Home » Alle News, Damen News

Sind Anna Fenninger und Dustin Cook Opfer der Materialreform?

© Kraft Foods / Anna Fenninger

© Kraft Foods / Anna Fenninger

Sölden – Im Skiweltcup gab es in der Saison 2012/2013  eine große Materialreform. Die Ski wurden länger und die Radien größer. Man muss am Limit fahren, um erfolgreich zu sein. Der Kanadier Dustin Cook, amtierender Super-G-Vizeweltmeister, wollte im Training im Pitztal seine gute Form im Hinblick auf das Auftaktrennen in Sölden zeigen und kam zu Sturz: Kreuzbandriss.

Die Österreicherin Anna Fenninger kam ebenfalls unmittelbar vor dem Rennen am Rettenbachferner zu Sturz: Saisonende. Der Schweizer Beat Feuz riss sich die Achillessehne, der Schwede Matts Olsson das Kreuzband. Alles nur Zufall? Oder muss man die Materialform, die alles von den Athletinnen und Athleten abverlangt, überdenken? Frisst der Skisport wirklich seine Kinder?

Die Skier, vor allem die Riesentorlauf-Latten wurden schlanker und länger. Damit wollte man das Tempo drosseln und die Verletzungsgefahr minimieren. Aber die Verletzten zeigen, dass die Reform keine Sicherheit mit sich gebracht hat. So haben die Sportler zwar gelernt, Regelwerk und Material zu verstehen, aber die neuen Skier lassen überhaupt keinen Spielraum. Wer Fehler macht, wird gnadenlos bestraft. Das heißt, dass man ausrutscht, driftet oder dann auch böse zu Sturz kommt und sich im Extremfall schwere Verletzungen zuzieht.

Für die Skistars Cook, Feuz, Fenninger, Olsson und viele andere kommt die Einsicht zu spät, dass man wieder über eine Reform der Reform nachdenken sollte. Glaubwürdigkeit tut Not!

Kommentar für skiweltcup.tv von Andreas Raffeiner

Alle News zum Ski Weltcup in dein Postfach
Gib deine E-Mailadresse ein und Du bekommst
täglich alle News direkt in dein E-Mailfach:

Delivered by FeedBurner

Anmerkungen werden geschlossen.