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ORF-Moderator Ernst Hausleitner im Skiweltcup.TV-Interview: „Ich bin gespannt auf das Comeback von Lindsey Vonn!“

© privat / Ernst Hausleitner im Interview mit Anna Fenninger

© privat / Ernst Hausleitner im Interview mit Anna Fenninger

Wien – Der 1968 geborene Ernst Hausleitner ist ein bekanntes Gesicht. Fast immer, wenn es schnell zur Sache geht, ist der gebürtige Oberösterreicher für den ORF im Einsatz. Seit 2009 kommentiert und moderiert Hausleitner die Formel-1-Rennen. Außerdem kommentiert und moderiert er Skiübertragungen. Bisher nahm er auch an fünf Olympischen Spielen und fünf Ski-Weltmeisterschaften teil. Darüber hinaus war er sowohl bei einer Fußball-WM als auch einer –EM im Einsatz.

Auch in seiner Freizeit ist der (gemeinsam mit Alexander Wurz) mit der „Romy“ ausgezeichnete Hausleitner sportlich unterwegs. So fährt er natürlich gerne Ski, mit seiner Motocross-Maschine ein paar Runden oder mit dem Rad. Ferner wandert er oder ist auf einem Segelboot anzutreffen. Im skiweltcup.tv-Interview spricht der Österreicher über den Skirennsport als Berufsfeld und als Leidenschaft, den Journalistenberuf allgemein, den österreichischen Fußball, seine charismatische ORF-Expertin Alexandra Meissnitzer und vieles mehr. Ein Hoppala aus seinem Leben als Live-Reporter verschweigt er. Dennoch freut er sich irrsinnig auf das Comeback der US-Skirennläuferin Lindsey Vonn.

skiweltcup.tv: „Herr Hausleitner, in der kalten Jahreszeit verfolgen Sie die Skirennläuferinnen und unterm Jahr die Formel-1-Piloten auf ihrer Weltreise. Haben Sie sozusagen die schnellen Sportarten für sich gepachtet… oder wäre anders gefragt ein 3000m-Hindernisrennen im Rahmen der Leichtathletik-WM beispielsweise für Sie zu langsam, zu wenig gefühlsbetont?“

Ernst Hausleitner: „Ganz und gar nicht! Ich arbeite bereits seit 20 Jahren als Sportreporter und hatte das Glück, viele verschiedene (auch langsamere) Sportarten betreuen zu dürfen. Jede Sportart hat ihren Reiz. Dennoch kommt man um eine gewisse Spezialisierung nicht umhin, wenn man dem Seher/Hörer/Leser gute Information bieten möchte. Ich bin daher sehr glücklich, dass ich mich, mit wenigen Ausnahmen, zur Gänze auf die beiden Sparten Formel 1 und Ski alpin konzentrieren kann.“

skiweltcup.tv: „Sind Sie auch ab und zu auf den zwei Brettern, die für viele Skirennläuferinnen wohl der Lebenselixier par exellence darstellt, unterwegs?“

Ernst Hausleitner: „Skifahren ist eine meiner ganz großen Leidenschaften! Ich habe mit zweieinhalb Jahren damit begonnen, habe in meiner Studentenzeit ein paar Saisonen in Kitzbühel als Skilehrer gearbeitet und versuche auch jetzt noch, so gut es geht, im Winter jeden freien Tag auf Ski zu stehen. Auch bei den Weltcuprennen habe ich nahezu immer mein Equipment dabei um selbst auf die Piste zu kommen und mir dort ein Bild von den herrschenden Verhältnissen zu machen. Der letzte Winter war der absolute Horror für mich, weil ich auf Grund einer Kreuzbandoperation nicht Skifahren durfte, umso mehr freue ich mich auf die kommende Saison!“

skiweltcup.tv: „Als Live-Reporter ist man von Freud‘schen Versprechern nicht gefeit. Mir hat einmal ein Südtiroler Printjournalist erzählt, dass er im Eifer des Gefechts den Sieg von Kristina Ghedina dokumentierte und sein Bericht so abgedruckt wurde. Gibt es auch eine erzählenswerte Anekdote aus Ihrem Leben als Ski-Kommentator?“

Ernst Hausleitner: „So etwas kann durchaus passieren und ist jedem Reporter auch schon passiert. An eine erzählenswerte Anekdote kann ich mich nicht erinnern…unsere Seher hoffentlich auch nicht. (lacht)“

skiweltcup.tv: „Die äußerst sympathische, charismatische und mit viel Fachwissen ausgestattete Alexandra Meißnitzer ist die Expertin an Ihrer Seite! Haben Sie sich für ‚Meisi‘ entschieden, oder wie kam es zur Zusammenarbeit mit der einzigen Salzburger Gesamtweltcupsiegerin?“

Ernst Hausleitner: „Hätte ich die Wahl gehabt, wäre sie auch auf Alexandra gefallen! Aber diese Entscheidung trifft bei uns der Sportchef mit dem Redaktionsleiter.“

© privat / Alexandra Meißnitzer und Ernst Hausleitner

© privat / Alexandra Meißnitzer und Ernst Hausleitner

skiweltcup.tv: „Ein guter Journalist oder Reporter ist jener, der auch aus einer positiven Geschichte einen Aufhänger machen kann. Können Sie der These “only bad news are good news“ etwas Positives abgewinnen, zumal es oft leichter ist, eine negative Geschichte zu machen?“

Ernst Hausleitner: „Es hat schon oft und leider auch in jüngster Vergangenheit, z.B. in der Berichterstattung über die Unfälle von Schumacher und Bianchi, Anlässe gegeben, die mich massiv an der Ethik in unserem Beruf und an der Ehre mancher Kollegen zweifeln lassen. Es ist oft schwierig geworden, gegen den Strom zu schwimmen, die Geschichte so zu verbreiten, wie man sie selbst erlebt hat und nicht jener Variante zu folgen, die „reißerischer“ aber falsch ist. In meiner Rolle als Reporter sehe ich mich als Bindeglied zwischen Sportlern und unseren Sehern. In dieser Rolle stehe ich beiden Gruppen gegenüber in der Verantwortung. Wenn man diese Verantwortung ernst nimmt, verzichtet man gerne einmal auf eine Hetzgeschichte.“

skiweltcup.tv: „Besonders im Skirennsport gehen österreichische Reporter mit einer außerordentlichen Portion Ehrgeiz an die Sache heran. Hat es damit zu tun, weil dieser Sport der Nationalsport so viele Legenden bildet oder weil er das liebste Kind der Alpenrepublik ist?“

Ernst Hausleitner: „Beides ist richtig. Skisport ist bei uns in Österreich der Sport Nummer 1. Das wird jede Saison wieder nicht zuletzt durch unfassbare hohe Einschaltquoten bewiesen. Durch dieses unglaublich große Interesse, werden die Protagonisten der Skiszene auch zu Legenden. Wenn ich heute die von mir höchstverehrte Annemarie Moser Pröll treffe oder Franz Klammer, also die beiden großen Idole meiner Kindheit, dann sind das für mich ‚Gänsehautmomente‘ weil ich mich immer daran erinnern werde, wie wir zu Hause vor dem Fernseher die Daumen gedrückt und gejubelt haben wenn die beiden ins Tal gerast sind. Es gibt keine Sportart in der Österreich so erfolgreich war und ist wie im Skifahren und daher keine, in der wir so viele Stars hatten und nach wie vor haben. Abgesehen von den sportlichen Erfolgen erachte ich Skifahren als wichtigen Teil unserer Kultur, als einen Teil dessen, was Österreich ausmacht und ich bekomme die Krise, wenn ich sehe, dass viele Kinder nicht mehr Skifahren können. All das zusammen macht die Position des Skireporters in Österreich zu einer ganz besonderen.“

skiweltcup.tv: „Themenwechsel: Oder ist der rot-weiß-rote Fußball das liebste Kind, das sich derzeit nur im Dornröschenschlaf befindet, und mit ein bisschen mehr Enthusiasmus und Patriotismus am Mikrofon wieder aus diesem geholt werden könnte?“

Ernst Hausleitner: „Die letzten Ergebnisse in der EM-Qualifikation beweisen Gott sei Dank das Gegenteil. Aber auch zu Zeiten, als es weniger gut gelaufen ist, sehe ich die Verantwortung dafür nicht beim Kommentator.“

skiweltcup.tv: „Andersrum: Darf man als Sportjournalist Fan sein, oder sind Sie wie ein Politikjournalist zur Neutralität verpflichtet? Oder geht das angesichts der österreichischen Sportart Nummer 1 gar nicht?“

Ernst Hausleitner: „Man darf nicht, man muss Fan sein. Nicht für eine Mannschaft, oder einen Athleten, aber für den Sport und die Sportart. Wäre ich das nicht, könnte ich mich wohl kaum dazu durchringen 190 Tage im Jahr aus dem Koffer zu leben. Jedes Kind, das davon träumt, Sportreporter zu werden, ist zwangsläufig Sportfan. Und je mehr davon im Laufe des Reporterlebens übrig bleibt, desto besser ist es!“

skiweltcup.tv: „Wie würden Sie die Faszination Skisport einem Sportmuffel erklären, der auf jeden Fall Ihr berufliches Tun und Handeln mitbestimmt?“

Ernst Hausleitner: „Da ist zum einen die Bewegung, also das Fahren als solches. Es ist ein großartiges Gefühl den Ski auf der Kante zu ziehen und den Hang hinunter zu schwingen. Trotzdem würde mir der Spaß an der Sache recht bald vergehen, wenn ich dieses Gefühl in einer Halle ausleben müsste. Also sind die Berge, die Natur, das „draußen sein“ der zweite ganz wichtige Aspekt, der Skifahren für mich zur Leidenschaft macht.“

© privat / Ernst Hausleitner unterwegs auf der Piste

© privat / Ernst Hausleitner unterwegs auf der Piste

skiweltcup.tv: „Blicken wir kurz auf die bevorstehende WM-Saison 2014/15. Welche Skirennläuferinnen bzw. -rennläufer aus ÖSV- bzw. internationaler Sicht werden in Vail/Beaver Creek für Sie überraschen?“

Ernst Hausleitner: „Das wäre zum momentanen Zeitpunkt eine recht kühne Prognose, die ich nicht wagen möchte. Irrsinnig gespannt bin ich jedenfalls auf das Comeback von Lindsey Vonn bei den ersten WC-Rennen.“

skiweltcup.tv: „Herr Hausleitner, was würden Sie jungen motivierten oder zukünftigen Berufskolleginnen und -kollegen raten, die eines Tages in Ihre Fußstapfen treten möchten oder auch einmal von einem Skirennen oder einem Formel-1-Rennen berichten wollen. Welche Charakterzüge bedarf es für diese sehr verantwortungsvollen Aufgaben?“

Ernst Hausleitner: „Es ist die gleiche Eigenschaft, die man in jedem anderen Beruf auch mitbringen sollte: Leidenschaft für die Sache, die man macht!“

Bericht und Interview für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

 

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