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Olympiasieger Matthias Mayer fährt in Lake Louise mit Airbag

© Kraft Foods / Matthias Mayer (AUT)

© Kraft Foods / Matthias Mayer (AUT)

Es scheint als würde sich der aufblasbare Airbag auch im alpinen Skiweltcup immer mehr durchsetzen. Die Online-Ausgabe der „Kleinen Zeitung“ berichtet, dass Abfahrts- Olympiasieger Matthias Meyer und auch Hannes Reichelt die erste Abfahrt der Saison in Lake Louise mit Airbag bestreiten wollen.

Die Airbag-Weste wiegt circa 800 Gramm und löst in weniger als 100 Millisekunden aus. Die Weste bläst sich dann auf und schützt Nacken, Rücken, Schulter und Brust des Fahrers. Dabei sollen bis zu 60 Prozent der Sturzenenergie abgefedert werden. Als Vorbild diente der Rücken-Airbag aus dem Motorradsport.

Österreichs Abfahrtscheftrainer Florian Winkler hält den Airbag für zuverlässig: „Es ist immer die persönliche Entscheidung. Aber wir haben die Airbags den ganzen Sommer und zuletzt auch in Copper Mountain getestet, es hat alles funktioniert.“ Im Trainingslager habe es zudem keine Fehlauslösungen gegeben, ergänzt Winkler, so dass die Fahrer Vertrauen bekommen hätten. Er könne sich deshalb vorstellen, dass auch weitere Athleten des ÖSV in Lake Louise mit der Schutzweste an den Start gehen.

Anscheinend ist es gelungen die Fehlerquote des Auslöse-Algorithmus auf ein Minimum zu reduzieren. Schließlich gibt es im Skirennsport, im Vergleich zum Motorradsport, deutlich heftigere Erschütterungen und öfter Situationen, in denen ein Skifahrer einem Beinahe-Sturz sehr nahe kommt. Trotzdem soll der Airbag aber nur im Ernstfall auslösen.

Während die Österreicher mit den Gedanken spielen den Airbag in Lake Louise einzusetzen, beklagt sich der Schweizer Skiverband, dass die Eidgenossen für den Einsatz dieses Airbags pro Stück 1200 Franken aufbringen müssten. Den Österreichern und auch den Kanadiern würde die Weste hingegen kostenlos zur Verfügung gestellt, berichtet der Schweizer Abfahrstrainer Tom Stauffer der Online- Ausgabe der Blick-Zeitung. Dies liege daran, dass der Airbag-Hersteller Dainese zum österreichischen, jedoch nicht zum Schweizer Ski-Pool gehöre.

Obwohl der Airbag die Sicherheit der Athleten erheblich erhöht, ist der aktuelle Preis dem Schweizer Skiverband noch zu hoch. Tom Stauffer führt als Hauptgrund an, dass die Airbag-Weste den Athleten zwar nicht mehr langsamer, aber eben auch nicht schneller machen würde. Schmunzelnd fügt er hinzu, dass sich diese Einschätzung erst ändern würde, wenn drei Fahrer mit Airbags auf dem Podest stehen sollten.

Bericht für Skiweltcup.TV: Jonas Klinke

Quelle: www.Kleinezeitung.at, Blick.ch

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