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Schweizer Ralf Kreuzer tritt zurück – Speedspezialist setzt seine Prioritäten neu

(PHOTOPRESS/Jean-Christophe Bott) - Ralf Kreuzer

(PHOTOPRESS/Jean-Christophe Bott) - Ralf Kreuzer

Ralf Kreuzer, der sich im vergangenen August im Sommertraining in Argentinien einen Kreuzbandriss zugezogen hatte, zieht sich aus dem Skirennsport zurück. Der bald 29-Jährige aus Visperterminen entschied sich in den vergangenen Tagen zu diesem Schritt: „Die vierte schwere Knieverletzung in fünf Jahren war eine zu viel und ich will dieses Risiko nicht mehr eingehen.“

Kreuzer machte sich schon unmittelbar nach der Verletzung Gedanken, ob er jemals wieder Rennen fahren würde. Er entschied sich jedoch, die ganze Rehabilitation zu absolvieren und erst im Frühjahr einen Entscheid zu treffen. In den vergangen Monaten hatte der Oberwalliser nun Zeit, sich mit dem Leben nach der Karriere auseinanderzusetzen und kam zum Entschluss, dass jetzt der richtige Moment für einen Schlussstrich gekommen sei. Kreuzer dazu: „Es war kein einfacher Entscheid, da sich in meinem ganzen Leben sehr viel immer um den Skirennsport drehte. Aber ich bin nun an einen Punkt gekommen, an dem Aufwand und Ertrag nicht mehr übereinstimmen.“

Die Karriere von Ralf Kreuzer wurde immer wieder von Verletzungen unterbrochen. So war er mehrmals auf bestem Weg, den Durchbruch zu schaffen bevor ein weiterer Unfall den nächsten Schritt verhinderte. Als grösste Erfolge stehen so zwei Podestplätze im Europacup sowie drei Klassierungen in den Weltcuppunkten im Dezember 2009 zu Buche. Der 18. Rang bei der Abfahrt in Bormio ist sein bestes Resultat im Weltcup. Bei Schweizermeisterschaften stand Kreuzer im Super-G zwei Mal auf dem Podest, 2005 als Zweiter und 2006 als Dritter.

Der Speedspezialist kümmerte sich während dem vergangenen Winter ohne Renneinsätze neben der Rehabilitation um sein Studium. Den Bachelor in Wirtschaft schloss er bereits im Sommer 2010 ab. Nun trieb er sein Masterstudium voran, welches er im kommenden Jahr abschliessen will. Zu seiner Zukunft äussert sich Kreuzer wie folgt: „Neben dem Studium suche ich nun einen Job, um erste Erfahrungen im Berufsleben sammeln zu können. Das Leben nach der Karriere kommt für jeden einmal – bei mir ist es nun ein bisschen früher als geplant und gewünscht. Es wäre schön gewesen, die Karriere auf der Skipiste, im Idealfall mit einem Erfolgserlebnis abzuschliessen. Das ist mir nun halt vergönnt geblieben. Trotzdem blicke ich auf eine sehr schöne Zeit zurück, die mir sehr viel gegeben hat. Ich möchte mich an dieser Stelle bei all den Leuten bedanken, die in irgendeiner Form dazu beigetragen haben, dass ich den Skirennsport so intensiv erleben durfte.“

 

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