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Niki Hosp im Skiweltcup.TV Interview: „Ich möchte niemals in einer Stadt wohnen!“

© Foto: Tirol Werbung / Nicole Hosp

© Foto: Tirol Werbung / Nicole Hosp

Bichlbach – Nicole „Niki“ Hosp erblickte am 6. November 1983 in Tirol das Licht der Welt. Sie besticht durch eine sehr bescheidene und sympathische Art und gilt als erfolgreiche Allrounderin. Die Skirennläuferin konnte – außer in der Abfahrt – bisher in jeder Disziplin mindestens einen Sieg einfahren. Im Jahr 2006/07 siegte die Österreicherin nach einem packenden Duell mit ihrer Teamkollegin Marlies Schild auch im Gesamtweltcup. Zudem gewann sie 2007 Gold beim WM-Riesentorlauf im schwedischen Ǻre. Bei den Olympischen Winterspielen in Turin im Jahr zuvor lächelte ihr Lächeln silbern. Nach einer schwierigen Phase überzeugte die Tirolerin bei der Heim-WM in Schladming 2013 und errang die Bronzemedaille in der Alpinen Superkombination und erfreute sich über die Goldene im Mannschaftsbewerb. Im Interview erzählt Hosp über die letzte Saison, ihr Heimatland, die teils scharf kritisierte Materialreform, die Ehre der österreichischen Post und blickt mit großen Hoffnungen auf die Olympiade in Sotschi.

skiweltcup.tv: Niki, deine letzte Saison inklusive der Heim-WM in Schladming verlief fabelhaft. Man merkte, dass du wieder Freude und Spaß am Skifahren hattest. Trügt diese Sichtweise, oder weshalb hast du dir deine Meisterleistungen gerade für das Heimpublikum aufbehalten?

Niki Hosp: Naja, wenn ich die Rennen zu Beginn der Saison betrachte, waren diese überhaupt nicht gut. Ich habe dann versucht, mich auf die Weltmeisterschaft zu konzentrieren und mich nicht zu versteifen, und es hat super geklappt.

skiweltcup.tv: Steckst du schon in den Vorbereitungen im Hinblick auf die bevorstehende Olympiasaison. oder steht noch ein bisschen Regeneration und Entspannung auf dem Programm? Was macht Niki Hosp in ihrer skifreien Zeit?

Niki Hosp: Alles in allem hatte ich zwei Wochen Urlaub. Und schon geht das harte Sommertraining los.

© fischersports / Nicole Hosp

© fischersports / Nicole Hosp

skiweltcup.tv: Dein Heimatland Tirol ist reich an Geschichte und Tradition. Auch deine Heimatgemeinde Bichlbach hat ihre Reize. Wie wichtig sind dir Werte wie Traditionen, und kannst du überhaupt abschalten, wenn dich jeder kennt oder würdest du lieber für einen Moment in die Großstadtanonymität entfliehen?

Niki Hosp: Ich möchte niemals in einer Stadt wohnen! Ich benötige zum Entspannen die Natur und Ruhe. Und da mich die Leute eh schon alle als Kind kennen, ist dies von der Seite eh schon ganz normal.

skiweltcup.tv: Seit deinem Weltcupdebüt am 18. Februar 2001 konntest du insgesamt 11 Siege und 51 Podestplatzierungen einfahren. Welcher war dein schönster Sieg, und mit welchem Triumph hast du – ehrlich gesagt – am wenigsten gerechnet?

Niki Hosp: Am wenigsten erwartet habe ich meinen ersten Sieg bei einem Weltcuprennen. (Am Rettenbachferner in Sölden siegte die Tirolerin zu Beginn der Saison 2002/03 zeitgleich mit der Slowenin Tina Maze und Andrine Flemmen aus Norwegen, wobei es dadurch erstmals in der Geschichte des Weltcups drei Siegerinnen in einem Rennen gab, Anm. d. Red.). Der schönste Sieg war jener, als ich mit dem Erfolg im letzten Saisonrennen der Saison 2006/07 den Sieg im Gesamtweltcup (am 18.03.2007 im Riesentorlauf in Lenzerheide, Anm. d. Red.) und dadurch die große Kristallkugel für mich entscheiden konnte.

skiweltcup.tv: Niki, deine erfolgreiche sportliche Karriere wurde leider hie und da oft von schweren Verletzungen unterbrochen. Du hast jedoch stets immer den Weg zurückgefunden. Welche Eigenschaften neben einem großen Kämpferherz und einer gesunden Portion Ehrgeiz muss man aufweisen, um aus einem Tief herauszukommen?

Niki Hosp: Dazu zählt die Geduld, auf sich und seinem Körper zuzuhören, und jede Menge Optimismus. Dessen ungeachtet muss ich sagen, dass dies in bestimmten Phasen auf keinen Fall immer leicht war.

© Kraft Foods  /  Nicole Hosp (AUT)

© Kraft Foods / Nicole Hosp (AUT)

skiweltcup.tv: Das ÖSV-Damenteam mit der wiedergenesenen Marlies Schild und der jungen Anna Fenninger und vielen anderen routinierten Skirennläuferinnen und jungen Talenten besticht durch eine sehr hohe Leistungsdichte. Wie schwer ist es, sich immer wieder neu zu motivieren und durchzusetzen?

Niki Hosp: Da muss ich sagen, dass dies keineswegs schwer ist. Ich habe Spaß an dem, was ich tue. (lacht)

skiweltcup.tv: Im vergangenen Jahr wurde eine Materialreform durchgerungen, die keineswegs überall auf positives Echo stieß. Wie stehst du persönlich dazu, und aus welchem ist die Ausrüstung trotz allem eine der wesentlichsten Faktoren im alpinen Skirennsport?

Niki Hosp: Ich glaube nicht, dass die Reform des Materials schlecht war. Jedoch war die Art und Weise, wie diese durch die FIS beschlossen wurde, alles andere als intelligent. Nichtsdestotrotz vertrete ich die Meinung, dass es das Schlechteste wäre, wenn man im Sport keine Entwicklungen durchmacht und stehen bleiben würde.

© Österreichische Post AG

© Österreichische Post AG

skiweltcup.tv: Die Österreichische Post würdigte Stephan Eberharter, Hermann Maier, Benjamin Raich, Elisabeth Görgl und dich in den letzten Jahren mit schönen Sonderbriefmarken. Welche Dame hätte sich deiner Meinung nach verdient, dieses erfolgreiche Quintett zu einem Sextett zu ergänzen? Weshalb ist es gerade die von dir Genannte?

Niki Hosp: Als ich nach der Saison 2006/07 die große Kristallkugel und auf diese Weise den Gesamtweltcup für mich entschieden habe, hat mich die Österreichische Post AG mit einer Sondermarke geehrt. Das war für mich eine riesengroße Ehre. Meine persönliche Meinung ist es, dass sich eigentlich jede meiner Teamkolleginnen diese verdienen würde.

skiweltcup.tv: In der nächsten Saison stehen die Olympischen Winterspiele im russischen Sotschi auf dem Programm. Konntest du dir schon ein Bild von dem Veranstaltungsort oder von den Pisten am Schwarzen Meer machen, und kannst du uns bitte deine Eindrücke schildern?

Niki Hosp: Im vergangenen Jahr konnten wir sozusagen zur Olympiageneralprobe zum Weltcup nach Sotschi fahren. Es liegt noch sehr viel Arbeit vor den Gastgebern, jedoch muss ich sagen, dass mir die Pisten eigentlich taugen.

Interview für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

 

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