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Reichelt gewinnt Lauberhorn-Abfahrt in Wengen vor Schweizer Trio

Hannes Reichelt gewinnt Abfahrt in Wengen

Hannes Reichelt gewinnt Abfahrt in Wengen

Wengen – Hannes Reichelt heißt der strahlende Sieger der heutigen Abfahrt in Wengen. Der 34-jährige Skirennläufer aus Österreich benötigte für seinen insgesamt dritten Abfahrtssieg seiner Laufbahn eine Zeit von 2.36,14 Minuten. Der Salzburger sagte im ORF-Interview: „Ich habe schon ziemlich aus mir herausgehen müssen. Ich habe die Haxn schon gespürt, wo ich sie sonst nicht spüre. Im Ziel-S habe ich mir gedacht: Wenn ich schon untergehe, dann wie ein Sieger und nicht wie ein Schwitzer. Ich liebe diese Abfahrt – neben der Kitzbühel-Abfahrt ist das meine zweitliebste Abfahrt. Schön, wenn ich das auf meiner To-do-Liste auch abhaken kann.“

Hinter Reichelt klassierte sich der Schweizer Beat Feuz (+0,12) auf Rang zwei. Der Emmentaler freute sich über seine gute Platzierung und meinte im TV-Gespräch: „Es war heute nicht einfach, sich auf die Verhältnisse einzustellen. Es war ganz unterschiedlich. Hannes Reichelt ist das zu vergönnen – er hat hier schon einige Podiumsplätze – aber noch keinen Sieg. Unten ist mir ein wenig der Saft ausgegangen – aber wir will es mir verdenken nach meinen Vorbereitungen in den letzten zwei Jahren.“

Offizieller FIS Endstand: Abfahrt der Herren in Wengen

Auch Carlo Janka (+0,14) kann über seinen dritten Platz zufrieden sein. Der eidgenössische, am Freitag zum Wengener Kombi-König gekürte Athlet konnte sich über weitere Punkte freuen. Hinter Feuz und Janka reihte sich ein weiterer Swiss-Ski-Läufer ein. Es handelte sich hierbei um den entthronten Sieger aus dem Vorjahr, Patrick Küng (+0,80). Fünfter wurde der Norweger Kjetil Jansrud (+1,11), der in den bisherigen Speedrennen stets zu überzeugen wusste und angesichts des gestrigen Ausfalls von Marcel Hirscher im Torlauf letzteren in der Gesamtwertung im Kampf um die große Kristallkugel etwas näher kam. Der Wikinger resümierte im Interview mit dem Fernsehen wie folgt: „Es ist heute sehr wechselhaft. Eisig, weich, eisig. Ich habe nach dem Hanegg-Schuss eine eisige Stelle erwischt – das geht dann so schnell. Es war dort zunächst weich, ich dachte, es geht so weiter. Aber dann kam Eis – es war ein Balanceproblem. Unten sind alle schon sehr müde, da passiert so ein Fehler schnell.“

Guillermo Fayed (+1,30) aus Frankreich belegte den sechsten Platz. Zufrieden sein kann auch Tobias Stechert. Der Deutsche zeigte eine ansprechende Fahrt und wurde am Ende mit 1,41 Sekunden Rückstand auf Reichelt sehr guter Siebter. Achter und drittbester Schweizer wurde Sandro Viletta (+1,45), der seinen Landsmännern Didier Défago (+1,77) und den Marc Gisin (+1,79) auf die Positionen neun und zehn verwies. Letzterer sorgte mit Startnummer 35 für eine sehr gute Leistung und das beste Abfahrtsergebnis seiner Laufbahn. Insgesamt können die Hausherren auf ihre sehr gute imposante Teamleistung stolz sein. Elfter wurde Mauro Caviezel (+1,81), ein weiterer Swiss-Ski-Athlet, der Elfter wurde. Die Schlachtenbummler, mit Fahnen und Kuhglocken ausgestattet, in Wengen standen durch diese sehr guten Ergebnisse mehr als nur Kopf.

UPDATE: Ondrej Bank aus der Tschechischen Republik startete mit der Nummer 43. Er zeigte in allen Streckenabschnitten eine sehr gute Fahrt. Dementsprechend gering war sein Rückstand. Am Ende wurde er jedoch größer und größer. Doch Rang neun und 1,65 Sekunden Rückstand auf Reichelt können sich sehen lassen.

Georg Streitberger (+1,83), Max Franz (+1,94), Otmar Striedinger (+2,04), alle drei dem Team Austria angehörig, landeten außerhalb der besten Zehn der heutigen Abfahrt in Wengen. Werner Heel (+2,05) wurde als 18. bester Südtiroler. Der Passeirer war um knapp eine Viertelsekunde schneller als Teamkollege Dominik Paris. Der Ultner musste sich mit Rang 18 zufrieden geben. Hinter dem amtierenden Vizeweltmeister klassierten sich die Österreicher Matthias Mayer (+2,66) und Romed Baumann (+2,75) auf den Positionen 19 und 20.

Olympiasieger Mayer sagte im ORF-Interview: „Es ist gleich bei der ersten längeren Rechtskurve passiert. Da ist es sehr weich – ich bin sehr eng reingefahren – aber dann habe ich einen Schlag erwischt, bin weit rausgekommen, war fast im Netz. Das Rennen war da fast vorbei. Solche Tage passieren als Sportler, das muss man abhaken. Der Ärger ist schon da, weil es eine gute Woche war. Aber es kommen ja noch ein paar Chancen.“

Der frühere Wengen-Sieger Christof Innerhofer (+2,88) aus dem Pustertal wurde 22.; der Schweizer Silvan Zurbriggen war eine Zehntelsekunde langsamer und belegte den 23. Rang. Josef Ferstl aus Deutschland fuhr mit 3,26 Sekunden Rückstand auf Reichelt auf Platz 26 und klassierte sich noch vor Florian Scheiber (+4,14) aus Österreich. Nicht ins Ziel kamen u.a. Peter Fill aus Südtirol und Klaus Kröll aus der Steiermark.

UPDATE: Der junge Österreicher Vincent Kriechmayr startete gleich hinter Bank. Bis zur Mitte des Rennens zeigte er seine fahrerische Klasse und hatte nur etwas mehr als eine Sekunde Rückstand auf seinen Landsmann Hannes Reichelt. Doch je länger die Abfahrt wurde, umso größer wurde der Rückstand. Doch der 20. Platz und 2,56 Sekunden Rückstand (davon eineinhalb in den letzten 60 Sekunden) sind nicht so schlecht.

Unterbrochen wurde das Rennen für längere Zeit aufgrund einer Funkstörung. So konnte FIS-Renndirektor Markus Waldner nicht den Startrichter erreichen. Der Franzose Adrien Théaux und Ralph Weber aus der Schweiz können durchaus als Helden des Tages angesehen werden. Sie durfte, nachdem sie nach Stürzen ihrer Konkurrenten abgewunken wurden, noch einmal starten und hatten somit die meisten Wengen-Kilometer aller Athleten in den Beinen. Überschattet wurde das Rennen vom schweren Sturz des Kanadiers Terry Wyler, der aber wieder aufstehen konnte und selbstständig ins Ziel fahren wurde.

Ein Lob gilt neben den Veranstaltern auch den rund 600 Pistenarbeitern. Sie haben die Nacht durchgearbeitet und nahezu einen halben Meter Neuschnee aus der Lauberhornabfahrt geschafft. Nächste Woche geht es weiter nach Kitzbühel. Hannes Reichelt geht auf der „Streif“ als Titelverteidiger ins Rennen. Mal sehen, ob den heute knapp geschlagenen Eidgenossen die Revanche gelingt. In der Disziplinenwertung führt weiterhin der Norweger Kjetil Jansrud. Er konnte seinen Vorsprung auf den heute enttäuschenden Dominik Paris aus dem Ultental vergrößern können.

Offizieller FIS Endstand: Abfahrt der Herren in Wengen

Soweit der Stand nach 37 Läufern. Das offizielle Endresultat wird natürlich nachgereicht.

 

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

 

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