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Ruiz Castillo: „Man muss immer daran glauben, das Beste zu erreichen“

© Gerwig Löffelholz / Carolin Ruiz Castillo (SPA)

© Gerwig Löffelholz / Carolin Ruiz Castillo (SPA)

Auch wenn Carolina Ruiz Castillo das Licht der Welt im südamerikanischen Staat Chile erblickte, schlägt ihr Herz für Spanien und Granada. Die 31-jährige Skirennläuferin blickt auf 15 Jahre im Weltcup zurück. Ihre sportliche Laufbahn, wie viele ihrer Kolleginnen, ist geprägt von vielen Ergebnissen, Misserfolgen, Emotionen und einem unbändigen Willen. Vor rund einem Monat sorgte die Ibererin für eine faustdicke Sensation, gewann sie doch als erste Spanierin eine Weltcupabfahrt. In einem Interview mit www.depormeet.com spricht Ruiz Castillo über ihre Karriere, den Skisport in ihrer Heimat Spanien, Mythen usw.

Carolina, ist es richtig, dass du dank deines Vaters mit dem Skisport begonnen hast? Wer in der Sierra Nevada auf die Welt kommt, hat nicht so viele Alternativen…

Ja, es ist richtig. Für mich war es nicht schwer, mit dem Skifahren zu beginnen. Jeden Nachmittag, nach der Schule war der Skisport „mein Lieblingsspiel“. Es war natürlich, dass ich in dieser Welt lebe.

In Spanien entscheiden sich wenige Jugendliche für den Skisport, um ihn im Wetteifer zu bestreiten. Bestehen Strukturen und die notwendige Organisation, um neue Skifahrer in deiner Heimat auszubilden?

Die Strukturen fehlen nicht, aber das Hauptproblem liegt darin, dass wir weit von der Organisation entfernt sind, die beispielsweise Länder haben, in denen Skisport der Nationalsport ist. Es gibt auch keine richtige Wetteifer-„Kultur“, was diese Sportart betrifft. In Spanien betreiben die Leute den Skisport nur als Hobby, zum Spaß, aber nicht, um Rennen zu bestreiten. Spanien unterscheidet sich hier sehr von Österreich, der Schweiz oder Italien. Überdies wird der Skisport in meiner Heimat nur von Personen ausgeübt, die dem Mittelstand oder der höheren Schicht angehört, und so viele Skigebiete gibt es auch nicht.

Nichtsdestotrotz hat dich nichts aufgehalten…

Mit zwölf Jahren verließ ich Familie und mein Elternhaus um einem Jugendprojekt des spanischen Verbandes beizuwohnen. Ich verbrachte drei Jahren in einem iberischen Heim, jedoch in Frankreich, in San Estanislao de Cosca. Und dank dieses Programms konnten wir lernen und jeden Tag Skifahren. Langsam habe ich auch verstanden, dass aus dem Spaß mit den Skiern auch ein ernster Beruf werden konnte. Mit 15 trat ich in das spanische Nationalteam ein und begann mit meinen ersten Einsätzen im Europacup. Der Skisport war der Gipfel meiner ganzen Gedanken.

Deine ersten Jahre gingen mit den Triumphen von Blanca Fernàndez Ochoa, die wiederum „live“ die Erfolge von Maria José Rienda Contreras verfolgte. Welche Bedeutung haben diese beiden Namen?

Als Blanca siegte, war ich sehr klein. Ich wusste sicher, dass sie eine der stärksten Skifahrerinnen der Welt ist. Von den Siegen von Maria Josè war ich als Zeitzeugin dabei. Sie waren für mich sehr wichtig, und mir wurde klar, dass mit Opfern und Fleiß Wege eingeschlagen werden können, die unerlässlich sein müssen, wenn man Resultate oder Erfolge erzielen mag.

Zurück zur zweiten Antwort. Ist es wahr, dass der Skisport hauptsächlich nur von reichen Personen ausgeübt wird?

Heute ist es in Wahrheit nicht mehr so, zumal die Möglichkeit des Reisens auch für alle gegeben ist. Heute ist es möglich, einen Tag Skifahren zu gehen und einen nicht. Früher musste man eine ganze Woche einplanen. Es ist klar, dass es nicht wie Schwimmen ist, zumal man sich die Ausrüstung bezahlen muss.

Unglücke und Enttäuschungen gehören meist zur Laufbahn eines Skifahrers. Was würdest du gerne aus deiner Laufbahn streichen?

Absolut nichts. Alles, was ich gesehen habe, hat mir geholfen, zu jenem Punkt zu kommen, an dem ich heute stehe. Vielleicht hätte ich ohne die schlimmen Momente nicht die Kraft gefunden, weiter zu machen und meinen aktuellen Leistungsstand abzurufen. Es gibt sicherlich ein paar Momente, in denen man etwas besser machen möchte, aber das Leben kann nicht immer perfekt verlaufen. Das gilt auch für jede andere Sache und Aktivität auch.

Wenn du dich in schwierigen Lagen befindest, wo findest du die Motivation, weiter zu machen?

Die größte Motivation, wenn die Dinge einmal nicht so laufen, ist, wenn ich höre, dass ich nicht alles gegeben habe und ich nicht meine Limits erkannt habe. Wenn ich etwas mache, möchte ich es gut machen. Ich konzentriere mich nur auf dieses und füge mich nie. In den schwierigen Momenten wirst du von Zweifeln befallen und fragst dich, ob man das wirklich alles machen will. Am Ende jedoch, gaben mir Geduld und Dickköpfigkeit immer Recht, zumal man sah, dass ich auf eine höhere Level-Stufe steigen konnte.

Bericht und Übersetzung für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quelle: www.wintersport-news.it

 

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