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Monegassin Alexandra Coletti will es allen zeigen

© Gerwig Löffelholz / Alexandra Coletti

© Gerwig Löffelholz / Alexandra Coletti

Monaco – Es gibt Geschichten von Skistars und Geschichten von Athleten, die niemals aufgeben und ihre großen Träume verfolgen wollen. Tausende Hürden gilt es zu überwinden, und diese sind oft hoch. Aber es gibt auch Athleten, die von großen Ergebnissen träumen, aber auch wissen, dass sie alles geben müssen. Die Monegassin Alexandra Coletti fuhr bis zur Saison 2004/05 für Italien und konnte 1999 den Juniorenmeistertitel im Super-G und den zweiten Rang in der Europacup-Abfahrt von Reinswald erreichen. 15 Ergebnisse hat sie im Weltcup zu verbuchen. Der beste Platz ist mit Rang 15 in der Abfahrt von Val d’Isère zu notieren. Seit der Saison 2005/06 fährt Coletti für das Fürstentum Monaco. Bei den Olympischen Winterspielen 2010 durfte sie die Flagge für das kleine Land am Mittelmeer tragen. Die 32-jährige Skirennläuferin kommt von einer guten Saison zurück, nachdem sie sich bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi schwer verletzte und lange mit sieben Schrauben unterwegs war.

Das italienische Skiportal www.raceskimagazine.it bat die sympathische Doppelstaatsbürgerin zum Gespräch.

Alexandra, dieses Mal war der Weg zurück etwas hart…

Der Weg nach der Operation war lang und schwierig. Drei Monate ohne Belastung des Fußes, mit Krücken… das ist schon etwas. Dann standen viele Physiotherapie-Einheiten an, die schmerzhaft verliefen. Erst Ende Juni konnte ich mit einer halbwegs normalen Vorbereitung beginnen. Es tat dennoch weh. Zum Skifahren kam ich Mitte Juli, doch es war mehr ein Runter- als ein Ski fahren. Die Sommervorbereitung war sehr schwer, ich litt unter großen Schmerzen. Meine Laufbahn ist gekennzeichnet von vielen Verletzungen und zehn Operationen. Aber diese war die Schwerste; der Weg zurück war auch steinig. Ferner konnte ich erst nach einem Jahr wieder richtig fahren. Vorher schaffte ich es nicht.

Hast du einmal daran gedacht deine Karriere zu beenden?

Ich habe nie daran gezweifelt, zurückzukommen. Ich wusste sicher, dass ich in Lake Louise im Dezember an den Start gehen werde. Mein ehemaliger Trainer David Fill, mit dem ich auch in der italienischen Mannschaft war, glaubte nicht mehr daran, dass ich auf einem hohen Niveau zurückkommen werde und hat aus diesem Grund nicht mehr mit mir zusammengearbeitet. So kam Paolo Stefanini, mit dem ich mich gut verstand. Ich hatte Eile, um mich vorzubereiten. Aber mein Team sagte immer, man solle viel Geduld mitbringen. Am Ende habe ich mehr erreicht als erwartet. Von Zermatt über Argentinien und den USA habe sich alles verbessert. So erreichte ich die beste Saison in den letzten fünf Jahren.

Wie konntest du dich nach der Verletzung neu motivieren?

Ich bin mir sicher, dass viel von einer guten Stimmung in der Mannschaft abhängig. Ich fühle mich gut, wir arbeiten intensiv, sind ruhig und lachen gerne. Auch sind wir ernst und arbeiten professionell. Es herrscht eine sehr gute Stimmung, die Harmonie überwiegt, und ich bin glücklich. Paolo hat mir technisch und psychologisch viel mitgegeben. Gigi stellt mir ein ausgezeichnetes Material zur Verfügung, und so weiß ich, dass ich schnelle Skier habe. Nicola hat ein Wunder vollbracht. So konnte ich mein Niveau über die ganze Saison hinweg halten. Viele sagten, dass ich nach dieser Verletzung nicht mehr wie früher fahren werde. Das große Problem war der Start mit den hohen Nummern, zumal ich keine FIS-Punkte mehr hatte. Daran war meine Verletzung schuld; und so musste ich immer mit einer Nummer außerhalb der besten 50 an den Start gehen. Sicher hat etwas Training gefehlt, so verlor ich fast die ganze Sommervorbereitung. Ich wollte immer das Beste geben. Bei der WM in Vail 2015 war die Situation anders. Ich ging mit einer niedrigeren Nummer ins Rennen. Ich belegte den 21. Rang und lag nur zwei Zehntelsekunden hinter der 15. Mein Rückstand auf die Vierte betrug gar nur eine Sekunde. Lediglich Fenninger, Maze und Gut fuhren in einer eigenen Liga. Am Ende der Saison zeigte ich in den Europacuprennen meine gute Form. Bei den französischen Meisterschaften konnte ich endlich FIS-Punkte sammeln, die mir im nächsten Winter ab Lake Louise eine Startnummer zwischen 38 und 40 bescheren werden.

Du bestichst durch einen eisernen Willen. Was motiviert dich, immer wieder über die Limits zu gehen?

Der Skisport ist meine Leidenschaft. Ich schaue nicht auf meine Krankenakte und die dazu gehörenden Operationen. Ich habe nie an ein Aufgeben gedacht. Zuerst möchte ich das Beste aus mir herausholen. Ich bin sicher, dass ich auch in diesem Sommer gut arbeiten werde. Bei den ersten Speedrennen werde ich zu 100 Prozent fit sein und auch mit Spaß an der Sache an den Start gehen. Nun bin ich in Österreich. Ich habe gerade meine erste Woche im athletischen Trainingsbereich hinter mich gebracht.

Es gibt eine nette Geschichte über dich und Tina Maze!

In Garmisch-Partenkirchen hat mir die slowenische Skirennläuferin Tina Maze ein schönes Geschenk gemacht: Ohrringe und eine Karte mit Widmung! Diese schönen Worte haben mich bewegt. Hier habe ich gewusst, dass sie im nächsten Jahr nicht dabei sein wird. Wir sind gleich alt und kennen uns seit dem Whistler Cup. Sie gewann im Riesentorlauf und im Super-G; ich belegte immer den zweiten Rang. Seitdem sind wir uns immer begegnet. Auch im Juniorenbereich kreuzten sich unsere Bahnen. Sie war die Nummer 1 im Super-G, ich in der Abfahrt. Dann begann Mazes kometenhafter Aufstieg. Bei mir ging es etwas langsamer und ich gehörte damals noch der italienischen Auswahl an. Die Verletzungen waren auch nicht gerade zielführend. Ich sage nicht, dass ich bald aufs Podest klettern werde, aber ich werde jedem zeigen, was ich kann. Davon bin ich überzeugt. Ich habe es in diesem Jahr vor, zu bestätigen.

Übersetzung und Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quelle: www.raceskimagazine.it

 

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