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Nur noch 56 Tage bis zum 71. Hahnenkamm-Rennen 2011

Vom 21. bis 23. Jänner 2011 finden die legendären Rennen in Kitzbühel statt. 

OK-Chef Michael Huber hat knapp zwei Monate davor die Arbeitsgruppenleiter und OK-Mitglieder zur Generalaussprache geladen. „Im Sommer 2010 wurden die größten Investitionen seit Bestehen der Rennstrecken Streif und Ganslern getätigt“, so der Vorsitzende. Huber informierte das OK-Team und die ARGE Partner über den aktuellen Stand der Arbeiten und stellte die Neuerungen vor. 

Große Investitionen  

Es waren die weitreichendsten Aktivitäten der Bergbahn AG Kitzbühel und des Veranstalters der Rennen, dem Kitzbüheler Ski Club (K.S.C.), seit Bestand der Rennstrecken.  

Es gab bisher nur zwei größere Baumaßnahmen. 1953 wurden die Rennstrecken erstmals von der FIS homologiert, 1993 wurden eine Schneeanlage, der Speicherteich „Seidlalm 1“ sowie der Seidlalmsprung gebaut. 2010 gab es die umfangreichsten Tätigkeiten auf der Rennstrecke Streif. Ein zusätzlicher Speichersee am Seidlalmkopf wurde errichtet, dieser hat rund rund 2/3 mehr Kapazität wie der Speichteich „Seidlalm 1“. Auch sämtliche Schneileitungen wurden ausgebaut und somit können die Schnee-Erzeuger auf die notwendigen Anforderungen aufgestockt werden. Der Vorstand der Bergbahn AG Kitzbühel, Dr. Josef Burger brachte vor allem die gute Zusammenarbeit mit dem K.S.C. zum Ausdruck: „Dieser Sieg hat viele Väter, der Hahnenkamm ist immerhin das Herzstück des Skigebiets“, so Burger. Hochzufrieden war auch der Bauleiter der Bergbahn AG, Ing. Richard Profanter: „Es war eine Punktlandung, am 9. Juni wurde begonnen und planmäßig wurden die Arbeiten abgeschlossen“.

Eckdaten Beschneiung:

  NEU (2010)

Seidlalmteich 2

BESTAND (1993)

Seidlalmteich 1

Inhalt

Größte Länge

Größte Breite

Größte Tiefe

115.000 m³

210 m

90 m

11 m

33.000 m³

163 m

69 m

6 m

Eckdaten Schnee-Erzeuger auf den Rennstrecken

  NEU (2010) BISHER (1993)
Streif

Ganslern

Gesamt

Anmerkung:

28

8

36

83 Total am Hahnenkamm

incl. Publikumspisten

17

4

21

 

 Parallelstreif 

Neu ist die Parallelstreif, sie kommt dem Publikum und „Beobachtern der Rennstrecke“ zu Gute. Totalsperren wegen Präparierungsarbeiten gehören der Vergangenheit an. 

Im Zuge dieser Arbeiten wurde zur Rennstrecke eine Parallelstreif errichtet. Diese neue Piste bedeutet eine spürbare Erleichterung für den Publikumsskilauf, denn in der Vorbereitungsphase wird es keine wesentlichen Behinderungen wie etwa durch bisher notwendige Pistensperren mehr geben. Davon profitieren einerseits ambitionierte Skiläufer, andererseits aber auch all jene Zuschauer, die entlang der Streif die Rennen beobachten oder bereits bei den Präparierungsarbeiten live dabei sein wollen. Sie können nun die gesamte Strecke mit Ausnahme des Steilhangs einsehen. Das Erlebnis Hahnenkamm-Rennen wird dadurch noch eindrucksvoller. „Im gesamten Weltcup gibt es keine vergleichbare Abfahrtsstrecke“, sagte Huber.   

Neuer Super-G-Start 

Der neue Startplatz bringt noch mehr Sportlichkeit ein. Neben einem traumhaften Ausblick und freien Hängen bietet die obere Streckenführung höchste Anforderungen an die Athleten und somit Spannung pur.  

Unterhalb des „Seidlalmsee II“ liegt der neue Start für den Super-G. Der Startbereich macht übrigens rund 15 % der Rennstrecke aus. Schon der erste Anblick wird Läufer und Zuschauer gleichermaßen faszinieren. Der Charakter der Rennstrecke hat sich komplett verändert. Die ersten zwei „Wellen“ bis zum Seidlalmsprung lassen den Kurssetzern alle Freiheiten. Die Hangneigung beträgt hier schon rund 49% bzw. 45%. Der kontinuierliche Geländewechsel auf dem Super-G-Kurs macht den besonderen Reiz aus. Es gibt kaum einen Super-G im Weltcupzirkus der derart selektiv und herausfordernd ist.   

Facelifting  

Brückenschuss, Gschösswiese, Gschöss und Alte Schneise sind nicht mehr wieder zu erkennen. 

Der Brückenschuss ist rund zwanzig Meter kürzer und drei Meter höher. Die Anfahrt zum Gschöss ist nicht mehr die flachste Stelle auf der Streif. Das Gefälle ist auf 7% gestiegen und die Gschösswiese ist nun dreimal so breit, ebenso hat sich die Anfahrt zur Alten Schneise verdoppelt. Die mondäne Dame Alte Schneise präsentiert sich im neuen Licht. Bedingt durch die Unwetter am 2. August fehlen auf beiden Seiten Bäume. Die Absprungkante hat sich erhöht und die Anfahrt zum Seidlalmsprung gestaltet sich hiermit interessanter. Auch für die Zuschauer entlang der Rennstrecke haben sich viele neue Plätze aufgetan. Dadurch lässt sich das Renngeschehen noch direkter und intensiver spüren.   

Rennstreckensicherheit 

Ein völlig neuartiges Netz wurde entlang der Gschöss errichtet. „Dieses Netz wird in der Rennwoche bei Trainern und OK-Mitgliedern anderer Veranstalter ein Gesprächsthema sein“, vermutet Michael Huber, „denn hier in Kitzbühel steht das einzige dieser Bauart.“ Es handelt sich um ein G-Netz. Wegen der Unwetterschäden mussten auch einige Masten ausgetauscht werden und neue B-Netze für den oberen Teil der Super-G Strecke wurden vom K.S.C. angeschafft. Somit komplettiert sich der Reigen des Faceliftings im Mittelteil der Streif. Das HKR-Team war den ganzen Sommer im Einsatz. Derzeit wird noch am Feinschliff gearbeitet.

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