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„Mr. Unschlagbar“ Marcel Hirscher gewinnt den Slalom von Madonna di Campiglio

„Mr. Unschlagbar“ Marcel Hirscher gewinnt den Slalom von Madonna di Campiglio

„Mr. Unschlagbar“ Marcel Hirscher gewinnt den Slalom von Madonna di Campiglio

Madonna di Campiglio – Marcel Hirscher hat knapp, aber doch den Nachttorlauf in Madonna di Campiglio für sich entschieden. In einem wahren Hundertstelkrimi verwies er den erstaunlich gut fahrenden Schweizer Luca Aerni und seinen Dauerrivalen Henrik Kristoffersen auf die Plätze zwei und drei.

Hirscher, der  trotz eines groben Schnitzers heute seinen 49. Weltcupsieg feierte, benötigte für seinen Erfolg 1.39,79 Minuten. Im ORF-Interview meinte er: „Voll schrägt! Es ist eigentlich so gelaufen, wie ich es mir gedacht hätte. Es schaut ganz komisch aus, ich war selber auch überrascht – no, na, ned – ist immer so bei einem Fehler. Unten habe ich alles riskiert, da hab ich mir gedacht: Eh schon wurscht. Ich habe es einfach runter gedrückt. Die Weltcupführung ist um diese Jahreszeit relativ wurscht. Am vielen Training liegt es sicher nicht, dass es derzeit so gut läuft. Aber das ganze Team arbeitet super, auch das Training mit den Jungs ist mega.“

Aerni lag als Zweiter nur vier Hundertstelsekunden zurück. Der Rückstand des Wikingers Kristoffersen betrug nur eine halbe Zehntelsekunde. Der Norweger meinte danach: „Ich habe zu viel Riesentorlauf trainiert in diesem Sommer, nicht so viel Slalom. Aber auch Marcel hat nicht so viel trainiert. Heute war es ein bisschen deppat, ich hatte viele Fehler – nicht so einen großen wie Marcel. Wie Marcel den Fehler gehabt hat, habe ich mir gedacht, dass Luca vielleicht seinen ersten Sieg feiert. Aber er ist momentan einfach unschlagbar.“

Und auch Aernis Landsmann Daniel Yule kann stolz auf sich und Rang vier sein. Am Ende fehlten ihm nur sieben Hundertstelsekunden auf Hirscher. Manuel Feller (+0,22) aus Österreich wurde Fünfter. Der Tiroler resümierte: „Grundsätzlich kann man zufrieden sein. Wenn ich aber sehe, was ich oben liegen gelassen habe, dann wurmt es mich schon. Aber ich brauche das Ergebnis nach zwei Nullern dringend.“

Der Brite Dave Ryding (+0,24) belegte im Rennen der sehr knappen Zeitabstände den sechsten Platz. Der Südtiroler Manfred Mölgg (+0,45) büßte im zweiten Durchgang einige Plätze ein und schwang als Siebter ab. Die besten Zehn wurden vom Norweger Sebastian Foss-Solevåg (+0,51), dem Fassataler Stefano Gross (+0,55) und dem Franzosen Alexis Pinturault (+0,59) abgerundet.

Auch wenn er im zweiten Lauf fünf Plätze einbüßte, zeigte der Kärntner Christian Hirschbühl (+0,71) eine ansprechende Leistung. Am Ende reichte es für Position zwölf. Der Freund von Conny Hütter sprach im Anschluss an seinen Arbeitstag: „Marcel ist ein Wahnsinn. Er hat das selber wohl nicht mehr geglaubt, aber es war ein Husarenritt. Er zaubert einfach in Situation, wo wir noch Nachholbedarf haben. Ich bin schon etwas frustriert, aber jetzt heißt es weiterarbeiten.“

Ausgezeichnet präsentierte sich Thomas Hettegger vom ÖSV-Team. Mit der Nummer 45 ins Rennen gegangen, machte er im zweiten Lauf gar neun Plätze gut und schwang als 16. ab. Dementsprechend glücklich präsentierte er sich vor laufender Kamera, indem er sagte: „Es klingt für mich super – ich habe mir selber ein schönes Weihnachtsgeschenk gemacht. Es ist ein Meilenstein meiner Karriere – aber jetzt heißt es, weiterarbeiten, damit das regelmäßig kommt.“

Der Eidgenosse Ramon Zenhäusern (+1,34) wurde 18.; bester Deutscher wurde Linus Straßer (+1,35) auf Platz 20. Sein Landsmann Sebastian Holzmann (+1,55) belegte den 23. Platz. Im Finale schieden neben dem jungen Eidgenossen Loic Meillard auch der Kärntner Marco Schwarz, der Tiroler Michael Matt und der Russe Alexander Khoroshilov aus. Letzterer war auf dem Weg zu einem Podestplatz, doch nun steht er nach drei Slaloms noch ohne Punkte da. Hoffentlich geht’s im neuen Jahr besser, denn heuer gibt’s keine Rennen mehr.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Offizieller FIS Endstand: Slalom der Herren in Madonna di Campiglio

 

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