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Mikaela Shiffrin im Blindflug auf den Thron

© Kraft Foods / Mikaela Shiffrin

© Kraft Foods / Mikaela Shiffrin

Phänomen Shiffrin: Innenbandriss, Knochenprellung, 64 Tage Weltcupabstinenz. Kann man das so einfach wegstecken? Frau kann! Wenn man Mikaela Shiffrin heißt. Der Atomic-Star knüpfte beim Comeback in Crans Montana nahtlos dort an, wo Ende November die Serie unterbrochen wurde: Mit einem überzeugenden Slalom-Triumph. Kein Zweifel: Die Slalom-Queen ist zurück auf dem Thron.

“Im Training bin ich zuletzt schon auf höchstem Niveau gefahren, aber ich war nicht sicher: Man sieht die Mädels im Fernsehen, versucht abzuschätzen, wo man steht. Das ist nicht dasselbe wie vor Ort zu sein. Es war schon ein Sprung ins kalte Wasser”, strahlte Mikaela Shiffrin nach Weltcupsieg Nr. 18 (der 17. im Slalom). Der 20-jährigen fehlt damit nur mehr ein Sieg auf Tamara McKinney (19 Siege), bis dato zweiterfolgreichste US-Alpin-Lady der Geschichte. Noch beeindruckender: Shiffrin ist seit 15. Jänner 2015 in Slaloms unbesiegt, gewann seither den WM-Slalom und sechs weitere Weltcups.

Dabei schien sich im Finale alles gegen die Halbzeitführende verschworen zu haben. Eine weiche, schwer ramponierte Piste, schlechte Sicht. Umstände, die man sich nach über zwei Monaten Rennpause nicht wünscht. “Ich stand am Start und dachte: So schlimm ist’s ja gar nicht. Dann machte ich die Augen für eine Minute zu, habe den Lauf visualisiert, als ich sie öffnete war ich geschockt: Wo war die Piste hin verschwunden? Aber andere hatten sicher noch schlechtere Sicht.” Am Ende brachte die “Lady in Red” 45 Hundertstel Vorsprung souverän ins Ziel. “Darauf bin ich sehr stolz!”

Atomic Race Director Christian Höflehner jubelte auf der Rückreise von Tokio nach Frank-furt über die sensationellen Neuigkeiten. “Uns war klar, dass Mikaela in guter Verfassung sein wird, wenn sie am Start steht. Aber mit einem Sieg konnte man nicht rechnen. Wir sind unheimlich froh, sie wieder bei uns zu haben.” Der nächste Start der Ausnahmekönnerin ist in spätestens elf Tagen beim Super-G in Andorra geplant. “Ich mache das von den Fortschritten im Training abhängig. Aus heutiger Sicht spricht aber nicht allzu viel dagegen”, ist “Rennpferd” Shiffrin schon heiß auf die nächsten Aufgaben.

Quelle: www.Atomic.at

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