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Niels Hintermann will durchstarten

© Kraft Foods / Niels Hintermann will durchstarten

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Hausen am Albis – Im April 2016 siegte der Schweizer Niels Hintermann bei den nationalen Ski-Meisterschaften in der Abfahrt und im Super-G. Der junge willensstarke Athlet weiß, was er will. Er trainiert hart und hat einen Weg eingeschlagen, der nicht so einfach für ihn war. Im Alter von zehn Jahren verließ Hintermann das wohl behütete Elternhaus in Hausen am Albis, um in die Skihauptschule Schruns in Vorarlberg zu gehen. Dieses Erlebnis habe ihn nicht nur als Sportler, sondern auch als Mensch geprägt.

Vier Jahre später wechselte der Eidgenosse ins Skigymnasium nach Stams. Das hat ihm nicht so gepasst, sodass er nach Engelberg zog. Dort beendet der 189 cm große und 94 kg schwere Modellathlet im kommenden Sommer die Schule. Die Ausbildung ist für Hintermann wichtig, und er betont, dass es zu riskant wäre, bloß auf den Sport zu setzen. Wenig Schlaf und viel Einsatz standen und stehen auf der Tagesordnung. Anscheinend hat dem Swiss-Ski-Athleten die Doppelbelastung nichts ausgemacht. Denn wenn andere die lange Skisaison spürten, fuhr er die besten Ergebnisse, ganz frisch und munter, ein.

Der junge Skirennläufer, der im Training dem Riesentorlauf hohe Prioritäten beimisst, bringt gute Voraussetzungen mit. Coach Sepp Brunner betont, dass er viel Gefühl für die Elemente der Abfahrt mitbringt. Und wenn der Spaßfaktor dabei ist, startet der hochgewachsene Skirennläufer auch im Slalom. Er will weiter gut fahren, im Europacup wird es in dieser Saison eine verkürzte Fahrt auf der „Streif“ geben. Das gefällt dem Zürcher, der schon im zweiten Weltcuprennen seiner Karriere zu Punkten kam.

Auch wenn er bei der Abfahrt am Wochenende in Val d’Isère als 33. knapp Weltcuppunkte verpasste, will er in dieser Saison durchstarten. Den notwendigen Biss hat er sich schon in führen Jahren geholt, wenn es darum ging, als Flachländer für Furore zu sorgen. Wenn es Peter Müller und Urs Lehmann geschafft haben, kann und wird auch Niels Hintermann es schaffen. Davon sind alle, nicht nur die Verantwortlichen im schweizerischen Skiverband, überzeugt.

Bericht für skliweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quelle: www.nzz.ch (Auszug)

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