18 Januar 2021

Pistenchef Herbert Hauser und Co. haben die „Streif“ im Griff

Die Ruhe vor dem Sturm (Bild: © hahnenkamm.com)
Die Ruhe vor dem Sturm (Bild: © hahnenkamm.com)

Kitzbühel – Am bevorstehenden Wochenende können sich die Freunde des alpinen Skirennsports auf drei Leckerbissen in Folge gefasst machen. Auf der Kitzbüheler „Streif“ werden, wenngleich ohne Fans, zwei Abfahrten und einen Super-G ausgetragen. Bereits heute steht der erste Großkampftag auf dem Programm. Die unterschiedlichen Räumkommandos und Arbeitseinheiten werden ausrücken, um die Piste nach bestem Wissen und Gewissen zu präparieren. Aber dazu müssen die Schneefälle nachlassen.

Pistenchef Herbert Hauser ortet einen guten Teamgeist. Auch wenn so einiges in Frage gestellt wurde, hoffte man immer, dass die Rennen bestätigt werden. Die coronabedingten Tests im Bezirk brachten keinen Verdacht auf weitere Fälle der Virus-Mutation ans Tageslicht. Und da der Slalom schon in Flachau ausgetragen wurde, muss man sich heuer nicht um die Präparierung des Ganslernhangs kümmern. Es kann jedoch sein, dass angesichts der schwierigen WM-Saison 2020/21 trotzdem in Österreich ein anderes Rennen, von dem man heute noch nichts weiß, ausgetragen wird.

Die legendäre Abfahrt in der Gamsstadt besteht zu 100 Prozent aus Maschinenschnee. Die Piste ist noch nicht eisig, aber in einem sehr kompakten Zustand. Alle Beteiligten sind der Ansicht, dass die Strecke von der ersten Besichtigung an immer glatter werden wird. So verweist Hauser auf die Bedeutung des kompakten Untergrundes. Ob die Piste langsam oder schnell ist, wird man erst sagen können, wenn es vor den Rennen klare oder schneereiche Nächte gibt. Jetzt will man die erwarteten Neuschneemengen aus der Strecke bringen. Auch die Rutschkommandos – sie sind für den unteren Abschnitt zuständig – werden zugeteilt. Heute Abend wird die Jury entscheiden, ob der erste Probelauf zu den legendären Hahnenkammrennen morgen oder übermorgen über die Bühne gehen wird.

Insgesamt kann sich Hauser auf alle seine Mitarbeiter verlassen. Jeder weiß, was zu tun ist. Und dabei ist es einerlei, ob man für das Rutschkommando eingeteilt oder für das blaue Farbe versprühende Team verantwortlich ist: alle möchten, dass die Rennen spannend werden und eine große Show geboten wird. Dass der Pistenchef all den Personen in seinem Umfeld ein großes Lob für den Einsatz ausspricht, ist klar. Die notwendig gewordene Disziplin ist enorm, und des Weiteren ist es für ihn nicht selbstverständlich, dass man in schweren Zeiten wie diesen nichts an Motivation einbüßt.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quelle: laola1.at

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