30 April 2020

Miha Hrobat möchte kein „ewiges Talent“ bleiben

Miha Hrobat möchte kein „ewiges Talent“ bleiben (Foto: Miha Hrobat - Facebook)
Miha Hrobat möchte kein „ewiges Talent“ bleiben (Foto: Miha Hrobat – Facebook)

Kranj – Vor fünf Jahren wurde der slowenische Skirennläufer Miha Hrobat Junioren-Weltmeister. Nun ist er auch im Ski Weltcup angekommen. Ganz unverhohlen gibt der Athlet zu, dass er nicht mehr nur um Punkte mitfahren will, sondern, dass er sich auch den Gewinn einer olympischen Medaille zum Ziel gesetzt hat. Der vergangene Winter verlief laut seiner Einschätzung erfolgreich. Er hat im Vergleich zu den Saisonen zuvor Fortschritte gemacht. Trotzdem möchte der 25-Jährige mehr erreichen.

Eine Rückenverletzung hat ihn etwas eingeschränkt. Sonst hätte er noch einige bessere Resultate erreichen können. Nach mehr als 50 Weltcuprennen ist Hrobat kein unerfahrener Athlet mehr. So möchte er Schritt für Schritt seine Ziele erreichen. Der Slowene berichtete, dass sie hoch sein sollen. So sieht er einen Top-10-Platz genauso wie den Gewinn eines olympischen Edelmetalls keinesfalls als unerreichbar an. Noch ist es vielleicht unrealistisch, aber wenn die gesundheitlichen Probleme beseitigt sind und die Ausrüstung passt, kann er dank einer guten körperlichen Fitness und besseren Trainingseinheiten den angepeilten Durchbruch schaffen.

Die Chancen, im Sommer in Chile zu trainieren, sind gering. Die Corona-Pandemie hat wohl etwas dagegen. So wird man sich, wohl oder übel, für Trainingseinheiten in Europa entscheiden müssen. Wenn man den richtigen Platz buchen kann, hat man auch auf den Gletschern die Möglichkeit die Trainingsziele gut umsetzten. Der Speedspezialist aus Slowenien berichtet auch, dass sich die gegenwärtigen Konditionstrainings bezahlt machen.

Selbst wenn die aktuelle Lage keinesfalls günstig ist, versucht man das Beste aus der Sache zu machen. Auch finanziell bewegt man sich auf dünnen Eis. Es kann sein, dass die Athleten in die eigene Tasche greifen müssen. Hrobat wartet offizielle Nachrichten ab und begibt sich parallel dazu auf die Suche nach einem persönlichen Sponsor.

Im vergangenen Winter machte der 25-Jährige mit dem 16. Platz in Beaver Creek und dem 19. Platz in Kitzbühel auf sich aufmerksam. Wenn alles nach Plan verläuft, werden die slowenischen Ski-Asse im Mai auf Schnee trainieren. Man schaut auch ins Nachbarland Österreich und verfolgt, wie sich die Lage dort entspannt. Als sich Trainer Peter Pen verabschiedete, war das Klima in der Mannschaft nicht gut. Auch die Kommunikation litt darunter. Hrobat schaut in die Zukunft und will sich nicht mit der Vergangenheit herumschlagen. Und da der Athlet hoffnungsvoll bleibt, werden auch die guten Ergebnisse kommen. Zu wünschen wären sie ihm allemal.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quelle: siol.net

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