30 Oktober 2020

Ski Weltcup Winter 2020/21 wird zum sportlichen Überlebenskampf

Ski Weltcup Winter 2020/21 wird zum sportlichen Überlebenskampf
Ski Weltcup Winter 2020/21 wird zum sportlichen Überlebenskampf

Bozen – Die Corona-Pandemie hält alle und auch die Skiwelt in Atem. Aufgrund der ständig steigenden Fallzahlen muss sich auch der Ski Weltcup mit einem möglichen Kollaps auseinandersetzen. Da die italienische Regierung einen verschärften Maßnahmenkatalog für die Freizeit-Skifahrer präsentierte, kann dies im Laufe der Zeit auch den Skiweltcup-Zirkus, und die Rennen, wie in Gröden und Alta Badia, betreffen. Der ehemalige liechtensteinische Skirennläufer Marco Büchel ist sehr skeptisch, was die Welttitelkämpfe in Cortina d’Ampezzo betrifft. Die Lage ist ernst, und sie macht ihm Angst.

Auch der Saisonstart der Speedherren steht unter keinem guten Stern. Da Frankreich ein zentralistisch und kein föderalistisch ausgerichteter Staat ist, kann es sein, dass Paris kurzerhand die Befehlsgewalt über die Rennen in Val d’Isère hat. Swiss-Ski-Alpinchef Walter Reusser will kein Schwarzmaler sein und optimistisch bleiben, wenn es um die Rennen auf dem Adelbodener Chuenisbärgli und dem Wengener Lauberhorn geht. Diese sollen im Januar 2021 stattfinden, in einem Zeitfenster, in dem es nicht so viele Urlaubsgäste gibt, und man das Blasensystem der FIS aufrecht erhalten könnte.

Felix Neureuther, einer der besten DSV-Athleten früherer Tage, schaut nach Garmisch-Partenkirchen. Der Bayer weiß, dass sein einstiges Heimrennen ohne Publikum stattfindet. Und da viele Touristen sich herumtummeln, ist ein erfolgreiches Blasensystem wie in Sölden wohl eher kaum durchführbar. Der frühere Slalom- und Riesentorlaufdisziplin betont, dass es für ihn nicht nachvollziehbar war, dass die FIS den neuen Präsidenten nicht online wählen konnte. Die Durchsetzungskraft oder eine harte Hand fehlt in den Augen Neureuthers.

Überdies ist es traurig, dass die FIS die Weltcupstandorte, die Geisterrennen veranstalten müssen, zu wenig unter die Arme greift. Ein Fünftel weniger Preisgeld ist wohl nur ein Tropfen auf einen heißen Stein. Man kann es auch härter oder vielmehr plastisch formulieren: Für die meisten Organisatoren wird es ein kalter Winter, die Pandemie verwandelt das Ganze in einen harten Überlebenskampf.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quelle: blick.ch

Verwandte Artikel:

Alexis Pinturault im Skiweltcup.TV-Interview: „Ich habe nicht gemerkt, dass mein Kopf nicht mehr bereit war.“
Alexis Pinturault im Skiweltcup.TV-Interview: „Ich habe nicht gemerkt, dass mein Kopf nicht mehr bereit war.“

Moûtiers – Im Jahr 2021 wurde der französische Skirennläufer Alexis Pinturault 30 Jahre alt. Mit dem Gewinn der großen Kristallkugel erfüllte er sich einen großen Traum. In der vergangenen Saison, die mit den Olympischen Winterspielen in Peking einen Höhepunkt aufwiesen, lief es für den Athleten nicht so gut. So konnte er sich lediglich über drei… Alexis Pinturault im Skiweltcup.TV-Interview: „Ich habe nicht gemerkt, dass mein Kopf nicht mehr bereit war.“ weiterlesen

Johannes Strolz zum Aufsteiger des Jahres gewählt
Johannes Strolz zum Aufsteiger des Jahres gewählt

Wien – Seit dem Jahre 1949 findet in Österreich die Wahl der Sportler des Jahres statt, so auch heuer. Bei den Frauen triumphierte die Snowboarderin Anna Gasser. Für die Kärntnerin war es der bereits dritte Erfolg. Die Skispringerin Sara Marita Kramer und die Tischtennisspielerin Sofia Polcanova, die ebenfalls unter die besten Drei kamen, dürfen zufrieden… Österreichs Sportler des Jahres heißt David Alaba – Johannes Strolz zum Aufsteiger des Jahres gewählt weiterlesen

Roland Leitinger wird seinen zweiten Platz in Sölden heuer nicht verteidigen können
Roland Leitinger wird seinen zweiten Platz in Sölden heuer nicht verteidigen können

Salzburg – Der österreichische Riesentorlaufspezialist Roland Leitinger war mit dem zweiten Platz, den er im Vorjahr beim Saison Opening am Rettenbachferner gestartet war, mehr als nur zufrieden. Doch die Freude währte nur kurz. Einige Zeit später zog er sich einen Kreuzbandriss zu. Der 31-Jährige hat mit der Ironie des Schicksals zu kämpfen. Immer, wenn er… Roland Leitinger wird seinen zweiten Platz in Sölden heuer nicht verteidigen können weiterlesen

Nach Schlüsselbeinbruch - Tschechischer Skiverband wartet noch auf Unterschrift von Ester Ledecká
Nach Schlüsselbeinbruch - Tschechischer Skiverband wartet noch auf Unterschrift von Ester Ledecká

Prag – Die dreifache Olympiasiegerin Ester Ledecká erholt sich offenbar noch von einer Verletzung, die sie sich im August zuzog. Neuesten Informationen zufolge brach sie sich das Schlüsselbein. Die erfolgreiche Ski Weltcup Rennläuferin und Snowboarderin begab sich sogar unters Messer. Verbandspräsident David Trávníček berichtete am Dienstag auf einer Pressekonferenz, dass er davon ausgehe und vielmehr… Nach Schlüsselbeinbruch – Tschechischer Skiverband wartet noch auf Unterschrift von Ester Ledecká weiterlesen

Die asiatischen Winterspiele 2029 in Saudi-Arabien auszutragen, sorgt bei Johan Clarey für Kopfschütteln und Unverständnis
Die asiatischen Winterspiele 2029 in Saudi-Arabien auszutragen, sorgt bei Johan Clarey für Kopfschütteln und Unverständnis

Tignes – Nach der Bekanntgabe von Saudi-Arabien als Ausrichter der asiatischen Winterspiele 2029, meldete sich der routinierte französische Skirennläufer Johan Clarey zu Wort. Der Olympiaabfahrtszweite von Peking ist fassungslos, auch wenn diese Winterspiele in den Medien kaum Erwähnung finden werden, ist es an der Zeit, dass man in Zukunft alles Mögliche in die Wege leiten… Die asiatischen Winterspiele 2029 in Saudi-Arabien auszutragen, sorgt bei Johan Clarey für Kopfschütteln und Unverständnis weiterlesen