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Nicht nur DSV-Alpinchef Wolfgang Maier zieht vor Felix Neureuther den Hut

Nicht nur DSV-Alpinchef Wolfgang Maier zieht vor Felix Neureuther den Hut

Nicht nur DSV-Alpinchef Wolfgang Maier zieht vor Felix Neureuther den Hut

Soldeu – Die deutsche Ski-Szene muss zur Kenntnis nehmen, dass in der neuen Saison mit Felix Neureuther das Aushängeschild schlechthin nicht mehr an den Start gehen wird. Der fünffache WM-Medaillengewinner bestritt mit dem heutigen Slalom in Andorra sein letztes Weltcuprennen.

DOSB-Präsident Alfons Hörmann streute Neureuther Rosen. So habe der Sportler in den letzten eineinhalb Jahrzehnten den alpinen Skisport national und international auf entscheidende Weise mitgeprägt. Für den hohen Sportfunktionär hat Neureuther keinesfalls bloß leistungssportlich große Höhen erreicht, sondern auch viele Rückschläge in Form einer Verletzung gemeistert. Hörmann betonte die Willensstärke des Athleten und hofft, dass dieser in anderer Art dem Sport treu bleiben wird.

DSV-Alpindirektor Wolfgang Maier attestierte Neureuther den Status eines Skigenies, das mehr Fertigkeiten als alle anderen besitzt. Sicher ist man traurig, aber man war immer glücklich, dass er in ihren Kreisen war. Aufgrund seiner Persönlichkeit war der Skirennläufer ein Schutzschild für das ganze Team. Das Ende der Karriere sei ein extremer Verlust, und ohne Felix werde alles anders werden.

DSV-Cheftrainer Mathias Berthold beglückwünschte seinen Schützling zu dessen Entscheidung. Wenn er glücklich damit ist, ist es richtig. Da die Motivation nicht mehr vorhanden ist, muss man diesen Schritt setzen. Die Zeit mit dem Skirennläufer war cool, und der Coach schätzt ihn aufgrund seiner Persönlichkeit abseits der Szene sehr. Ein bisschen Wehmut ist in Anbetracht der noch vorhandenen Möglichkeiten auch da.

Der österreichische Skirennfahrer Marcel Hirscher sprach von der Faszination, die Neureuther hat. Das war das Talent und die menschliche Seite. So blickt der achtfache Gesamtweltcupsieger auch darauf zurück, wie der Deutsche ihm mit Rat und Tat zur Seite stand. Obwohl man auf den Skihängen der Welt Rivalen war, überzeugt der DSV-Athlet mit seinem beeindruckend feinen Charakter.

Aus der Welt des runden Leders kommt Thomas Müller. Der Fußballer, der für den FC Bayern München die Stollenschuhe schnürt, dankt Neureuther für die vielen großartigen Momente und wies darauf hin, dass alle Skifreunde seine großen Fahrten und Leistungen über die Jahre hinweg begeisterten.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quelle: www.sportnews.bz

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