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Saslong News – Peter Fill: „Podium in Gröden ist mein Traum“

© Archivio FISI / Peter Fill (ITA) (Pier Marco Tacca - Pentaphoto)

© Archivio FISI / Peter Fill (ITA) (Pier Marco Tacca – Pentaphoto)

Im Vorjahr stand er in Gröden lange Zeit vor dem „Leaderboard“, der Tafel des momentan Führenden. Am Ende verpasste er das Podium um 26 Hundertstel, sammelte mit dem vierten Platz aber wichtige Punkte für seinen bislang größten Erfolg, den Gewinn des Abfahrtsweltcups. Peter Fill, 34 und aus dem Grödner Nachbardorf Kastelruth, sprach mit Saslong.org über das turbulente letzte Jahr und seinen Ziele in der neuen Saison.

Wie ist das Gefühl, als Abfahrts-Weltcupsieger das Heimrennen zu bestreiten?

Es ist natürlich ein gutes Gefühl, weil mit dem Abfahrtsweltcup ein großes Ziel, ein Traum wahr wurde. Das gibt viel Selbstvertrauen und man geht Rennen ganz anders an.

Verspüren Sie im Vergleich zu anderen Jahren mehr Druck oder mehr Motivation?

Die Motivation ist immer gleich groß, da hat sich nichts geändert. Der Druck von außen ist vielleicht etwas größer, weil man sich mehr von mir erwartet. Letztendlich setz ich mich auch selbst unter Druck, weil ich hier in Gröden eine gute Leistung zeigen will. Ich hoffe, der Druck wird nicht zu groß und ich kann standhalten.

Erwarten Sie sich besondere Unterstützung aus Kastelruth, das ja nur gut 20 Minuten vom Zielraum entfernt liegt?

Während der Abfahrt nimmt man die Zuschauer kaum wahr, weil man viel zu konzentriert ist. Aber natürlich, wenn man schnell ist, dann kann man danach gemeinsam feiern und das wäre natürlich schön. Schon während der letzten Jahre waren in Gröden viele meiner Fans dabei und wir hätten gerne miteinander gejubelt, aber es ging sich leider nicht aus. Das soll sich ändern und ich möchte all meinen Fans ihre Unterstützung entgelten.

Wie haben Sie den Sommer erlebt? War es durch die vielen Verpflichtungen schwieriger, sich auf die Saison vorzubereiten?

Es war auf keinen Fall einfach. Kurz nach dem Gewinn der Weltcupkugel kamen viele Termine auf mich zu, wie zum Beispiel Fernsehauftritte, Einladungen oder Prämierungen. Und dann kam auch noch mein zweiter Sohn zur Welt, was ich natürlich auch genießen wollte. Es war also schon stressig und nicht immer einfach, Zeit zum Trainieren zu finden. Trotzdem kann ich sagen, dass es mir gelungen ist: Das erste Rennen ist gut verlaufen und auch jetzt fühle ich mich fit und bereit für die nächsten.

Also auch wenig Zeit für Hobbys?

Ja, auch das ist zurzeit nicht einfach. Ich versuche viel Zeit mit meiner Familie zu verbringen und sonst gibt es eigentlich nur Training. Meine Frau und meine Freunde müssen schon manchmal etwas zurückstecken.

Wie wichtig war es, den großen Erfolg der letzten Saison vor 10 Tagen in Val d’Isère zu bestätigen?

Das war mein Ziel! Ich wollte an die Konstanz der letzten Saison anschließen und ich bin sehr glücklich, dass mir das gelungen ist. Ich habe den Schwung des letzten Jahres mitgenommen und hoffe, weiterhin ganz vorne mitzufahren und vielleicht auch den einen oder anderen Sieg zu landen.

Was ist das Ziel auf der Saslong?

Mein Ziel ist, schnell Ski zu fahren, mein Bestes zu geben, Spaß zu haben und zum Schluss mit meiner Familie und meinen Freunden zu feiern. Im Heimrennen ist mir das bislang nie gut gelungen. Der vierte Platz im letzten Jahr war sehr wichtig und sehr schön für mich. Heuer möchte ich noch etwas drauflegen und aufs Podest fahren. Das wäre ein Traum und ich werde alles dafür tun.

Was sagt Ihnen der Name Herbert Plank?

Er hat 1977 auf der Saslong gewonnen. Er  war der letzte und bislang einzige Südtiroler Sieger auf der Saslong und es wäre höchste Zeit, das zu ändern. Unser Team hat einige heiße Eisen im Feuer und ich hoffe sehr, dass es einer von uns packt.

Quelle:  www.Saslong.org

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