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Ramona Siebenhofer im Skiweltcup.TV-Interview: „Mein großes Ziel ist die WM in St. Moritz.“

© Kraft Foods / Ramona Siebenhofer (AUT)

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Krakau – Die österreichische Skirennläuferin Ramona Siebenhofer wird am 29. Juli 25 Jahre alt. Sie ist sehr hungrig und träumt von vielen Erfolgen. Im abgelaufenen Ski-Winter fuhr sie das erste Mal auf ein Weltcup-Podest.

Im Europacup kletterte sie 19 Mal auf das Podium und errang sieben Siege. Einmal konnte sie sich auch die Gesamtwertung sichern. Im Interview spricht die sympathische Steirerin über ihre Disziplinen, die letzte Saison, das Ausloten von Grenzen und vieles mehr.

skiweltcup.tv: „Ramona, du bist in den Speeddisziplinen Abfahrt und Super-G erfolgshungrig. Noch 2008 warst du in deiner Altersklasse die Beste im Slalom, im Riesentorlauf und in der Kombination. Was waren die Gründe, warum du die Disziplinen gewechselt hast?“

Ramona Siebenhofer: „Das Trainerteam hat in den Speed-Disziplinen noch mehr Potential gesehen und mir vor drei Jahren vorgeschlagen, in das Weltcup-Speedteam zu wechseln. Ich bin ebenfalls davon überzeugt; allerdings braucht man in diesen Disziplinen viel Erfahrung und Routine, um konstant Erfolge aufweisen zu können. In der letzten Saison war ich sicher noch in der Lernphase.“

skiweltcup.tv: „Der WM- und olympialose Ski-Winter 2015/16 ging zu Ende. Welche Lehren und Hoffnungen ziehst du aus der vergangenen auf die neue, bevorstehende Saison, die ja mit den Welttitelkämpfen im eidgenössischen St. Moritz einen Höhepunkt hat?“

Ramona Siebenhofer: „Ich beschäftige mich derzeit noch mit der Analyse der letzten Saison. Sie war geprägt von sehr guten Leistungen in der Abfahrt mit dem Highlight in Form des dritten Ranges in Lake Louise. Leider musste ich auch mehrere Rückschläge verkraften, so einige Stürze mit kleineren Verletzungen. Jetzt geht’s darum, die Saison richtig zu analysieren, die positiven Aspekte mitzunehmen und aus den negativen Erfahrungen zu lernen. Aber ganz klar, ich denke da geht es den meisten Spitzenläuferinnen ähnlich, die Teilnahme an der Weltmeisterschaft in St. Moritz ist das große Saisonziel.“

© Kraft Foods / Ramona Siebenhofer (AUT)

© Kraft Foods / Ramona Siebenhofer (AUT)

skiweltcup.tv: „Die letztjährige Saison war durch schwere Stürze gekennzeichnet. Viele Fans wollen die Spitzenathletinnen und -athleten nach dem Motto „immer höher, weiter, schneller“ am Limit sehen. Wie schmal ist die Gratwanderung zwischen dem Bekämpfen der möglichen Angst und des Überschreitens der Grenzen?“

Ramona Siebenhofer: „Ich denke, die Fans wollen spannende und spektakuläre Rennen sehen, aber nicht unbedingt Rennen mit schweren Stürzen, bei denen lange unterbrochen werden muss – und die Fans wollen schließlich ja auch die Besten am Start sehen – sprich, wenn sich pro Saison fünf bis zehn Top-Athletinnen und -Athleten schwer verletzen, hat niemand etwas davon. Im Skisport, vor allem in der Abfahrt und im Super-G, ist die Gratwanderung zwischen Angriff und das Nehmen von zu viel Risiko sehr schmal. Das habe ich heuer am eigenen Leib erfahren. Bei dem hohen Niveau musst du aber alles aus dir herausholen, um vorne mitzumischen. Die richtige Mischung zu finden ist daher nicht einfach.“

skiweltcup.tv: „Von der möglichen Angst zu den Träumen. Ist Ramona Siebenhofer eine realistische Träumerin oder eine verträumte Realistin? Oder träumst du gerne in den Tag hinein?“

Ramona Siebenhofer: „Mhm, das ist schwer zu beurteilen. Ich würde mich eher als Realistin bezeichnen, die sich durch intensive Analysen versucht, weiterzuentwickeln. Ich muss die Dinge verstehen und wissen, wie es dazu gekommen ist. Nur dann kann ich meine Schlüsse aus ihnen ziehen und gut weiterarbeiten. Aber natürlich träume auch ich von großen Erfolgen!“

skiweltcup.tv: „Was rätst du trainingsfaulen Athleten, die zwar ein Talent aufweisen, jedoch damit schlampig damit umgehen. Ist Talent alles, oder sind Eigenschaften wie Fleiß, Ehrgeiz und vielleicht auch ein klein wenig Demut wichtige Faktoren für den Weg ‚nach oben?‘“

Ramona Siebenhofer: „Talent ist wichtig, aber das allein reicht nicht und sehr Vieles muss man sich erarbeiten. Viele Wegbegleiterinnen waren mit großem Talent beschenkt, allerdings fehlte ihnen meiner Meinung nach der letzte Biss, um wirklich großes zu schaffen. Wenn du an die Weltspitze willst, brauchst du von allem etwas. Talent, Ehrgeiz, Konsequenz und natürlich auch etwas Glück. Doch das Wichtigste ist immer der Glaube an sich selbst!“

Bericht und Interview für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

© Kraft Foods / Ramona Siebenhofer (AUT)

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Die Skiweltcup.TV Sommer-Interviews 2016 – und alle zwei Tage werden es mehr!

Anton GrammelKathi GallhuberPhilipp SchörghoferEdit MiklósAndré MyhrerManuela MölggFritz DopferAlexander FröisIlka ŠtuhecHannes ReicheltBernadette SchildMarcel HirscherFederica BrignoneGünther Nierlich jun.Kira WeidleManfred MölggSki-Entwickler Mathieu FauveFabio RenzHermann MaierMatthias HüppiNicole SchmidhoferGeorg StreitbergerMarlene SchmotzOliver Polzer  – Tina WeiratherRiccardo Tonetti Aris DonzelliAndreas SanderAnnemarie Moser-PröllAna DrevNadia DelagoRoland LeitingerMirjam Puchner  – Marco SchwarzConny Hütter Dominik ParisPeter Fill  – Stephanie Venier

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