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Mirjam Puchner im Skiweltcup.TV Interview: „Skifahren verbindet persönliche Freiheit und Natur“

© Kraft Foods / Mirjam Puchner (AUT)

© Kraft Foods / Mirjam Puchner (AUT)

St. Johann in Pongau – Mirjam Puchner, die sympathische und fesche, heutige skiweltcup.tv-Interviewpartnerin wurde am 18. Mai 1992 geboren. Sie fährt am liebsten in der Abfahrt und im Super-G. Auch ihr Bruder Joachim ist im Skizirkus als aktiver Rennläufer tätig.

Nach vielen Erfolgen bei regionalen Rennen gewann sie in den Jahren 2005 und 2006 zweimal den Super-G-Bewerb im Rahmen der österreichischen Schülermeisterschaften. Zudem zeigte sie beim Trofeo Topolino und dem Whistler Cup, welches Talent in ihr Steckt. Eine Goldmedaille und zwei dritte Ränge sind klare Indizien dafür. Ende 2007 bestritt die 22-jährige Skirennläuferin ihr erstes FIS-Rennen. Bereits ein Jahr später konnte sie sich über den Sieg im Super-G in Haus in Ennstal freuen.

2009 wurde sie nicht nur in den B-Kader des ÖSV aufgenommen, sondern dieses Jahr war ein sehr erfolgreiches. Nach zwei Triumphen bei den österreichischen Jugendmeisterschaften triumphierte sie im Riesenslalom im Rahmen des European Youth Olympic Festival in Szczyrk. Ein weiteres Edelmetall, dieses Mal ein bronzefarbenes, gelang ihr im Folgejahr 2010 in der Super-Kombination bei den österreichischen Meisterschaften in der Super-Kombination.

Im März 2010 feierte die Salzburgerin ihr Debüt im Europacup. Kurze Zeit später sicherte sie sich im Super-G von Kvitfjell ihren ersten Podestplatz. In der Saison 2010/11 fuhr Puchner siebenmal unter die besten Zehn. In den Speeddisziplinen kam sie jeweils unter die besten Sieben. In Crans-Montana bestritt die Österreicherin ihre ersten Einsätze im Rahmen einer Junioren-WM. Am Ende schauten die Ränge 13 im Super-G und 18 in der Abfahrt heraus. Ein Jahr später reichte es, wieder bei der Junioren-WM, schon für zwei achte Plätze. Im Januar 2013 bestritt Puchner ihr Weltcupdebüt. In der selektiven Abfahrt von St. Anton reichte es für Position 47. Kurz vor Weihnachten des letzten Jahres konnte sie sich als 29. in der Abfahrt von Val d’Isère erstmals über Punkte freuen. Außerdem holte sich die stets gut gelaunte Mirjam, die alle „Miri“ nennen, ihren ersten Europacupsieg, und das gleich vor heimischer Kulisse in Innerkrems. Bedingt durch den Super-G-Fixplatz möchte sie im Weltcup durchstarten.

Wir unterhielten uns mit ihr über die Ice Bucket Challenge, ihren im Weltcup fahrenden Bruder Joachim, die Stärken (und nicht erwähnten Schwächen), ein mögliches spezielles Hobby á la Christof Innerhofer. Einige Fragen im Schnelldurchlauf waren auch dieses Mal dabei. Doch lesen Sie selbst!

© Kraft Foods / Mirjam Puchner (AUT)

© Kraft Foods / Mirjam Puchner (AUT)

skiweltcup.tv: „Mirjam, derzeit kursieren in der ganzen Welt Videos von Persönlichkeiten, die sich mit Eiswasser überschütten und dabei karitativ sind. Hast du bereits den Eimer bereitgestellt, oder hoffst du, dass du durch dieses Interview nominiert wirst?“

Mirjam Puchner: „Für einen guten Zweck bin ich jederzeit bereit.“

skiweltcup.tv: „Was ist für dich das Schöne und das Spannende am Skirennsport, und warum soll eigentlich jeder Wintersportbegeisterte mit dieser Sportart beginnen?“

Mirjam Puchner: „Skifahren verbindet persönliche Freiheit und Natur. Dazu gehören auch die Geschwindigkeit, das gewisse Risiko, das Miteinander mit anderen Leuten, das Reisen und somit Kennenlernen von verschiedenen Menschen und Leuten. Ich würde den Leuten empfehlen, es einfach auszuprobieren um das Feeling, Kurven in den Schnee zu ziehen oder die Natur einfach zu genießen und somit abzuschalten, zu bekommen.“

skiweltcup.tv: „Dein Bruder Joachim ist ebenfalls als aktiver Skirennläufer im Weltcupzirkus bekannt. Ist es ein Vor- oder ab und zu ein Nachteil, wenn man ein Familienmitglied hat, das der gleichen Leidenschaft nachgeht? Dreht sich eventuell bei einem gemeinsamen Frühstück im Hause Puchner alles nur noch um den Skisport?“

Mirjam Puchner: „Nein, ich sehe es absolut nicht als Nachteil, dass Joachim die selbe Sportart ausübt wie ich. Ich würde sogar sagen, dass ich davon profitiere. Gibt es Fragen, egal in welcher Hinsicht, kann ich mich jederzeit an ihn wenden. Auch durch die Jahre, die er älter ist und somit mehr Erfahrung hat, kann ich mir jede Menge Tipps holen oder das ein oder andere abschauen.“

skiweltcup.tv:  „Wenn man dich nach deinem Charakter als Skisportlerin fragen würdest, was würdest du spontan und ohne mit der Wimper zu zucken, antworten?“

Mirjam Puchner: „Ich würde mich als zielstrebig bezeichnen.“

skiweltcup.tv:  „Vom Charakter zu den persönlichen skifahrerischen Eigenschaften. Mirjam, was sind deine Stärken, und was sind deine Schwächen, die du unbedingt zu deinen Stärken machen willst?“

Mirjam Puchner: „Zu den Stärken zählen sicher der Wille, die Zielstrebigkeit und Perfektionismus.“

skiweltcup.tv: „Mit deinen 22 Jahren bist du noch jung und hast deine ganze Karriere noch vor dir. Was würdest du dessen ungeachtet als deine schönsten Skierfolge anführen, und welche „schwarzen Stunden“ möchtest du am liebsten ungeschehen machen?“

Mirjam Puchner: „Zu meinen Erfolgen zählen sicher diverse Erfolge in den Anfängen meiner Skikarriere. Durch die Goldmedaille bei den Jugendspielen (EYOF) und in den darauffolgenden Jahren die Podiumsplätze bei den österreichischen Meisterschaften. Das letzte Jahr wurde sicher nochmal hervorgehoben durch den Fixplatz im Super-G im Europacup und den österreichischen Meistertitel in der Abfahrt.“

skiweltcup.tv: „Dein Hauptaugenmerk liegt auf den schnellen Disziplinen. Bist du im bevorstehenden Winter eher im Welt- oder im Europacup zu sehen, und so ganz nebenbei: Was ist deine Lieblingsstrecke, und warum?“

Mirjam Puchner: „Durch meinen Fixplatz im Super-G werde ich in dieser Disziplin auf alle Fälle im Weltcup starten. Ziel ist es natürlich, auch in der Abfahrt zu starten. Zu den Lieblingsstrecken gehören sicher jene in Zauchensee, da diese nur ein kleiner Sprung von meinem Heimatort entfernt ist, und Cortina. Letztere ist von der Kulisse her der absolute Hammer, auch wenn ich dort bis jetzt nur eine Trainingsfahrt abgespult habe. Aber ich habe ja erst letztes Jahr meine Fühler in den Weltcup gestreckt und ganz ehrlich gesagt: Gefallen tun mir ziemlich viele.“

skiweltcup.tv: „Im Skirennsport kommt es leider Gottes bisweilen auch zu schlimmen Unfällen. Wie präsent ist es dir gerade als Abfahrts- und Super-G-Spezialistin, dass immer etwas passieren kann?“

Mirjam Puchner: „Solche Gedanken schwirren nicht in meinem Kopf. Natürlich wissen alle Skirennläufer, dass ein gewisses Risiko vorhanden ist.“

skiweltcup.tv: „Der Südtiroler Skirennläufer Christof Innerhofer sieht sein Hobby, das Pilze sammeln, als eine gute Möglichkeit, dem Trubel zu entfliehen. Außerdem ist es in seinen Augen ein gutes Training, zumal ein drei- bis fünfstündiger Waldaufenthalt doch auch müde macht. Gehst du auch einer etwas ungewöhnlichen Freizeitbeschäftigung nach?“

Mirjam Puchner: „Naja, außergewöhnliche Freizeitbeschäftigungen habe ich nicht. Durch meine frühere Tenniskarriere schwinge ich im Sommer den Schläger, um Abwechslung in den Trainingsalltag zu bekommen. Oder kämpfe mit meiner Mannschaft um den Meistertitel. Um mit den Gedanken vom Skisport im Frühjahr und Sommer wegzukommen, studiere ich nebenbei BWL am Institut für Management in Hallwang. Das ist der beste Weg, abzuschalten und einen Ausgleich zum Sport zu schaffen.“

skiweltcup.tv: „Nun zu einigen Fragen, die entweder mit einem Ja oder einem Nein beantwortet werden sollen. Ein Jein ist ausnahmsweise auch erlaubt. Bitte begründe deine Antworten!“

–         Wird Mirjam Puchner bei der bevorstehenden WM in Vail/Beaver Creek aufs Podium fahren?  „?“

–         Hast du, auch wenn du eine Speedspezialistin bist, heimlich mit Slalomskiern trainiert? Nein

–         Gibt es vor dem Start ein besonderes Ritual, das dich im Skizirkus unverwechselbar macht? Ja

–         Wärest du, wenn du nicht eine Laufbahn als Skirennläuferin gestartet hättest, Model geworden? Nein

–         Findest du eine allgemeine Helmpflicht für jedermann auf den Skipisten für angebracht? Ja

–         Ist dir bei einem Rennen schon einmal die Bindung gebrochen? Nein

–         Hast du ein eigenes Lebensmotto, dass dich so lebensfroh macht und auszeichnet? Nein

–         Muss man als Skirennläuferin streng auf die Linie achten, oder darfst du auch Schokolade knabbern? Ja, „knabbern“ (lacht).

skiweltcup.tv: „Wo sieht sich abschließend Mirjam Puchner in zehn Jahren, sportlich wie privat?“

Mirjam Puchner: „Eine Frage, die noch eine Ewigkeit weit weg ist und über die ich mir somit keine Gedanken darüber mache.“ (lacht)

Bericht und Interview für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

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