3 April 2020

Roberto Nani will wieder den Anschluss finden

Roberto Nani will wieder den Anschluss finden (© Roberto Nani / Facebook)
Roberto Nani will wieder den Anschluss finden (© Roberto Nani / Facebook)

Livigno – Es war eine prekäre, unsichere Lage. Nach einer langen Reise kam der italienische Skirennläufer Roberto Nani an. Er hat neue Gewissheiten und viel Gelassenheit gesammelt. Im letzten Frühjahr wurde er aus der azurblaue Riesentorlaufspezialist aus der Nationalmannschaft geworfen. Nachdem er durch das Europacup-Fegefeuer gegangen ist landete er in der Disziplinenwertung auf dem Podest. Somit belohnte sich der Kämpfer mit einer Weltcupstartplatzgarantie.

Nani erzählte, dass er sich selbst organisieren musste. Der Angehörige der Heeressportgruppe trainierte in Livigno mit seinem Bruder Simone und auch mit Andrea Testa, Lorenzo Galli und einigen Freunden. Alle halfen ihm auf dem schweren Weg zurück. In sportlicher Hinsicht folgte ihm Vittorio Micotti, der mit ihm im A-Team war. Bei den häuslichen Trockentrainingseinheiten sorgten Nicola Viviani und Hylmi Baraplaku für das Wohlbefinden des Athleten, der in Sölden einmal knapp an einem Weltcuppodest vorbeiraste. Beide, sowohl Baraplaku als auch Viviani, sind Physiotherapeuten.

Es war keine leichte Zeit für Nani, er musste das Handwerkszeug zur Skipräparation selbst kaufen. Es war ein schönes Abenteuer, welches oft schwer zu organisieren war. Auch die Planung war nicht einfach. Besonders zu Beginn einer langen und manchmal kräftezehrenden Saison kann man sich das gut vorstellen.

Da es zu viel Schnee gab, wurde der FIS-Riesenslalom in Sulden abgesagt. Das Rennen hätte für die skandinavische Europacup-Reise eine Richtschnur sein können. Unter vielen kontroversen Ereignissen wurde Nani vorgeladen. Man hat gesehen, dass er gut fahren kann, auch wenn die Einheiten ohne die ehemaligen Teamkollegen stattfanden. Im Sommer war Battista Tomasoni bei den Trainings in Neuseeland dabei, um zu versuchen, dass der Skirennläufer in den Rennmodus kommt und seine Punkte senkt, denn im Herbst war die Sportgruppe auf den alpinen Gletschern auf sich gestellt.

Nanis Reise im Europacup kann als eine solche zur Hölle und zurück definiert werden. Einige Jahre mischte er im Weltcup unter den besten Zehn mit. Der vierte Rang in Sölden, von dem vorher berichtet wurde, schien so, als ob das Podest in greifbarer Nähe sein würde. Nun kämpfte er auf kontinentaler Ebene um die Rückkehr in den Himmel. Nani konnte in den Europacuprennen konstant seinen Glanz und seine rennfahrerische Ausstrahlung wiederfinden. Ende Februar stand es fest: ein Platz unter den besten Drei sicherte ihm in der Riesenslalomwertung ein Startticket für den Ski Weltcup.

Auch wenn er durch das Coronavirus zuhause arbeiten muss, trainiert er zielgerichtet daheim. Zu diesem frühen Zeitpunkt will er sich noch keinen Zwang auferlegen. Der Kampf zurück geht weiter, der eingeschlagene Weg soll nicht der verkehrte sein. Er möchte im Ski Weltcup wieder Fuß fassen und wieder das Gefühl finden, den Kampf um das Podest aufzunehmen. Somit ist der Italiener meilenweit von einer Aufgabe oder einer Resignation entfernt.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quelle: raceskimagazine.it

Verwandte Artikel:

Didier Défago blickt zuversichtlich auf die Speedrennen am Fuße des Matterhorns
Didier Défago blickt zuversichtlich auf die Speedrennen am Fuße des Matterhorns

Am Fuße des Matterhorns gehen die Arbeiten an der „Gran Becca“ Rennpiste mit hohem Tempo weiter. Rennstreckendesigner Didier Défago und CEO Christian Ziörjen sind zuversichtlich, dass am 29. und 30. Oktober das Speed ​​Opening der Männer und in der darauffolgenden Woche dass der Frauen über die Bühne gehen kann. Weniger als einen Monat vor dem… Didier Défago blickt zuversichtlich auf die Speedrennen am Fuße des Matterhorns weiterlesen

Lisa Hörnblad hat sich wieder zurückgekämpft (Foto: © Lisa Hörnblad / Instagram)
Lisa Hörnblad hat sich wieder zurückgekämpft (Foto: © Lisa Hörnblad / Instagram)

Örnsköldsvik – Lange war es unklar, ob die schwedische Ski Weltcup Rennläuferin Lisa Hörnblad nach ihrer schweren Knieverletzung, die sie sich am 23. Januar 2022 beim Super-G in Cortina d’Ampezzo zuzog, noch einmal schaffen würde. Statt Olympialuft in Peking zu schnuppern, quälte sie sich in der Rehabilitation. Diese Einheiten haben die Erwartungen übertroffen. Sie steht… Lisa Hörnblad hat ihre Zuversicht nicht verloren und blickt nach Lake Louise weiterlesen

Die ÖSV-Stars freuen sich über die Vertragsverlängerung mit Audi_1 (Fotocredit: Agentur LOOP New Media GmbH)
Die ÖSV-Stars freuen sich über die Vertragsverlängerung mit Audi_1 (Fotocredit: Agentur LOOP New Media GmbH)

SALZBURG, 03. Oktober 2022 – Audi bekräftigt einmal mehr sein Engagement im Wintersport und verlängert die Partnerschaft mit dem Österreichischen Skiverband. Seit über einem Jahrzehnt unterstützt Audi Österreich den ÖSV und stellt die Dienstwagenflotte. Die Unterstützung im Wintersport ist für Audi der ideale Schauplatz, um die Sportlichkeit, Dynamik und Elektrifizierung der Marke einem breiten Publikum… Audi verlängert sein Engagement beim Österreichischen Skiverband weiterlesen

Ski Weltcup Saison 2022/23: Die wichtigsten Infos vom FIS Herbstmeeting in Zürich (Foto: © skiweltcup.soelden.com)
Ski Weltcup Saison 2022/23: Die wichtigsten Infos vom FIS Herbstmeeting in Zürich (Foto: © skiweltcup.soelden.com)

Vom 28. bis 30. September 2022 fanden die FIS-Komiteesitzungen in Zürich (SUI) statt. Zum ersten Mal nach zwei Jahren der Covid-19-Pandemie wurden sie wieder persönlich, Auge in Auge, abgehalten. Wie üblich war der Freitag zum Abschluss der intensiven Sitzungswoche dem alpinen Weltcup gewidmet. Kalender 2022/2023 Die meisten Veranstaltungen im Kalender 2022/2023 sind gleich geblieben. Es… Ski Weltcup Saison 2022/23: Die wichtigsten Infos vom FIS Herbstmeeting in Zürich weiterlesen

Speedspezialistin Ilka Stuhec schlägt neue Wege ein (Foto: © Ilka Stuhec / Facebook)
Speedspezialistin Ilka Stuhec schlägt neue Wege ein (Foto: © Ilka Stuhec / Facebook)

Ljubljana – Die slowenische Ski Weltcup Rennläuferin Ilka Stuhec, die sich emsig auf den neuen Winter vorbereitet, freut sich, dass der Speedauftakt einen Monat früher als normal auf dem Kalender steht. Die 31-Jährige hat in der Vorbereitungszeit einen völlig neuen Weg eingeschlagen und möchte sich der Weltcupspitze wieder annähern. Im letzten Winter belegte sie bei… Speedspezialistin Ilka Stuhec schlägt neue Wege ein weiterlesen