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Schafft Aleksander Aamodt Kilde den „Turnaround“

Schafft Aleksander Aamodt Kilde den "Turnaround" (© HEAD / AGENCE ZOOM)

Schafft Aleksander Aamodt Kilde den „Turnaround“ (© HEAD / AGENCE ZOOM)

Wohin geht der Weg von Aleksander Aamodt Kilde? Der Gewinner der Super-G Disziplinenwertung  2015/16, konnte sich in der Saison 2016/17 noch über zwei Siege (Super-G in Hinterstoder, Abfahrt Garmisch Partenkirchen) und insgesamt vier Podestplätze freuen. Vor der Saison 2017/18 wechselte er von Atomic auf HEAD Skier.

Im ersten Saisonabschnitt konnte Kilde noch beim Super-G in Lake Louise und Gröden, sowie beim Parallel-Riesenslalom in Alta Badia, mit drei vierten Plätzen überzeugen. Danach konnte er sich nur noch in Garmisch-Partenkirchen, als Sechster im Riesentorlauf, über eine einstellige Platzierung im Skiweltcup freuen.

Beim Saisonhöhepunkt, den Olympischen Winterspielen in PyeongChang, schied der Norweger beim Riesenslalom im 1. Durchgang aus, im Super-G wurde er 13., in der Abfahrt musste er sich mit Platz 15. anfreunden und in der Alpinen Kombination landete er im geschlagenen Feld auf Rang 21.

Beim Weltcupfinale in Are war dann endgültig die Luft raus, nach Platz 16 in der Abfahrt musste er sich mit einem enttäuschenden 24. Rang zufrieden geben. Nach dieser Pleite verzichtete er auf den Riesenslalom und beendete die Saison.

Ein weiterer Grund für den Leistungseinbruch könnte bereits in der Vorbereitung zu suchen sein. Kurz vor dem Saisonstart zog sich Kilde bei einem Sturz eine Kopfverletzung zu. Auf den ersten Blick sah er körperlich fit aus, aber die Folgen des Sturz belasteten nicht nur die Psyche, sondern wirken sich auch im Alltag und insbesondere bei körperlicher Belastung aus.

Kilde nahm sich nach der Saison die Zeit um die Akkus wieder aufzuladen. Auf ein Übersee-Trainingslager hat er verzichtet und bereitet sich auf den Gletschern in Mitteleuropa vor. Er hat viele Stunden in der Kraftkammer verbracht und kann nun die besten Fitnesswerte seiner Karriere vorweisen.

„Ich ging in die Olympiasaison mit mehr Erwartungen als jemals zuvor, konnte aber meinen Plan nicht umsetzen. Ich habe alles versucht, aber am Ende der Saison hatte ich auch kein Selbstvertrauen mehr“, sagte er dem norwegischen Dagbladet.

„Nach dem Weltcupfinale in Åre wollte ich nur noch nach Hause und den Abstand zum Skifahren finden. Ich arbeite hart daran das abgelaufene Skijahr abzuhaken. Es ist wichtig dass mir bewusst ist was in der letzen Saison passiert ist, trotzdem darf ich mich damit nicht belasten und muss nach vorne schauen.

Ich bin mit den gleichen guten Skier unterwegs wie die beiden besten Abfahrer der Welt, Jansrud und Svindal, das ist eigentlich ein Vorteil. Letztes Jahr war alles neu, in diesem Sommer konnte ich noch mehr mit dem Material testen. Jetzt bin ich besser darauf eingestellt und weiß wie die Skier reagieren. Aber man muss sich auf viele Dinge einstellen.

In der letzten Saison habe ich meine Erwartungen sehr hoch geschraubt, und wurde dann oft von mir selbst enttäuscht. In meinem Kopf waren viele Gedanken und ich war dann auch zu streng zu mir, dadurch hat mir auch die Lockerheit gefehlt. Ich gehe topmotiviert in die neue Saison und denke, dass ich auch weiß was ich tun muss, um wieder erfolgreich zu sein.“

Zur Zeit bereiten sich die norwegische Speed-Piloten auf die ersten Speed-Renn in Lake Louise vor. In Kanada steht am 24. November eine Abfahrt, und am 25. November ein Super-G auf dem Programm. Vielleicht winkt uns dann Aleksander Aamodt Kilde vom Sieger-Podest entgegen.

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