin auf, doch man weiß, dass die US-Amerikanerin nicht allmächtig ist. Jede Konkurrentin – wie die Eidgenossinnen auch – will der Dominatorin nahekommen. Das eint die Gegnerschaft und das ist ein großer Antrieb, doch einmal mehr 100 Prozent zu geben und über alle Limits zu fahren.

Michelle Gisin weiß, dass der Torlauf eine unberechenbare Disziplin ist. Selbst Seriensiegerinnen wie Shiffrin können einfädeln. Zwischen den besten Drei und den besten Zehn gibt es einen kleinen Unterschied. Ein minimaler Fehler entscheidet, ob man auf dem Treppchen oder einfach nur danebensteht. Gisins Schwester Dominique ist eine gute Ratgeberin. Die beiden Schwestern tauschen sich regelmäßig aus. Das ist auch wichtig, um Michelles Sportlerpersönlichkeit zu stärken. Und es ist egal, ob es rennmäßig schlecht oder gut läuft. Auch in Bezug auf Planung und Vorbereitung sind Dominiques Erfahrungswerte und Ratschläge immer eine Hilfestellung, weiß die jüngere Schwester.

Die Strecke in St. Moritz ist eine, die die 23-Jährige mehr als gut kennt. Bereits als junges Mädchen und Europacupstarterin fuhr sie dort oft den Berg hinunter. Auch die nationalen Meisterschaften fanden dort statt. Mit großen Emotionen im Handgepäck will die Schweizerin bei der Heim-WM punkten, Energie laden und dann zeigen, was in ihr steckt.

Die Welttitelkämpfe sind bereits die dritten für Michelle Gisin. Die Swiss-Ski-Dame, die gerne liest und Sprachen lernt, weiß, dass sie nicht abschalten kann. Trotzdem ist ein gutes Fantasy-Buch oder das Lernen von Fremdsprachen eine willkommene Abwechslung zu den Fahrten durch den Stangenwald. Skifahren ist nicht alles, und die kostbare Freizeit ist wichtig, bodenständig zu bleiben. So kann man auch sagen, dass der Sport eine Schule fürs Leben ist. Trotzdem muss man normal bleiben und nicht abheben.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quelle: www.luzernerzeitung.ch (Auszug)

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