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Petra Vlhova gewinnt Slalom von Are am Freitag und übernimmt Gesamtweltcupführung

Petra Vlhova gewinnt Slalom von Are am Freitag und übernimmt Gesamtweltcupführung

Petra Vlhova gewinnt Slalom von Are am Freitag und übernimmt Gesamtweltcupführung

Åre – Am heutigen Nachmittag wurde im schwedischen Åre der erste von zwei Slaloms der Damen ausgetragen, ehe es in der nächsten Woche beim Saisonkehraus in der Lenzerheide sprichwörtlich um die Wurst geht. Den Tagessieg sicherte sich die Slowakin Petra Vlhová in einer Zeit von 1.45,16 Minuten. Im zweiten Lauf schien sie zu wanken, doch sie rettete in der Summe zwei Zehntelsekunden auf die Österreicherin Katharina Liensberger, die auf ihren ersten Weltcupsieg noch warten muss. Mit der US-Lady Mikaela Shiffrin (+0,64) klassierte sich ein bekanntes Gesicht auf Platz drei.

 

Petra Vlhova: „In dieser Situation, kurz vor Saisonende ist jeder Sieg und jedes Podest für mich wichtig. Ich muss jetzt alles perfekt machen, und heute war das so. Ein paar kleine Fehler waren dabei. Die Piste war schon weich, aber ich konnte die Leistung bestätigen und bin sehr glücklich.“

Katharina Liensberger: „Es war wie wenn ich durch die Tore fliege. Teilweise war ich weit weg, aber ich habe wirklich alles gegeben und wollte den Lauf ins Ziel bringen. Einfach immer weiter angreifen, und bin glücklich dass ich es geschafft habe. Petra ist wirklich super gefahren, Gratulation an sie. Es macht Spaß, sich mit ihr und Mika so zu ‚matchen‘. Jede bringt ihre Leistung auf den Punkt. Es fühlt sich gut an, dass ich meine Leistung abrufen kann.“

 

Daten und Fakten zur Ski Weltcup Saison 2020/21
7. Slalom der Damen in Are

Offizielle FIS-Startliste 1. Durchgang – Start 13.30 Uhr
Offizieller FIS-Liveticker der Damen 1. Durchgang
Offizieller FIS Zwischenstand nach dem 1. Durchgang
Offizielle FIS-Starliste 2. Durchgang – Start 16.30 Uhr
Offizieller FIS-Liveticker der Damen 2. Durchgang
Offizieller FIS-Endstand Slalom Damen in Are

Gesamtweltcupstand der Damen 2020/21
Weltcupstand Slalom der Damen 2020/21

Nationencup: Damenwertung
Nationencup: Gesamtwertung

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Vlhová nutzte die Chance und vergrößerte ihren Vorsprung in der Disziplinenwertung und zog auch in der Gesamtwertung an Lara Gut-Behrami aus dem Tessin vorbei. Nur noch Shiffrin und Liensberger können der Slowakin im Kampf um die kleine Kristallkugel einen Strich durch die Rechnung machen. Michelle Gisin hat Chancen, auch wenn sie numerisch da sind, wird sie wohl nicht mehr in den Dreikampf eingreifen.

Die Schweizerin Wendy Holdener verpasste als Vierte den Sprung unter die Top-3 nur um eine halbe Zehntelsekunde. Endlich konnte die Deutsche Lena Dürr ihr Können in zwei Durchgängen zeigen. Sie belohnte sich, auch wenn ihr Rückstand auf Vlhová mit 1,67 Sekunden groß war, mit Rang fünf. Die junge Tirolerin Franziska Gritsch (+1,80) zeigte ebenfalls zwei konstante Läufe und klassierte sich auf Platz sechs. Sowohl die im slowakischen Jasná bereits ihr Können unter Beweis stellende Slowenin Ana Bucik als auch die Eidgenossin Michelle Gisin (+je 1,91) teilten sich den siebten Rang.

 

Franziska Gritsch: „Ich war heute locker auf dem Ski unterwegs. Ich hatte Spaß, und sagte zu mir selbst, Franzi, dass sie sind die letzten Rennen. Erinnere dich, wie es als Kind war und fahre einfach mit Spaß. Heute habe ich Gottseidank zwei Läufe runtergebracht, und ich freue mich, dass es morgen gleich weitergeht. Ich möchte unbedingt beim Finale dabei sein. Aber wenn du zu rechnen anfängst und Listen studierst, dann bringt das absolut nichts. Ich muss nur meine Läufe ohne Fehler ins Ziel bringen.“

 

Die Top-10 des ersten Torlaufs in Åre wurden von Shiffrins Teamkollegin Paula Moltzan (+2,23) und der Norwegerin Kristin Lysdahl (+2,39) vervollständigt. Die sich als 28. gerade noch für das Finale der besten 30 qualifizierende Österreicherin Katharina Gallhuber (+ 3,28) schloss den ersten Slalom in Åre schwang vor ihren Landsfrauen fast zeitgleichen Chiara Mair (18.; + 3,33) und Marie-Therese Sporer (19.; + 3,34) als 17. ab.

 

Katharina Gallhuber: „Wie ich ins Ziel gekommen bin hab ich mir gedacht: Das war wohl nichts, auch wenn ich alles probiert habe. Es waren einige Passagen, die ich nicht so auf Zug gefahren bin. Jetzt bin ich aber zufrieden, dass es doch ein Schritt nach vorne war. Natürlich ist das Ziel, beim Finale in Lenzerheide dabei zu sein.“

 

Die DSV-Athletin Andrea Filser (+4,24) konnte ihren ansatzweise befriedigenden 19. Rang zur Halbzeit nicht bestätigen und belegte am Ende den 25. und letzten Platz. Die Swiss-Ski-Dame Camille Rast (+ 3,48) musste sich mit Position 21 begnügen. Filsers und Dürrs junge Mannschaftskollegin Jessica Hilzinger schied indessen im zweiten Lauf aus. Sie möchte und kann es morgen garantiert besser machen.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

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