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Norweger Kjetil Jansrud holt olympisches Super-G Gold!

Super-G Olympiasieger Kjetil Jansrud (NOR)

Super-G Olympiasieger Kjetil Jansrud (NOR)

Sotschi – Der Wikinger Kjetil Jansrud gewann am heutigen Sonntag den olympischen Super-G der Herren. Der Norweger benötigte für seine Goldfahrt eine Zeit von 1.18,14 Minuten und lag am Ende drei Zehntelsekunden vor dem US-Amerikaner Andrew Weibrecht und 53 Hundertstelsekunden vor US-Altmeister Bode Miller, der lange in Führung lag und wie der sichere Sieger aussah. Miller teilte sich zeitgleich den dritten Platz mit dem Kanadier Jan Hudec.

Sieger Jansrud sprach: „Beim Start habe ich mir gedacht: Es waren schon sehr gute olympischen Spielen. Aber im Super-G habe ich noch bessere Chancen. Ich bin schon ein bisschen überrascht. Ich habe gewusst, dass ich gut in Form bin. Aber ich habe Bodes Fahrt gesehen und habe mir gedacht, es wird schwierig.“

Weibrecht, heute Zweiter, sagte: „Ich bin überglücklich. Bei Großereignissen bin ich einfach immer da. Es ist mir aber auch wirklich ein guter Lauf gelungen. Mit dieser Silbermedaille ist wirklich ein Traum wahrgeworden. So richtig fassen kann ich es aber noch nicht.“

Hudec über seine Bronzemedaille: „Es war eine schwierige Saison für mich. Ich musste Wengen und Kitzbühel auslassen. Die Abfahrt hier war auch nicht gut. Mein Rücken hat große Probleme gemacht. Vor zwei Tagen habe ich geträumt, dass ich den Super-G gewinne. Gewonnen habe ich nicht, aber es ist eine Medaille.“

Miller meinte: „Es sind viele Emotionen. Es war ein hartes Jahr für mich. An diesen Punkt zu kommen und eine Medaille zu gewinnen, ist speziell. Heute hatte ich etwas Glück, diese Medaille zu gewinnen. Mein Skifahren ist gut, manchmal brauchst du auch Glück. Das hatte ich heute.“

Für ÖSV-Starter Otmar Striedinger reichte es aufgrund der zwei Dritten nur für Blech. Er schrammte lediglich um zwei lächerliche Hundertstelsekunden am Podest vorbei und war nur fünf Hundertstelsekunden schneller als Teamkollege Max Franz, der Sechster wurde.

Striedinger sagte zu seiner Fahrt: „Ich hab schon gewusst, dass noch so viele oben sind. Aber leider steh ich jetzt als Volldodl als Vierter [eigentlich Fünfter, da die Stimme vor der Fahrt Weibrechts aufgenommen wurde] da. Ich bin oben nicht so reingekommen.“

Franz meinte zu seinem sechsten Platz: „Ich hab mich über die zwei Sprünge geärgert. Aber wie ich dann gesehen habe, wie rund ich oben gefahren bin – das darfst du einfach nicht machen, wenn du so ein Rennen alle vier Jahre hast – dann musst du ihn runterprügeln. Es will halt nicht sein, ich muss noch weiterarbeiten.“

Der norwegische Saisondominator Aksel Lund Svindal lag als Siebter auch nur 0,09 Sekunden hinter dem Podest. Enttäuscht meinte der Norweger: „Es sind bisher nicht meine Spiele. So ist es leider. Es ist eng, aber ich war nicht gut genug. Schlechtes Timing, aber es ist vorbei. Ich bin schon überrascht, dass Kjetil so schnell war, nicht, dass er gewinnen kann. Die Überraschung ist Weibrecht. Aber so ist Olympia, da ist es nicht immer so wie im Weltcup.“

Hinter dem Wikinger reihte sich mit Peter Fill (+0,71) der beste Südtiroler auf Platz acht ein. Die Top-10 wurden vom Tschechen Ondrej Bank (+0,97) und dem Kanadier Morgan Pridy (+1,05) abgerundet. Der beste Eidgenosse im Feld war Patrick Küng (+1,24) auf Rang zwölf.

Der amtierende Weltmeister Ted Ligety aus den USA musste mit dem 14. Rang vorliebnehmen. Er hatte schon 1,34 Sekunden Rückstand auf Jansrud und muss nun in den technischen Disziplinen Gas geben, um nicht ohne Medaille aus Sotschi abzureisen. Werner Heel aus dem Passeiertal kam mit über eineinhalb Sekunden Rückstand auf Position 17 und war um wenige Hundertstelsekunden langsamer als Teamkollege Dominik Paris aus dem Ultental, der sich auf den 16. Platz klassierte.

Der Österreicher Georg Streitberger kam mit 1,63 Sekunden Rückstand auf Jansrud auf Rang 21 und war rund eine Viertelsekunde schneller als der Schweizer Carlo Janka. Jankas Landsmann Beat Feuz wurde 27. Die Mitfavoriten Christof Innerhofer aus Südtirol, der Eidgenosse Didier Défago, der Kanadier Erik Guay und Abfahrtsolympiasieger Matthias Mayer (nach bester Zwischenzeit) sahen das Ziel nicht und schieden dementsprechend aus.

Mayer meinte sogar: „Ich war mir ziemlich sicher, dass das Tor dort steht. Ich habe guten Speed gehabt, das hätte gut gepasst für den unteren Teil. Am Start bin ich mir hinten am Ski gestiegen, das ist mir das erste Mal passiert. Es hat aber dann trotzdem gut funktioniert, habe ordentlich Gas geben können. Aber trotzdem habe ich da meinen Stempel abgeben können. Man lernt von Bewerb zu Bewerb dazu – es geht nicht immer aufwärts.“

Durch den heutigen Olympiasieg im Super-G durch Kjetil Jansrud unterstrichen die Wikinger ihre Vormachtstellung im Super-G. So gewannen sie schon fünf Goldmedaillen in dieser verhältnismäßig jungen Disziplin; einmal siegte Svindal, einmal eben Jansrud und dreimal die Legende Kjetil Andre Aamodt. Als Sensation kann man auch den zweiten Platz von Andrew Weibrecht bezeichnen. So kam seit kurzem 28 Jahre alte Skirennläufer im Weltcup nie über den zehnten Platz hinaus, und jetzt strahlt sein Lächeln silbern.

Offizieller FIS ENDSTAND:  Olympia Super-G der Herren in Sotschi

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

 

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